288% Dividendenrendite? Aktien Kennzahlen und Fundamentaldaten: Diese Kennzahlen sind wirklich wichtig

Investoren finden im Internet riesige Mengen an Kennzahlen und Fundamentaldaten vor. Zu den bekanntesten und beliebtesten Kennzahlen zählt das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) sowie die Dividendenrendite einer Aktie. Neben diesen beiden Kennzahlen gibt es hunderte weitere Kennzahlen zu jeder Aktie. Also Folge der Informationsüberflutung kann schnell der Überblick verloren gehen.

 

Wie uns Aktien-Kennzahlen austricksen

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit folgenden Fragen:

  1. Geschichte der Aktien Kennzahlen und Fundamentaldaten
  2. Welche Kennzahlen werden in Zukunft noch bedeutender werden?
  3. Welche Aktien-Kennzahlen und Fundamentaldaten sind wirklich wichtig?

 

Geschichte der Aktien Kennzahlen und Fundamentaldaten 

Kennzahlen und Daten waren schwer zugänglich: Heutzutage kaum zu glauben, aber vor weniger als 100 Jahren stand die fundamentale Aktienanalyse noch ganz am Anfang. Das Internet war noch lange nicht erfunden, es gab nur sehr wenige Daten (u.a. den Aktienkurs), an die man gelangen konnte. Aber auch dieser Kurs war veraltet, denn die Tageszeitung druckte immer den Kurs vom Vortag ab. Mit wenigen Ausnahmen wurden Aktien gerne als Spekulationsobjekt und nicht als Investitionsobjekt betrachtet.

 

Die Anfänge der fundamentalen Aktienanalyse: Erst 1949 erschien das Buch „The Intelligent Investor“ von Benjamin Graham. Der Lehrmeister von Warren Buffett ging in diesem Buch darauf ein, dass es neben dem Aktienkurs noch einen „inneren Wert“ einer jeder Aktiengesellschaft gibt. Graham verglich besonders gerne den Kurs mit dem Buchwert bzw. Eigenkapital einer Gesellschaft. Wenn man eine Aktie unterhalb des Buchwertes kaufen konnte (Kurs-Buchwert-Verhältnis unter 1), so erhielt man als Investor eine „Sicherheitsmarge“. Dieser Gedankengang war damals sehr richtig, denn die meisten Gesellschaften verfügten über wertvolle Grundstücke, Immobilien, Maschinen und Vorräte, die im Zweifel zu Geld gemacht werden konnten.

 

KGV, Cashflow und Dividendenrendite werden wichtiger: Zu Beginn seiner Karriere setzte auch Warren Buffett auf eine stark am Buchwert orientierte Anlagestrategie. Sein Ziel war es, einen Dollar an Buchwert für weniger als 50 Cent zu kaufen. Nach dem Erwerb der Aktien nahm er Einfluss auf das Management und sorgte für eine Liquidation des Gesellschaftsvermögens. So erhielt er den Dollar zurück, für den er zuvor aber nur 50 Cent bezahlt hatte. Im Laufe der Jahre passte er jedoch seinen Investitionsstil an. Die Bedeutung des Buchwertes nahm immer weiter ab. Heute ist der Buchwert mit wenigen Ausnahmen keine wichtige Kennziffer zur Aktienbewertung mehr. Am Aktienmarkt hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Ertragskraft eines Unternehmens von viel größerer Bedeutung ist.

Ein Software-Unternehmen wie SAP braucht keine Immobilien oder Grundstücke, um Geld zu verdienen. Folglich ist der Buchwert irrelevant. Entscheidend für den Wert der Aktien ist, wie viel Cashflow ein Unternehmen für die Eigentümer generieren kann. Daher sind heutzutage Kennzahlen wie der Free Cash Flow (FCF), die Dividendenrendite oder auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von großer Bedeutung.

