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Aktie Analyse

MGM Resorts International Aktie Analyse

WKN
880883
Symbol
MGM
Sektor
zyklischer Konsum
Investor Relations
Investor Relations

MGM Resorts International ist ein US-amerikanisches Unternehmen aus dem Gastgewerbe. Es ist Betreiber verschiedener Hotels, Kasinos und Resorts. Die Präsenz konzentriert sich besonders auf Las Vegas, wo über ein halbes Dutzend Hotels mit integrierten Kasinos betrieben werden. Das Unternehmen ist Teil des S&P 500 und an der New York Stock Exchange gelistet.

Geschichte

1986: Gründung. Das Unternehmen nimmt seine Aktivitäten als Grand Name Co. auf. Im Folgejahr wird der Name zu MGM Grand geändert. Der Name geht zurück auf den Mehrheitsaktionär und Investor Kirk Kerkorian, der zu diesem Zeitpunkt das Metro-Goldwyn-Mayer Filmstudio besitzt. Kerkorian hatte bereits mehrere erfolgreiche Hotels mit integrierten Kasinos aufgebaut und will nach deren Verkauf unter dem Markennamen ein neues Unternehmen starten.
Mit MGM Grand Air wird zunächst eine Luxus-Fluggesellschaft aufgebaut. Sie bietet ab 1987 Flüge zwischen New York und Las Vegas an. Die Übernahme der in Schieflage geratenen Pan American Fluggesellschaft scheitert.

1988: Glücksspiel. Im Februar werden die ersten beiden Kasinos, das Desert Inn und das Sands für 167 Millionen US-Dollar von der Summa Corporation übernommen.

1989-1993: Themenparks. MGM Resorts möchte mit einer eigenen Immobilienentwicklung eine neue Attraktion in Las Vegas schaffen. Man entscheidet sich dafür, ein bereits bestehendes Hotel mit Kasino zu erweitern. Die ersten zwei erworbenen Kasinos werden verkauft, um sich vollständig auf das neue Projekt zu konzentrieren. 1991 beginnt man mit den Bauarbeiten an den zwei Komplexen, dem MGM Grand Las Vegas und dem MGM Grand Adventures Themenpark. Nach zwei Jahren und einer investierten Summe von einer Milliarde US-Dollar eröffnen die zwei Hotelanlagen schließlich. 2002 müssen sie jedoch aufgrund mangelnden Interesses permanent schließen.

1994-1997: New York. Gegenüber den gerade erst fertiggestellten Projekten beginnt der Konzern mit einem weiteren Hotelresort. Das New York-New York wird als Joint Venture mit Primadonna Resorts innerhalb von drei Jahren fertiggestellt und bildet die New Yorker Skyline nach.
Parallel expandiert das Unternehmen nach Australien und eröffnet dort das MGM Grand Darwin, um die High-Roller Asiens, besonders wohlhabende Spieler, anzuziehen. In Südafrika und auch innerhalb der USA selbst werden insgesamt 5 neue Projekte eröffnet.

1999-2000: Übernahmen. Der Geschäftspartner für das New York-New York, Primadonna Resorts, wird für 276 Millionen US-Dollar in Anteilen gekauft. Zudem werden die Schulden des Konzerns in Höhe von 336 Millionen US-Dollar übernommen.
Im Folgejahr macht der Konzern ein Kaufangebot an Mirage Resorts. Der Gründer Steve Wynn wehrt sich gegen die Übernahme, gibt jedoch schließlich nach und stimmt der Transaktion im Wert von 6,4 Milliarden US-Dollar zu. Das Unternehmen benennt sich darauf hin hinaus in MGM Mirage um.

2001: England. Nach einer Aufweichung der Regelungen für den britischen Markt investiert MGM massiv. Es gründet eine Plattform für Onlineglücksspiel in England und baut über ein halbes Dutzend neuer Kasinos in den Metropolregionen der Insel. Diese bieten auch Sportwetten an, ein neues Segment für den Konzern.

2007-2009: International. Das Unternehmen geht mehrere Partnerschaften mit lokalen Unternehmen ein, um sowohl in Dubai als auch neue Projekte zu entwickeln. Diese Märkte sind profitabler, die Investitionen zwingen MGM Resorts jedoch zum Verkauf einiger Hotels und zur Aufnahme neuer Schulden.

2016: REIT. Das Unternehmen bringt zehn seiner Immobilien über einen REIT an die Börse. Die Anlagen werden an MGM zurückvermietet und durch dieses betrieben. Der IPO bringt über eine Milliarde US-Dollar ein.

2020: Pandemie. Die Ausgangsbeschränkungen in den USA senken die Nachfrage so stark, dass ein Viertel der 68.000 Beschäftigten entlassen werden müssen.

Geschäftsmodell

Im Kern ist MGM Resorts International ein Kasino- und Hotelbetreiber. Das Geschäft umfasst jedoch auch zwei weitere Segmente:

1. Kasinos:

Die Glücksspielhallen sind in der Regel an Hotels angeschlossen. Der Hauptfokus liegt auf Las Vegas, in den USA und China. Innerhalb der USA sind die Regulierungen und die Besteuerung von Glücksspiel auf Ebene der Bundesstaaten festgelegt, was die Operationen erschwert. Die Profitabilität der amerikanischen Anlagen ist zudem strategisch ein geringerer Fokus. Bedeutend für das Unternehmen ist der chinesische Markt. Der Wohlstandanstieg führt zu einer massiv gesteigerten Nachfrage nach Glücksspiel. Die dortigen Projekte sind jedoch nicht vollständig im Besitz von MGM Resorts.

2. Gastgewerbe:

Neben den an die Kasinos angeschlossenen Hotels und Freizeitaktivitäten betreibt der Konzern auch mehrere Golfplätze und Sporteinrichtungen in den USA. Dazu befindet sich das Unternehmen auch in verschiedenen Partnerschaften mit US-amerikanischen Sportvereinen.

3. BetMGM:

Diese Tochtergesellschaft wurde 2018 nach der Aufhebung des Verbots von Sportwetten in den USA durch den Supreme Court gegründet. Das Unternehmen ist ein Joint Venture mit dem britischen Konzern GVC Holdings und hat sein Angebot primär über eine Partnerschaft mit der Restaurantkette Buffalo Wild Wings zur Gründung neuer Sportbars realisiert.

Seit 2020 hat das Unternehmen Verträge mit mehreren NFL-Teams, die ihm die exklusiven Rechte für Sportwetten an ihren Spielen erteilen. Auch in der NBA und NHL bestehen Partnerschaften.

4. MGM International Aviation:

Die Flotte des Unternehmens umfasst sechs kleine Flugzeuge, welche Teil des Angebots in den Resorts für besonders wohlhabende Kunden sind.

Die USA machen 81,6 5 der Umsätze für das Unternehmen aus. China trägt 12,7 % bei, während auf alle anderen Regionen nur 5,7 % der Gesamtumsätze entfallen.
Von den amerikanischen Umsätzen entfallen 43,5 % auf den Las Vegas Strip, was die immense Bedeutung dieses einen Standortes zeigt.

Branche

Das Gastgewerbe musste sich aufgrund der Pandemie auf große Verluste einstellen. Die lange anhaltenden Schließungen und die wirtschaftlichen Probleme haben Reisen, Urlaube und Glücksspiel wesentlich unattraktiver gemacht. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2020 einen Verlust von knapp 2,5 Milliarden US-Dollar verzeichnen müssen.

Dennoch ist der Konzern im Jahr 2021 wieder zur Profitabilität zurückgekehrt.