Skip to content
Aktie Analyse

Campbell Soup Aktie Analyse

WKN
850561
Symbol
CPB
Sektor
Nichtzyklischer Konsum
Investor Relations
Investor Relations

Campbell Soup ist ein US-amerikanisches Unternehmen aus der Lebensmittelbranche. Das Unternehmen produziert und vermarktet Markenlebensmittel und bezeichnet sich selbst als Weltmarktführer für Suppen. Zu den bekannten Marken des Konzerns gehören im Wesentlichen Campbell’s, Pace, Prego, Swanson und V8. Das Unternehmen wurde 1869 in Camden, New Jersey gegründet und hat seinen Hauptsitz bis heute dort.

Geschichte

1869: Die Wurzeln des Unternehmens gehen bis in das Jahr 1869 zurück. Der Obsthändler Joseph A. Campbell und der Kühlgerätehersteller Abraham Anderson gründen das Unternehmen Anderson & Campbell in Camden, New Jersey.

1894: Nachdem der Gründer Abraham Anderson das Unternehmen bereits im Jahr 1876 verlassen hat, ging nun auch der Gründer Joseph A. Campbell in den Ruhestand. Die Nachfolge für Campbell tritt John T. Dorrance.

1895: Das Unternehmen bringt sein erstes Fertiggericht auf den Markt. Es handelte sich um eine Tomatensuppe in einem Glas, die aus Beefsteak-Tomaten (Ochsenherztomaten) aus New Jersey bestand. Die Beefsteak-Tomaten-Suppe war über 25 Jahre das Markenzeichen des Unternehmens.

1897: Der deutschstämmige John T. Dorrance entwickelte ein neues Verfahren zur Herstellung von Suppenkonzentraten, die nur noch halb so viel Wasser enthielten wie vorher. Das ermöglicht, kleinere Dosen als Verpackung zu verwenden. Diese Erfindung machte die Produkte für die Kunden erschwinglicher, bei gleichbleibender Qualität.

1915: Das Unternehmen tätigt seine erste Übernahme und kauft die Franco-American Food Company, welche Dosensuppen und Pasta-Gerichte in Dosen anbietet.

1922: Das Unternehmen ändert seinen Namen zu Campbell Soup Company, der noch heute besteht.

1954: Campbell Soup geht 1954 in den USA unter dem Ticker CPB an die Börse.

1962: Nachdem das Unternehmen Pepperidge Farm übernommen wurde, erschienen im Jahr 1962 die Goldfish-Snacks, die bis heute zu den bekanntesten Snacks gehören.

1995: Campbell Soup übernimmt Pace Foods, den weltweit führenden Anbieter von Salsa-Saucen und erweitert damit sein Produktportfolio.

2017: Um den Trend der gesünderen Ernährung mitzugehen, kauft das Unternehmen im Jahr 2017 Pacific Foods, das sich auf die Herstellung von natürlichen und biologischen Brühen, Suppen und pflanzlichen Getränken spezialisiert hat.

Heute: Campbell Soup kann auf eine Unternehmenshistorie von über 150 Jahren zurückblicken und hat sich in dieser Zeit ein starkes Marken-Portfolio aufgebaut. Das Unternehmen beschäftigt über 14.000 Mitarbeitern und gibt an, dass 95 % aller amerikanischen Haushalte ein Campbell-Soup-Produkt im Haus haben.

Mission

Campbell Soups Mission ist es, Essen anzubieten, das köstlich, erschwinglich und sorgfältig zubereitet ist. Menschen durch Essen zueinander zu bringen, ist das Herzstück des Unternehmens und seit über 150 Jahren Tradition. Da gesundes Essen der Schlüssel für Gesundheit und Wohlbefinden ist, legt das Unternehmen großen Wert darauf, Kalorien, Natrium, gesättigte Fettsäuren und zugesetzten Zucker in seinem gesamten Portfolio zu reduzieren.

Management

Mark A. Clouse ist seit Januar 2019 der Geschäftsführer von Campbell Soup. Clouse ist Absolvent der US-Militärakademie in West Point und hat einen Bachelor of Science in Wirtschaftswissenschaften. Zu Beginn seiner beruflichen Karriere diente er in der US-Armee als Pilot und absolvierte seinen Dienst als Hauptmann.

Nach seinem Dienst in der US-Armee arbeitete Clouse für den Lebensmittelkonzern Kraft Foods. Dort war er 20 Jahre lang aktiv und bekleidete verschiedene Führungspositionen. Er begleitete die Umfirmierung von Kraft Foods zu Mondelez und brachte die Markenentwicklung insbesondere in Schwellenländern wie China und Brasilien voran.

Nach seiner Zeit bei Mondelez schloss er sich dem Lebensmittelhersteller Pinnacle Foods an, wo er als Chief Commercial Officer und Chief Growth Officer tätig und für die Wachstumsstrategie und Schlüsselfunktionen des Unternehmens verantwortlich war. Zudem fungierte er für mehr als zwei Jahre als CEO des Unternehmens.

