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Aktie Analyse

JPMorgan Chase Aktie Analyse

WKN
850628
Symbol
JPM
Sektor
Finanzen
Investor Relations
Investor Relations

JPMorgan Chase ist die größte börsennotierte Bank in den Vereinigten Staaten und zählt mehr als 63 Millionen US-Haushalte zu ihren Kunden. Die Einkommensströme werden generiert über das Kreditgeschäft, die Vermögensverwaltung und dem Investmentbanking. JP Morgan ist so breit aufgestellt und gut vernetzt wie kaum eine andere und außerdem sind von mehr als 80 % aller S&P500 Konzerne die Hausbank.

Geschichte

1799: Die Manhattan Company, die früheste Vorgängerinstitution von JPMorgan Chase, wird von der Legislative des Staates New York gegründet, um die wachsende Bevölkerung der Stadt mit "reinem und gesundem" Trinkwasser zu versorgen. Eine Bestimmung in der Gründungsurkunde erlaubt es der Manhattan Company, ihr überschüssiges Kapital für Bankgeschäfte zu verwenden. Innerhalb von fünf Monaten nimmt die Bank of The Manhattan Company ihre Tätigkeit auf und wird zur zweiten Geschäftsbank in New York City nach Hamiltons Bank of New York.

1871: Drexel, Morgan & Co. wird gegründet. Pierpont Morgan schließt sich mit dem Bankier Anthony Drexel aus Philadelphia zusammen, um Drexel, Morgan & Co. zu gründen, ein privates Handelsbankhaus in New York City. Pierpont erwirbt sich einen Ruf als führendes Unternehmen im Bereich der Eisenbahninvestitionen, dem größten und dynamischsten amerikanischen Industriezweig in den Jahren nach dem Bürgerkrieg. Das Unternehmen wird im Jahr 1895 in J.P. Morgan & Co. umbenannt.

2000: J.P. Morgan fusioniert mit Chase Manhattan. Das neue Unternehmen trägt den Namen JPMorgan Chase & Co.

2004: Übernahme von Bank One, die sechstgrößte Bank Amerikas für 58 Mrd. USD. Der aktuelle J.P. Morgan CEO Jamie Dimon war zur damaligen Zeit CEO von Bank One und kam so zu J.P. Morgan.

2008: JPMorgan Chase & Co. erwirbt Bear Stearns und Washington Mutual. Der Zusammenbruch der Immobilien- und Hypothekenmärkte führt zu einer schweren weltweiten Finanzkrise, der schlimmsten seit der Großen Depression in den 1930er Jahren. JPMorgan Chase trägt zur Stabilisierung der Märkte bei, indem es die insolvente Investmentfirma Bear Stearns Companies Inc. und die in Seattle ansässige Spar- und Darlehensgesellschaft Washington Mutual erwirbt.

Heute ist J.P. Morgan die wertvollste Bank der Welt, gemessen am Börsenwert, in welcher mittlerweile mehrere Banken und mehrere hunderte Jahre Geschichte stecken. In Bezug auf die verwalteten Vermögenswerte sind sie die größte US-Bank und viertgrößte Bank der Welt.

Mission

JPMorgan Chase hat sich das Ziel gesetzt, das beste Finanzunternehmen der Welt zu sein. Diese Mission steckt im Unternehmen schon seit mehreren hunderten Jahren, so war es auch damals schon das Ziel von John Pierpont Morgan, ein hoch respektiertes und einflussreiche Bankenhaus zu sein.

JPMorgan Chase möchte die Bank mit den besten Mitarbeitern, Produkten und Leistung sein und sich nicht auf lokale Märkte beschränken, sondern weltweit agieren. Die Kunden und deren Probleme stehen dabei im Fokus.

Management

Jamie Dimon ist Geschäftsführer von J.P. Morgan und hält 0,28 % der Aktien.
Er hat Psychologie und Wirtschaft an der Tufts University studiert und besuchte im Anschluss die Harvard Business School und absolvierte dort seinen MBA.

Seine berufliche Karriere startet bei American Express, bis er dann mit einer Kollegin gemeinsam die Commercial Credit, ein Unternehmen im Bereich Verbraucherfinanzierung übernimmt. Dort agierte er als CFO.
Nach etlichen Fusionen geht aus dieser Firma, die heutige Citigroup hervor, welche er im Jahr 1998 verlässt. Zwei Jahre später beginnt er als CEO von Bank ONE bis diese im Jahr 2004 von J.P. Morgan übernommen wird. Dort agierte er dann als COO und wurde bereits im Jahr 2005 zum CEO ernannt.

Branche

JPMorgan Chase verdient Umsätze mit verschiedenen Dienstleistungen. Hierbei ist es wichtig zu unterscheiden, ob diese Einkommensströme von den Zinsen abhängig sind oder nicht.

