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Aktie Analyse

BorgWarner Aktie Analyse

WKN
887320
Symbol
BGW
Sektor
Zyklischer-Konsum
Webseite
BorgWarner
Investor Relations
Investor Relations

BorgWarner ist ein US-amerikanischer Automobilzulieferer von Fahrzeugsystemen und Automobilkomponenten. BorgWarner ist ein führender globaler Anbieter von hochentwickelten Automobilsystemen und Bauteilen vorrangig für Antriebsanwendungen sind. Das Unternehmen wurde 1928 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Auburn Hills im US-Bundesstaat Michigan.

Geschichte

1928: Im Jahr 1928 wird BorgWarner gegründet. Zu den Gründungsunternehmen gehören Borg & Beck, Marvel-Schebler, Warner Gear und Mechanics Universal Joint.

1987: Borg-Warner Automotive wird als Tochtergesellschaft einer neuen Gesellschaft namens Borg-Warner Corporation gegründet.

1993: Borg-Warner Automotive wird ausgegliedert und agiert von nun an als unabhängiges Unternehmen.

2004: Das Unternehmen expandiert und eröffnet Werke in Japan und Südkorea, um die steigende Nachfrage an Steuerungssystemen zu decken.

2005: BorgWarner entscheidet sich dazu, den Hauptsitz von Chicago nach Detroit zu verlegen. Dieser Schritt ergibt Sinn, da Detroit zu diesem Zeitpunkt einer der wichtigsten Standorte der weltweiten Automobilindustrie ist. Außerdem wird ein neues Produktionswerk in China eröffnet.

2006: Die Expansion wird weiter fortgeführt und neue Produktionsanlagen in Frankreich, Deutschland und China errichtet. Zudem weitet das Unternehmen seine Geschäftsbereiche weiter aus.

In den Folgejahren werden weltweit weitere Produktionsstätten erbaut und die eigene Produktpalette erweitert. BorgWarner entwickelt und produziert verschiedene Getriebetechnologien, Doppelkupplungsmodule, Turbolader und Motorsteuerungssysteme.

2017: Das Unternehmen fokussiert sich auf Elektromobilität sowie Hybridtechnologien und baut sein Angebot entsprechend aus.

Heute: BorgWarner ist ein weltweit führender Automobilzulieferer und beschäftigt rund 49.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen produziert an 93 Standorten weltweit.

Mission

BorgWarner hat sich zum Ziel gesetzt, innovative und nachhaltige Mobilitätslösungen für den weltweiten Fahrzeugmarkt zu liefern. Dabei möchte das Unternehmen mit seinen Produkten seinen Beitrag für eine saubere und energieeffiziente Welt leisten. Insbesondere der weltweite Wandel zur Elektromobilität wird durch BorgWarners Technologien beschleunigt. Das Unternehmen hat aber auch hohe Ansprüche an sich selbst und möchte bis zum Jahr 2035 bei der eigenen Produktion Klimaneutralität erreichen.

Management

Frédéric Lissalde ist seit August 2018 der CEO des Unternehmens. Lissalde verfügt über einen Master of Engineering der ENSAM (Ecole Nationale Supérieure des Arts et Métiers) in Paris und erwarb außerdem seinen Master of Business Administration (MBA) an der HEC Paris. Darüber hinaus absolvierte er Kurse am INSEAD (Institut Européen d’Administration des Affaires), an der Harvard University und am MIT in Boston.

Vor seiner Tätigkeit bei BorgWarner arbeitete Frédéric Lissalde in verschiedenen Managementpositionen beim französischen Automobilzulieferer Valeo und dem deutschen Automobilzulieferer ZF.

Im Jahr 2013 schloss sich Frédéric Lissalde BorgWarner an. Dort arbeitete er von 2013 bis 2017 in Führungspositionen im Tochterunternehmen BorgWarner Turbo Systems LLC in Deutschland. Anschließend folgte der nächste Karriereschritt zum COO (Chief Operating Officer) von BorgWarner, bevor er nur ein halbes Jahr später zum CEO ernannt wurde.

Branche

BorgWarner ist in der Branche für Automobilzulieferer tätig. Automobilzulieferer versorgen Automobilhersteller mit Fahrzeugkomponenten. Da ein Auto aus sehr viele verschiedenen Komponenten besteht, kann das Angebot von kleinen Sensoren bis hin zu kompletten Baugruppen variieren. In den vergangenen Jahren wurde die Automobilindustrie angesichts der Umweltprobleme zu einer Umstellung in Richtung Elektromobilität gezwungen.