Nachdem die frühere CEO Denise Morrison im Mai 2018 abrupt zurückgetreten war, suchte Campbell Soup sieben Monate nach einem passenden Nachfolger. Im Januar 2019 konnte Mark A. Clouse als neuer CEO präsentiert werden.

Branche

Campbell Soup ist in der Konsumgüterbranche tätig. Konsumgüterhersteller stellen Produkte des täglichen Bedarfs her. Toilettenpapier, Shampoo, Lebensmittel und Getränke werden täglich aufs Neue nachgefragt. Dieser Markt gilt als beständig und krisensicher. Denn Konsumgüter werden immer benötigt. Das Marktwachstum ist nicht besonders hoch, aber die Nachfrage nach diesen Produkten ist extrem stabil und berechenbar.

Campbell Soup erzielt einen Großteil seiner Umsätze durch den Verkauf von Suppen. Der globale Markt für Suppen soll bis 2025 mit rund 3 % pro Jahr wachsen. Die Branche wird von der steigenden Nachfrage nach Fertiggerichten und dem wachsenden Bewusstsein für die gesundheitlichen Vorteile von Suppen angetrieben. Suppen sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Nährstoffen und Eiweiß.

Der veränderte Lebensstil der Verbraucher und die zunehmende Neigung zum Konsum gesunder Lebensmittelprodukte werden die Gesamtnachfrage in den nächsten Jahren voraussichtlich ankurbeln. In Europa ist die Nachfrage an Suppen am größten. Daher wird in Europa auch der größte Umsatz erzielt. Nordamerika folgt mit rund 30 % der Branchenumsätze.

Neben dem Geschäft mit Dosenlebensmittel verfügt Campbell Soup auch über eine umsatzstarke Snack-Sparte. Der weltweite Snack-Markt soll bis 2030 um 2,7 % wachsen. Das Bewusstsein für gesündere Ernährung wird gerade in den westlichen Ländern im größer. Aus diesem Grund versuchen viele Snack-Hersteller gesündere Snacks zu produzieren.

Dennoch genießen wir doch alle gerne Schokolade oder Chips bei einem Filmabend oder in einer geselligen Runde. Die Nachfrage an den ungesünderen Snacks wird in naher Zukunft also nicht großartig nachlassen. Die Gesellschaft löst sich zunehmend vom klassischen Modell der "3 Mahlzeiten" an einem Tag und snackt einfach gerne.

Dieser Lebensmittelmarkt ist jedoch hart umkämpft. Neben der starken Konkurrenz wie Nestlé, General Mills, Kellogg´s oder PepsiCo weiten auch die Supermarktketten wie Aldi und Lidl ihr Sortiment mit ihren günstigen Eigenmarken weiter aus. Die Branchen, in denen sich Campbell Soup bewegt, versprechen in der Zukunft kein rasantes, aber zumindest moderates Wachstum.

Geschäftsmodell

Campbell Soup ist weltweit einer der größten Hersteller und Vermarkter von Suppen, Saucen, Snacks und Getränken. Das Produktsortiment des Konzerns ist breit gefächert. Das Unternehmen bietet Suppen, Brühen, Fonds, verschiedene Saucen und Gerichte in Konserven sowie Fertiggerichte bis hin zu diversen Getränken, Süß- und Backwaren an.

Die Produkte sind im Einzelhandel, Food-Ketten, Discounter-Märkten, Supermärkten und Drogerien erhältlich.

Die Umsätze des Unternehmens lassen sich in zwei große Segmente einteilen.

Essen und Getränke. In diesen Bereich fällt hauptsächlich der Verkauf von den Suppen und Brühen. Die bekannteste Marke heißt Campbell. Wer in den USA an Suppen denkt, denkt an Campbell. Neben den Suppen fallen außerdem die verschiedenen Saucen und Fertiggerichte des Unternehmens in dieses Segment. Bei den Getränken geht es hauptsächlich um Säfte. Hier sind die Marken V8 und Campbell am bekanntesten.

Snacks. In diesem Segment erzielt Campbell Soup seine Umsätze durch den Verkauf von Keksen, Crackern und Chips. Die Goldfish-Snacks von Pepperidge Farm sind weltweit bekannt und populär. Aber auch mit ihren süßen Gebäcken anderer Marken erzielt das Unternehmen gute Umsätze.

Beide Segmente erzielen ähnliche hohe Umsätze. Damit ist das Unternehmen nicht nur von einem Segment abhängig. Diese Einnahmen werden fast ausschließlich in den USA erzielt.

Insgesamt hat das Unternehmen gerade im Suppen-Bereich eine starke Marktmacht. Wer in den USA eine Suppe kaufen möchte, wird an Campbell Soup nicht vorbeikommen. Das sorgt für beständige Umsätze und gibt dem Unternehmen eine gewisse Planungssicherheit. Gleichwohl hat das Unternehmen erkannt, dass immer mehr Menschen auf eine gesunde Ernährung achten und hat sein Produktangebot entsprechend angepasst.