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Aktie Analyse

Johnson Controls Aktie Analyse

WKN
A2AQCA
Symbol
JCI
Sektor
Industrie
Investor Relations
Investor Relations

Bei Johnson Controls handelt es sich um einen internationalen Konzern im Bereich Gebäude- und Industrietechnik. Das beinhaltet unter anderem Produkte wie Wärme- und Kältetechniken für Gebäude oder in Industriegebieten, Brandmelder, Sicherheitssysteme, Gebäudeautomation. Johnson Controls beschäftigt weltweit über 100.000 Mitarbeiter und ist in über 150 Ländern aktiv. Gegründet wurde das Unternehmen in Nordamerika, hat aber mittlerweile den Firmensitz in Cork, Irland.

Geschichte

Der Gründer des Unternehmens, Warren Johnson, war nicht nur Unternehmer, sondern vor allem Erfinder. Die ursprüngliche Gründung von Johnson Controls basiert auf seiner Erfindung eines Vorläufers von dem heute allseits bekannten Thermostat. Er arbeitete drei Jahre an seiner Idee, die dann im Jahr 1883 unter dem Namen „electric tele-thermoscope“ patentiert wurde. Um diese wurde dann im Jahr 1885, in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsmann William Plankinton, die Johnson Electric Service Company geformt. In den nachfolgenden Jahren kamen unter Johnson noch weitere 50 Patente zustande, unter anderem Dampfventile, Druckreduzierventile und Wasserkocher.

Im Laufe der nächsten Jahre wurden unter anderem Installationen im Capitol, an der New Yorker Börse oder im ersten Wolkenkratzer gemacht. 1907 probierte sich das Unternehmen auch in der Autoindustrie, die Produktion von Autos wurde aber später wieder eingestellt. Im Jahr 1927, beim großen Crash, blieben die Umsätze des Unternehmens trotzdem stark, durch einen Auftragsrückstand. Erst nach einigen Jahren merkte das Unternehmen die makroökonomischen Schwierigkeiten, die dann aber nach und nach überwunden wurden. 1964 baute das Unternehmen die erste eigene Produktionsstätte in Europa. 1965 wurd das Unternehmen dann an der New Yorker Börse gelistet. Erst 1974 wurde der Name zum heutigen, Johnson Controls, geändert.

Johnson Controls akquirierte über die Jahre einige Unternehmen und Konkurrenten, eine der wichtigsten Übernahmen war wohl die von Globe-Union im Jahr 1978. Durch besagte Übernahme wurde das Unternehmen weltweit eines der führenden im Bereich der Automobilbatterien. Wenig später stieg das Unternehmen durch eine andere Übernahme in den Bereich Autositze ein.

2016 wurde eine Fusion zwischen Johnson Controls und Tyco International angekündigt und kurze Zeit später abgeschlossen. Tyco International war ein Industrieunternehmen mit dem Fokus auf Sicherheitssysteme. Nach der Fusion wurde der Bereich der Autositze abgespalten und ist seitdem unter dem Namen Adient aktiv und an der Börse gelistet.

Management

Der Geschäftsführer des Unternehmens, George Oliver, ist seit 2017 offiziell im Amt. Davor war er, als COO, für die täglichen Operationen des Unternehmens zuständig. Außerdem überwachte er die Fusion der beiden Unternehmen im Jahr 2016. Vor der Fusion war er Geschäftsführer von Tyco. Bei dem Unternehmen Tyco war er bereits seit 2006 aktiv. Zuvor war Oliver über 20 Jahre bei General Electric angestellt und leitete einen Bereich des Unternehmens. Er hat einen akademischen Abschluss in Maschinenbau.

Mission & Werte

Johnson Controls legt viel Wert auf die Mitarbeiter. Gesundheit und Sicherheit des Teams steht an oberster Stelle. Sie haben ein eigenes Programm bezüglich der genannten Werten entworfen, welches man auf der Website finden kann und an welches sich die Mitarbeiter halten sollen. In dem Programm wird die Wichtigkeit von Dingen wie gewissen Sicherheitsstandards, regelmäßigen Inspektionen und gutem Training betont.

Außerdem soll eine Kultur der Inklusion und Einzigartigkeit unter den Mitarbeitern gefördert werden. Diese Einzigartigkeit soll für Innovation und Kreativität sorgen. Des Weiteren wird auch betont, dass dem Unternehmen Nachhaltigkeit wichtig ist, und dass das Wohl des Kunden dem Unternehmen sehr am Herzen liegt. „Wir gewinnen, wenn unsere Kunden gewinnen“ ist ein Leitspruch des Konzerns.

Geschäftsmodell

Johnson Controls ist zwar ein Unternehmen mit langer Vergangenheit, will sich allerdings nur auf die Zukunft konzentrieren und helfen, diese mit den Produkten und Lösungen zu formen und zu vervollständigen. Sie wollen die Gebäudetechnik auf ein neues Level bringen. Besagte Produkte von Johnson Controls lassen sich in 2 große Kategorien untergliedern. Zum einen HVAC (Heizung, Lüftung, Klimatisierung) und zum anderen Feuerschutz und Sicherheitssysteme als eine Kategorie. Die Umsatzverteilung dieser beiden Bereiche ist relativ ausgeglichen. Johnson Controls verkauft die Produkte nicht nur an die Kunden, sondern installiert diese auch und kümmert sich um Dinge wie Wartung und Verwaltung dieser.

Über den Globus ist Johnson Controls breit diversifiziert. Es werden nur noch knapp über 50% des Umsatzes in den Vereinigten Staaten erwirtschaftet. Die andere Hälfte vor allem in Europa und Asien. Allerdings ist dies nicht der einzige Aspekt, den man zur Diversifikation des Unternehmens herbeiziehen kann. Auch unter den Kundenbranchen ist der Umsatz breit verteilt. Die Kunden des Unternehmens sind in den unterschiedlichsten Bereichen tätig. Von Schulen und Flughäfen, über Industriegebiete, zu Krankenhäusern und Datenzentren, ist alles dabei. Dadurch ist Johnson Controls nicht von einer Branche abhängig. Wenn es einer einzelnen Kundenbranche, wie zum Beispiel öffentliche Gebäude in der Coronapandemie, schlechter geht, können das die anderen Kunden gut abfangen. Es muss also zu gesamtwirtschaftlichen Problemen kommen, damit Johnson Controls größere Umsatzeinbrüche verzeichnet.

Die Umsätze des Unternehmens steigen seit der Fusion 2016 beständig an, mit Ausnahme des Coronajahres 2020. Dort gab es einen kleinen Einbruch von 7% in den Umsätzen, welcher 2021 aber nahezu komplett wieder aufgeholt wurde.