E-Mobilität, Software und autonomes Fahren sind die Zukunftstrends der Branche. Das hat zur Folge, dass sich auch die Automobilzulieferer daran anpassen müssen. Denn die Zulieferer sind natürlich von der Nachfrage der Autohersteller abhängig. Heutzutage gehören die Elektronik und die Software zu den wichtigsten Komponenten im Auto. Um hier innovative Technologien hervorzubringen, müssen auch die Automobilzulieferer massiv in Forschung und Entwicklung investieren.

Es ist logisch, dass die Automobilzulieferer von der Automobilindustrie abhängig sind. Der Automobilmarkt ist einer der größten der Welt. Jährlich werden über 70 Mio. PKW verkauft. Gleichzeitig unterliegt der Automobilmarkt einer gewissen Zyklik, die sich auch auf die Automobilzulieferer auswirkt. Bis zur Corona-Pandemie ist der Markt für Automobilzulieferer pro Jahr um rund 3,8 % gewachsen. Das entspricht ungefähr dem Wachstum in der allgemeinen Automobilbranche.

Für beide Märkte können die Elektromobilität und das autonome Fahren neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen. Alleine in Deutschland sollen bis 2030 über zehn Mio. Elektrofahrzeuge auf den Straßen fahren.

Bis sich das autonome Fahren etabliert hat, wird es vermutlich noch einige Jahre dauern, aber auch hier müssen die Automobilzulieferer neue Technologien entwickeln, um sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen. Zu den größten Zulieferern gehören Bosch, Denso, Continental und ZF Friedrichshafen. Auf den Umsatz aus dem Jahr 2021 bezogen, lag BorgWarner auf Platz 21 der Automobilzulieferer.

Geschäftsmodell

BorgWarner ist auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Automobilzubehör spezialisiert. Die Produkte helfen, die Fahrzeugleistung, Kraftstoffeffizienz, Stabilität und Luftqualität zu verbessern. BorgWarner betreibt Produktionsstätten in Nord- und Südamerika, Europa und Asien und ist ein Erstausrüster aller großen Autohersteller der Welt.

Dabei ist der Unternehmen hauptsächlich in den folgenden Segmenten tätig.

Luftmanagementprodukte. In diesem Segment entwickelt und fertigt BorgWarner Produkte zur Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs, Reduzierung der Emissionen und Leistungssteigerung. Zu den Produkten gehören unter anderem Turbolader, eBooster, eTurbos, Steuersysteme, Abgassysteme und Batterie-Module- und Systeme.

e-Antrieb und Antriebsstang. Die Technologien dieses Segments umfassen elektrische Komponenten, Leistungselektronik, Steuermodule, Software und mechanische Produkte für das Automatik-Getriebe und das Drehmoment-Management. BorgWarners Produkte aus diesem Segment erfüllen die Anforderung an die voranschreitende Fahrzeugelektrifizierung.

Benzin- und Dieseleinspritzung. In diesem Segment werden Benzin- und Dieseleinspritzkomponenten und Systeme entwickelt und produziert. Dadurch können Motoren effizienter und nachhaltiger betrieben werden.

Aftermarket. Der sogenannte Aftermarket betrifft die Waren und Dienstleistungen, die nach dem Verkauf des eigentlichen Produkts erbracht werden. Im Falle von BorgWarner sind das Produkte zur Kraftstoffeinspritzung, Elektronik und Motormanagement. Zusätzlich liefert das Unternehmen Testgeräte und bietet Wartungen und andere Dienstleistungen an. Dieses Segment schafft eine Kundenbindung und sorgt für wiederkehrende Umsätze.

BorgWarners ist nicht abhängig von einem Großkunden. Die Umsätze verteilen sich sehr gleichmäßig auf viele verschiedene Kunden. Auch geografisch gesehen sind die Umsätze schön diversifiziert. Zu den Kunden gehören unter anderem Ford, Stellantis, Audi, VW, Daimler und BMW.

Die Trends Elektromobilität, Software und autonomes Fahren werden die nächsten 10 Jahre der Automobilbranche prägen. Hier sieht sich BorgWarner mit seinen innovativen Produkten gut aufgestellt.