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Aktie Analyse

Gazprom Aktie Analyse

WKN
903276
Symbol
GAZP.ME
Sektor
Energie
Webseite
Gazprom
Investor Relations
Investor Relations

Gazprom ist einer der größten Erdgas-Exporteure weltweit. Das russische Unternehmen mit Sitz in Sankt Petersburg beschäftigt aktuell über 460 Tsd. Mitarbeiter weltweit und gehört damit zu den größten Arbeitgebern der Welt.

Der Handel der Gazprom Aktie ist außerhalb der russischen Börse aktuell nicht mehr möglich. Wir raten von einem Investment ab!

Bis in das Jahr 1993 war Gazprom ein staatlicher Gasförderer, welcher durch die Regierungsverordnung in eine russische Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Im Jahr 2000 begann Gazprom mit dem Bau der Blue Stream. Die erste Pipeline, welche Erdgas aus Russland exportierte. Im Sommer 2005 sicherte sich der russische Staat mit 51 % die Mehrheit der Aktien am Unternehmen und kann dadurch unmittelbar seine Interessen in der wirtschaftlich expandierenden Gaswirtschaft durchsetzen. Über die Jahre folgten weitere internationale Pipelines nach Asien und Europa und Gazprom wuchs zu einem der größten Gasexporteure heran.

Der aktuelle CEO ist Alexey Miller, welcher seit dem Jahr 2002 im Amt ist. Größter Aktionär ist das Land Russland mit einer Mehrheit von 51 %.

Branchenanalyse

Für Gazprom sind zwei Märkte von Bedeutung. Der Ölmarkt und der Gasmarkt. Hier werden sogenannte Primärenergien genutzt. Der Bedarf an diesen fossilen Energieträgern wird bis 2045 um 28 % wachsen. Da Kohle jedoch immer weniger als Energiequelle genutzt wird, ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Öl und Erdgas noch stärker wachsen wird. Mit Saudi Aramco oder Royal Dutch Shell gibt es auf den ersten Blick namhafte Konkurrenz. Allerdings liegt bei den beiden Konkurrenten der Fokus auf Erdöl, während sich Gazprom auf das Erdgasgeschäft fokussiert.

Wie zukunftssicher ist der Primärenergiemarkt?

Schätzungen zu Folge wird Erdgas von allen Primärenergien wohl am längsten genutzt werden, denn es ist der emissionsärmste fossile Brennstoff ist. Aber auch nach der Energiewende werden fossile Brennstoffe benötigt. Vor allem bei der Stromerzeugung um Spitzenlasten zu kompensieren und als unabhängige Energiequelle wenn die Wetterbedingungen schlecht sind.

Der russische Staat als Risiko für Aktionäre?

Der Energiemarkt ist politisch und Russland hält die Mehrheit der Gazprom Aktien. Gas wurde in Russland schon einmal als politisches Druckmittel verwendet: Im Jahr 2009 gab es in der Ukraine einen Gasstop, um die Unabhängigkeitsbewegung unter Druck zu setzten. Ein Gasstop könnte je nach Land enorme Umsatzeinbußen für Gazprom bedeuten.

Das Geschäftsmodell von Gazprom

Gazprom stellt die komplette Wertschöpfungskette zur Verfügung, um Verbraucher mit Gas, Öl und Strom zu versorgen. Die Kunden werden durch langfristige Verträge an Gazprom gebunden. Das Geschäftsmodell lässt sich in drei Bereiche aufteilen.

Gas Business

Gazprom deckt im Gas Geschäft die komplette Wertschöpfungskette ab. Sie suchen nach neuen Erdgasquellen und fördern es selbst. Hinzu kommt die Lagerung vor Ort und die Verarbeitung. Zum Schluss erfolgt die Verteilung über Gaspipelines oder den Meeresweg per Schiff. Um das Gas per Schiff zu transportieren, wird es in Flüssiggas (LNG) umgewandelt.

Die aktuellen Gasreserven von Gazprom sichern die Nachfrage für die nächsten 100 Jahre.
Knapp 33 % des genutzten Gases in Europa stammt von Gazprom. Deutschland ist dabei mit Abstand größter Abnehmer mit 40 bcm pro Jahr. Bcm (billion cubic meters) ist die Mengeneinheit, in der Öl und Gas üblicherweise von Gazprom verkauft werden. Zusätzlich bedient Gazprom 49 % des asiatischen Marktes. Das ist wichtig zu wissen, denn Asien ist der mit Abstand wachstumsstärkste Abnehmer.

Oil Business

Wie auch im Gas Business deckt Gazprom die komplette Wertschöpfungskette bei der Ölförderung ab. Bestehend aus: Ölsuche und Förderung, Lagerung, Verarbeitung (Kraftstoffherstellung) und Vermarktung.

Powergeneration Business

In diesem Bereich produziert Gazprom Strom und Fernwärme innerhalb Russlands. 13 % des dort genutzten Stroms stammt von Gazprom.

Dividende

Die Dividendenrendite betrug in den letzten Jahren etwa 5,7 % und liegt mit aktuell 4,1 % etwas unter dem historischen Durchschnitt, da sich der Kurs der Aktie innerhalb eines Jahres verdoppelte.