Skip to content
Aktie Analyse

Mettler-Toledo Aktie Analyse

WKN
910553
Symbol
MTD
Sektor
Gesundheit
Investor Relations
Investor Relations

Mettler Toledo ist ein US-amerikanischer Konzern mit Standorten in Nordamerika, Europa, und Asien. Das Unternehmen ist auf Präzisionswagen für den professionellen Gebrauch spezialisiert, die unter anderem in der Pharmaindustrie und der Lebensmittelindustrie Anwendung finden. Seit 1997 ist Mettler-Toledo an der New York Stock Exchange gelistet.

Geschichte

1945: Gründung. Die Geschichte des Unternehmens beginnt in der Schweiz. Der Ingenieur Erhard Mettler gründet das Feinmechanikunternehmen Mettler Instrumente. Das erste Produkt ist eine einschalige Waage für die Massenproduktion. Diese findet besonders in Laboren Anwendung und ersetzt die damals gebräuchlichen zweischaligen Waagen.

1957: Deutschland. Mettler expandiert mit der Übernahme der Waagen-Firma Spoerhase in den deutschen Markt. Bis heute hat das Unternehmen in Gießen ein Vertriebszentrum für seine Produkte.

1973: Elektrifizierung. Die erste vollelektrische Waage, die PT1200, wird von Mettler auf den Markt gebracht. Sie erhält die Zulassung für die höchste Genauigkeitsklasse. Neben Waagen werden in dieser Zeit auch eine Reihe neuer Geräte, unter anderem Titrierautomaten oder Thermoanalyse-Geräte, entwickelt.

1980er: Retail. Der Konzern baut sich ein drittes Standbein auf, indem man in den Einzelhandel expandiert und Verkaufswaagen verkauft. Zu Beginn des Jahrzehnts wechselt das Unternehmen zudem den Besitzer. Mettler verkauft alle seine Anteile an das Unternehmen Ciba-Geigy.

1989: Wendepunkt. Mettler übernimmt die US-amerikanische Toledo Scale Corporation. Diese stellt Industriewaagen her. Das neue Unternehmen Mettler-Toledo entsteht. Auch wenn der Hauptsitz in der Schweiz bleibt, ist das Unternehmen ab diesem Zeitpunkt in den USA ansässig.

1990-1997: IPO. Vor dem Börsengang verkauft Ciba-Geigy aus strategischen Gründen an die Investorengruppe AEA Investors. Diese bringt Mettler-Toledo im November des Folgejahres an die Börse. Seitdem ist das Unternehmen an der New York Stock Exchange handelbar.

2001: Flüssigkeiten. Mettler-Toledo übernimmt Rainin Instrument und erschließt sich damit ein neues Segment. Rainin ist ein Hersteller von Laborutensilien für den Umgang mit Flüssigkeiten. Dabei handelt es sich primär um verschiedene Pipetten.

2001-2022: Digitalisierung. Der Konzern konzentriert sich auf die Modernisierung und Digitalisierung seiner Produktpalette, um die Vernetzung seiner Geräte mit Produktionsketten und Laborsystemen zu ermöglichen. Damit einher geht eine Expansion in den Fähigkeiten zur Datenanalyse und Kontrolle von Produktionsabläufen. Heute zählt der Konzern über 17.000 Angestellte und agiert auf vier Kontinenten über den Globus verteilt. Ungefähr die Hälfte der Mitarbeiter arbeiten im Verkauf.

Geschäftsmodell

Das Unternehmen Mettler-Toledo bietet dutzende verschiedener Produkte an, die global vertrieben werden. Die Waagen und Messgeräte richten sich an Industrie, Forschung und Einzelhandel.

Regional sind die Umsätze sehr gut gestreut:

1. Europa: 29 % der Umsätze

2. Nord- und Südamerika: 38 % der Umsätze

3. Asien: 33 % der Umsätze.

Die einzelnen Regionen sind damit fast gleichwertig für das Unternehmen und die Zahlen verdeutlichen zudem, wie etabliert das Unternehmen ist. Dank der langfristigen Erfahrung konnte man auch über Europa hinaus die Marktpräsenz ausbauen. Dennoch müssen zwei Länder als Kernmärkte für das Unternehmen hervorgehoben werden: China und die USA. In diesen Ländern erwirtschaftet das Unternehmen 50 % seiner Gesamtgewinne.

Die Umsätze verteilen sich eher ungleichmäßig zwischen den Geschäftsfeldern:

1. Geräte für Forschung und Entwicklung: 56 % der Umsätze

Primär handelt es sich dabei um extrem präzise Wagen, die beispielsweise bei der Entwicklung von Medikamenten unerlässlich sind. Die Geräte kommen in verschiedensten Forschungsrichtungen zum Einsatz. Hinzu komme Pipetten, eines der grundlegendsten Instrumente der Forschung, und verschiedene Geräte zur Thermoanalyse. Letztere finden besonders in der Materialforschung mit neuen Verbundstoffen Anwendung.

Alle Geräte sind in diversen Ausführungen und Größen für die Forschung in kleinsten wie auch großen Maßstäben erwerblich.

2. Industrie: 38,9 % der Umsätze

Auch hier sind das Kernprodukt verschiedenste Waagen, diese finden jedoch in der Industrie andere Anwendungen. Sie können Teil der Qualitätskontrolle sein oder genutzt werden, um bestimmten Mengen von kleinen Gegenständen abzupacken oder Flüssigkeitsstände zu kontrollieren. Zu den Waagen entwickelt der Konzern auch die entsprechenden Softwaresysteme, die die einzelnen Geräte vernetzten. Dadurch können Produktionsprozesse leichter überwacht werden. Für Qualitätskontrollen sind auch weitere Geräte zur chemischen Analyse bedeutend, die Mettler-Toledo ebenfalls produziert.

3. Distribution von Nahrungsmitteln: 5,1 % der Umsätze

Die Wiege- und Messsysteme in dieser Kategorie sind für den Einzelhandel vorgesehen. Integrierte Kassenwagen erleichtern die Abfertigung von Kunden und sorgen mit schneller Preisermittlung für reibungslose Abläufe.

Diese Auflistung zeigt, dass Mettler-Toledo in erster Linie ein Gerätehersteller ist. Dennoch ergeben sich 20 % des Umsatzes mittlerweile aus dem Verkauf von Dienstleistungen, die die Geräte begleiten. Dies zeigt, dass das Unternehmen auch längerfristig von einmaligen Käufen profitieren kann.

Branche

Die Produktion von Messgeräten für die angewandte Forschung erfordert ein hohes Maß an Expertise und Entwicklung. Daher hat Mettler-Toledo mit seiner langjährigen Erfahrung einen soliden Burggraben aufzuweisen, der zusätzlich durch seine gute Marktstellung in den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt verstärkt wird. Es gibt zwar eine Reihe an ähnlichen Unternehmen in der Branche für Messgeräte, diese sind jedoch unterschiedlich spezialisiert, sodass keine direkte Konkurrenz besteht.

Mit einem aktuellen AlleAktien Qualitätsscore von 9/10 Punkten handelt es sich bei Mettler-Toledo auch fundamental betrachtet um ein sehr solides Unternehmen.