  • Zinseinkommen: Das Zinseinkommen wird durch das Kreditgeschäft bestimmt, also das Vergeben von Krediten aller Art.
  • Nicht-Zinseinkommen: Das Nicht-Zinseinkommen umfasst alle anderen Erträge. Wichtige Einnahmequellen sind zum Beispiel das Corporate & Investmentbanking und das Asset & Wealth Management.

JPMorgan Chase besitzt drei verschiedene Haupteinnahmequellen:
Das Kreditgeschäft, Investmentbanking und die Vermögensverwaltung

  1. Das Kreditgeschäft wächst mit 5,5 %, hierbei werden Kunden aus allen Schichten bedient, egal ob kleiner Privatkunde oder Großkonzern.
  2. Die wichtigsten Bereiche des Investmentbankings befassen sich mit der Eigenkapital- und Fremdkapitalbeschaffung. Die Eigenkapitalbeschaffung erfolgt häufig über einen IPO, welches ein sehr lukratives Geschäft ist und seit den letzten Jahren boomt. Ein weiterer Bereich im Investmentbanking sind die Unternehmensübernahmen und Fusionen.
  3. Der letzte und kleinste Bereich ist das Asset & Wealth Management, mit einem Wachstum von 6,9 % pro Jahr. Treiber des Wachstums sind Kapitalzuflüsse und Renditen.
    Beim Asset Management geht es darum, Gelder von institutionellen Großinvestoren, Regierungen und vermögenden Großkunden zu verwalten. Beim Wealth Management hingegen werden neben der Verwaltung des investierbaren Kapitals auch alle anderen Faktoren des „Wohlstands“ berücksichtigt. Es steht also nicht das Kapital („Asset“), sondern die Person und deren Vermögen („Wealth“) im Vordergrund.

Geschäftsmodell

JPMorgan Chase teilt die Geschäftssegmente in Consumer & Community Banking, Corporate & Investment Banking, Asset & Wealth Management sowie in das Commercial Banking ein.

Die Ertragsquellen teilen sich gut zwischen zinsabhängige und zinsunabhängige Einkünfte auf.

Im Bereich des Consumer & Community Banking werden 41 % ihrer Umsätze generiert. Darunter fällt das typische Privatkundengeschäft einer Bank und Einnahmen sind hier beispielsweise Zinsen für Immobilienfinanzierungen, Konsumkredite sowie Autokredite, Kontoführungsgebühren oder auch Gebühren für die Nutzung der Geldautomaten und noch einige mehr.
Die Einlagen sind immer kostenlos, Ziel ist es das organische Wachstum voranzutreiben.

Das Investmentbanking erzielt 40 % vom Umsatz. Die Tätigkeiten im Investmentbanking sind sehr vielfältig. Im Wesentlichen verdient J.P. Morgan Geld damit, indem sie Unternehmen unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen. Ohne das entsprechende Kapital ist dies jedoch nicht möglich. Morgan Chase ist marktübergreifend sowohl im Eigenkapital- als auch im Fremdkapitalgeschäft die erfolgreichste Investmentbank der Welt mit einem Marktanteil von 12 %. Besonders profitabel sind die Börsengänge, welche sie begleiten. Eine weitere Aktivität ist hier das „finanzialiseren“ von Risiken in Form eines derivativen Wertpapiers, welches gehandelt werden kann, um sich beispielsweise als Goldminenbetreiber vom Goldpreis absichern zu können.

Das Asset & Wealth Management trägt 12 % zu den Umsätzen bei. J.P. Morgan verlangt, erfolgsunabhängig, 0 bis 3 % vom verwalteten Vermögens als Management-Gebühr.

Der letzte Bereich ist das Commercial Banking, bei welchem J.P. Morgan einen Umsatz zwischen 20 und 500 Mio. USD erreicht. Es werden die verschiedensten Bank-Dienstleistungen angeboten, die eine Firma beim Wachsen oder einer Umstrukturierung benötigt. Unternehmen werden auch steuerlich beraten sowie Unternehmens-Kredite vergeben. Ein bedeutsamer Teil sind auch Immobilienkredite.

Kennzahlen

Der AlleAktien Qualitätsscore kann für Finanzwerte nicht ermittelt werden.
Banken weisen eine sogenannte „Bankenbilanz“ aus, bei der ein anderes Bewertungsverfahren notwendig ist. Das Geld in ihrer Bilanz gehört in der Regel auch nicht der Bank, sondern sind Kundeneinlagen oder Kredite.
J.P. Morgan hat es dennoch geschafft, den Umsatz in den letzten Jahren stärker zu steigern als den Umsatz. Der Gewinn ist in Folge der Covid-19 Pandemie dank sinkender Kreditnachfrage zurückgegangen.

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