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Aktie Analyse

Caterpillar Aktie Analyse

WKN
850598
Symbol
CAT1
Sektor
Industrie
Webseite
Caterpillar
Investor Relations
Investor Relations

Caterpillar ist der weltgrößte Hersteller von Baumaschinen und Maschinen für den Bergbau (Bagger, Maschinen für den Straßenbau, Mining-Trucks, Lokomotiven, Diesel- und Erdgasmotoren etc.).

Die Geschichte von Caterpillar beginnt im Jahre 1925, als die beiden amerikanischen Unternehmen Holt Manufacturing Company und Best Tractor Company fusionieren und sich im Zuge dessen zu Caterpillar umbenannten. Das neue Unternehmen fokussiert sich zunächst auf die Herstellung von Traktoren. Schon vier Jahre später folgte der Börsengang.

Caterpillar wird seit dem 1. Januar 2017 von dem amerikanischen Ingenieur Jim Umpleby. Er studierte Maschinenbau am Rose-Hulman Institute of Technology im US-Bundestaat Indiana und schloss seinen Bachelor 1980 ab. Noch im selben Jahr begann er als Associate Engineer bei Solar Turbines, einem Tochterunternehmen von Caterpillar. Er verfügt also über mehr als 40 Jahre Erfahrung innerhalb des Unternehmens und ist zudem ein Mann vom Fach – als Ingenieur gestartet und durch seine Kompetenz in die Führungsebenen hochgearbeitet.

Ein Blick auf die Branche

Grundsätzlich liefert Caterpillar Maschinen für große Bauprojekte und Bergwerke. Langfristig gesehen sind das wachsende Branchen, die von mehreren großen Trends profitieren:

  • Bevölkerungswachstum. 2050 sollen bereits 9,8 Mrd. Menschen auf der Welt leben. Jedes Jahr nimmt die Weltbevölkerung um rund 80 Mio. Menschen bzw. die Größe Deutschlands zu. Für diese Menschen wird immer mehr Infrastruktur in Form von Gebäuden, Straßen oder Autos. Für die Herstellung und Errichtung dieser wird Equipment von Caterpillar benötigt.
  • E-Mobilität. Neben den Bauprojekten erwirtschaftet Caterpillar einen großen Teil der Umsätze durch den Bergbau, welcher unter anderem durch die stark wachsende Nachfrage nach Elektroautos (welche Rohstoffe wie Nickel, Kobalt, Lithium und seltene Erden benötigen) getrieben wird.

Insgesamt scheinen die Wachstumstreiber also intakt. Doch die Nachfrage nach den hergestellten Maschinen unterliegt starken Schwankungen. Besonders deutlich ist dies in der stark zyklischen Bergbau-Branche: in Zeiten hoher Rohstoffpreise und einer guten wirtschaftlichen Lage sind die Investitionen (in neues Equipment) massiv. Leidet die Branche z. B. durch niedrige Rohstoffpreise an geringer Ertragskraft, werden die Investitionen beinahe komplett zurückgefahren. Von dieser "Branchen-Achterbahnfahrt" ist Caterpillar natürlich auch betroffen. Wer auf Caterpillar setzt, profitiert von Megatrends. Diese entwickeln sich aber nicht linear, sondern unter heftigen Schwankungen.

Natürlich ist sich das Management von Caterpillar der Zyklik des Geschäfts bewusst. Da Unternehmen und deren Aktionäre Planungssicherheit brauchen und anstreben, setzt Caterpillar zunehmen auf das planbare Service-Geschäft, sowie den Verkauf von Software und Software-Komponenten. Schon heute bietet das Unternehmen zum Beispiel voll-autonome Maschinen an.

Das Geschäftsmodell von Caterpillar

Das Unternehmen ist der mit Abstand größte Hersteller von Baumaschinen und Maschinen für den Bergbau. Überall, wo (ab)gebaut wird, wird Caterpillar-Equipment eingesetzt. Schauen wir uns konkret an, wie das Unternehmen aufgebaut ist und wo genau es Gewinn erzielt.