 

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Die Zukunft der Aktien Kennzahlen und Fundamentaldaten 

Kapital kein Erfolgsfaktor mehr: Neue Geschäftsmodelle sind immer weniger auf Kapital angewiesen. Unternehmen wie Alibaba, SAP, Microsoft, Alphabet, Amazon, Apple und Facebook generieren einen enorm hohen Cashflow und Gewinn. Ein großer Kapitaleinsatz ist dafür aber nicht notwendig. Der Erfolg der Unternehmen erklärt sich aus dem Talent der Mitarbeiter sowie aus Burggräben bzw. Netzwerkeffekten. Diese Effekte sorgen dafür, dass der größte Anbieter immer noch größer und mächtiger wird.

Netzwerkeffekte erklärt: Dazu ein Beispiel: Je mehr Produkte auf Amazon zum Kauf angeboten werden, desto attraktiver ist das Angebot für die Kunden. Folglich kaufen immer mehr Kunden bei Amazon ein – alleine schon der Auswahl halber. Weil immer mehr Kunden bei Amazon einkaufen, wird es für das Unternehmen einfach, weitere Produkte hinzuzufügen. Und diese neuen Produkte locken wieder weitere Kunden an. Es sind also „softe“ Faktoren, die den Erfolg eines Unternehmens ausmachen.

 

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Dumm nur, dass es keine direkte Kennzahl für diese Faktoren gibt. Doch keine Sorge: Aus verschiedenen Kennzahlen lassen sich wertvolle Erkenntnisse ableiten:

 

Welche Aktien-Kennzahlen und Fundamentaldaten sind wirklich wichtig?

1. Umsatz und Umsatzwachstum

Je stärker der Umsatz eines Unternehmens wächst, desto stärker werden diese Produkte bei den Kunden nachgefragt. Ein klares Zeichen dafür, dass es gut läuft. Entscheidend ist hierbei, ob das Umsatzwachstum stärker oder schwächer wird und ob es größer oder geringer ausfällt als bei der Konkurrenz.

Ein weiterer Vorteil des Umsatzes: Diese Kennzahl kann nur sehr schwer manipuliert werden. Generell gilt: Je stärker das Umsatzwachstum, desto besser.

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2. Entwicklung der EBIT-Marge/ operativen Gewinnmarge

Eine im Zeitverlauf stabile oder gar besser noch steigende EBIT-Marge (operative Gewinnmarge) deutet darauf hin, dass sich die Wettbewerbsposition eines Unternehmens verbessert. Denn auf die Herstellungskosten kann ein immer größerer Gewinnaufschlag draufgepackt werden – ein klares Zeichen für die Attraktivität der Produkte eines Unternehmens. Wenn die Kunden selbst dann noch die Produkte eines Unternehmens nachfragen, wenn sie teurer werden, dann verfügt das Unternehmen über ein geniales Geschäftsmodell. Durch regelmäßige Preiserhöhungen kann der Gewinn immer weiter gesteigert werden.

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3. Qualitativer Blick auf das Unternehmen: Die besten Aktienanalysen lesen

Letztendlich bilden die Kennzahlen aber stets nur die Vergangenheit bzw. die Gegenwart ab. Den Aktionären steht hingegen der Gewinn und Cashflow der Zukunft zu. Zwar setzt sich ein stabiler Trend in der Regel fort, aber immer wieder werden die Karten auch neu gemischt. Es gibt unzählige Beispiele von ehemals erfolgreichen Unternehmen (Kodak, der #1 Kamerahersteller der Welt; Nokia, der #1 Handy-Hersteller der Welt usw.), die trotz äußerst erfolgreicher Vergangenheit innerhalb weniger Jahre in die Insolvenz gerutscht sind.

Folglich kommen Anleger nicht drum herum, sich mit den Zukunftsperspektiven der Unternehmen zu befassen. Dies gelingt durch eine gründliche Prüfung des Geschäftsmodells im Rahmen einer Aktienanalyse. Erst die Kombination aus Kennzahlenanalyse & qualitativem Blick auf ein Unternehmen ermöglicht eine informierte und damit auch erfolgreiche Investitionsentscheidung.

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