Das Geschäft von Caterpillar ist in vier Sparten eingeteilt:

Construction Industries

Dieses Segment ist das Wichtigste für Caterpillar. Hier wurden im Geschäftsjahr 2021 etwa 45 % des Unternehmensgewinns erzielt.

In diesem Segment sind alle Aktivitäten gebündelt, die beim Bau von Infrastruktur zum Einsatz kommen. Wenn man an großen Baustellen vorbeifährt, sieht man fast immer die markant gelb-schwarzen Maschinen von Caterpillar. Bagger, Verdichter, Lader, Asphaltmaschinen, Walzen – um nur ein paar zu nennen.

Resource Industries

Das Segment Resource Industries umfasst hauptsächlich Geschäftsaktivitäten, die mit dem Erschließen von Ressourcen verbunden sind, wie der Bergbau (Tage- und Untertagebau), oder Steinbrüche. Aber auch Müllkippen oder andere Abnehmer, die besonders schwere Maschinen benötigen, sind unter den Kunden zu finden. Dieses Segment steuerte 2021 mit etwa 15 % zum Unternehmensgewinn bei.

Energy & Transportation

In diesem Segment erwirtschaftet das Unternehmen rund 30 % des Unternehmensgewinns. Es fungiert mehr als Bündelung der restlichen Geschäftsaktivitäten, die mit der tatsächlichen Herstellung von Maschinerie verbunden sind. Das sind zum Beispiel:

  • Generatoren
  • Schiffsantriebe
  • Gasturbinen
  • Große Motoren
  • Lokomotiven

Financial Products

Auf Wunsch bietet Caterpillar auch die Finanzierung der Anlagen, Maschinen und Motoren an. So kann der Produktverkauf gefördert werden und zudem ein netter Nebenverdienst durch Zinsen & Co. erwirtschaftet werden. Die restlichen 10 % des Unternehmensgewinns entstammen den Finanzierungstätigkeiten.

Wachstum und Bilanz von Caterpillar

Der Blick auf die Umsatzentwicklung von klassischen Zyklikern verschreckt viele Investoren meist. Oft ist kaum – oder gar negatives – Wachstum zu erkennen. Doch wichtig ist hier die langfristige Perspektive über den Zyklus hinweg. Schaut man sich die letzten 30 Jahre an, zeigt sich ein durchaus solides Umsatzwachstum von rund 5 % per annum.

Ähnlich sieht es beim operativen Gewinn aus. Stark schwankend, über den Zyklus hinweg verzeichnet das Unternehmen aber leicht steigende Gewinne. Im Jahr 2021 lag die operative Marge bei etwa 13,5 % – das Ergebnis gezielter Kosteneinsparungen und sauberem Wirtschaften. Durch das Service-Geschäft kann Caterpillar auch über den Zyklus hinweg profitabel bleiben. Denn auch wenn keine neuen Maschinen gekauft werden, wollen alte gewartet werden.

Die Bilanz des Unternehmens ist aufgrund der Finanzierungstätigkeiten verzerrt. Im eigentlichen Kerngeschäft, also Entwicklung, Herstellung und Vertrieb der Maschinen ist Caterpillar grundsolide und nicht übermäßig verschuldet.

Das Unternehmen hat eine beeindruckende Historie an Dividendenerhöhungen, ist deshalb auch ein Dividendenaristrokat. Aktuell liegt die Dividendenrendite mit etwa 2 % historisch eher unter dem Durchchnitt. Langfristig plant das Management etwa 30 % des Nettogewinns auszuschütten.

Caterpillar AAQS AlleAktien Qualitätsscore

Im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) erreicht Caterpillar 6 von 10 Punkten. Punktabzüge sind hauptsächlich auf das zyklische Geschäftsmodell zurückzuführen.

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