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Aktie Analyse

SoftBank Aktie Analyse

WKN
891624
Symbol
SFTBY
Sektor
Kommunikation
Webseite
SoftBank
Investor Relations
Investor Relations

Softbank ist eine japanische Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in Tokio. Das Unternehmen investiert in technologie Start-ups und hat das Ziel, das Leben der Menschen zu vereinfachen und diese glücklicher zu machen.

Softbank wurde 1981 von Mayoshi Son für den Verkauf von Softwarelizenzen gegründet. Hinzu kamen Software-Magazine, welche über die neueste Software berichten sollten. Der Name entstand als Kofferwort aus Software und Bank. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich SoftBank zu einem der wichtigsten Medienhäuser Japans. 1994 entschied man sich dazu, SoftBank an die Börse zu bringen. Im Jahr 2000 erfolgte dann das wohl wichtigste Investment in der Geschichte SoftBanks. Mayoshi Son beteiligte sich für 20 Mio. an Alibaba. Bereits nach dem IPO ergab sich dadurch eine Rendite von über 3000 %. Heute macht das Investment etwa 46 % der gesamten Investmentposition aus.
Mit knapp 200 Mrd. USD ist SoftBank eines der am besten finanzierten Unternehmen der Welt. Das Geld stammt zu 50 % aus Eigenkapital (Aktionäre wie wir, Großinvestoren und institutionelle Investoren) und zu 50 % aus Fremdkapital (besonders langfristige Kredite von Banken).

CEO ist nach wie vor der Gründer Mayoshi Son. Er hält 21 % der Aktien. Weitere 19 % werden von den Großbanken JP Morgan und Trust Bank gehalten.

Branchenanalyse

Da Investment Gesellschaften nicht von einer Branche abhängig sind, ist eine Branchenanalyse hier nicht wirklich zielführend. Der Umsatz der Softbank Group wird vor allem in der Telekommunikationsbranche erzielt (durch die SoftBank Corp.). Dieser Markt ist mittlerweile gesättigt, erzielt allerdings konstante Cashflows. Perfekt für SoftBank, welche diese Gewinne nutzt um weiter in die Vision Funds zu investieren. Diese fokussieren sich stark auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

Geschäftsmodell

Die SoftBank Group hat mit SoftBank Corp und Brightstar zwei etablierte Cashcows im Telekommunikationssektor, die kontinuierlich Gewinne abwerfen. Diese Gewinne werden dann in Start-ups investiert. Die einzelnen Start-ups selbst werfen im Vergleich kaum Gewinne ab, die an die Holding überführt werden könnten. Wichtig: Hier geht es um die Umsätze der SoftBank Group — nicht um die Umsätze der Start-ups und Beteiligungen (etwa Alibaba, Auto1, UBER). Umsätze auf Konzernebene entstehen erst, wenn die Beteiligungen eine Dividende an ihren Investor (SoftBank Group) zahlen.

Softbank Vision Funds

Die Vision Funds sind der deutlich spannendere Teil der SoftBank Group.
Hier investieren sie in Start-ups, welche ihr Geschäftsmodell bereits auf dem Markt bewiesen haben: Es gibt eine hohe Nachfrage und Kunden lieben das Produkt. Oft sind diese Unternehmen zwar noch unprofitabel, wachsen aber um mehrere hundert Prozent pro Jahr (Umsatz). SoftBank steigt erst relativ spät ein und investiert dann mindestens 100 Mio. USD. Ziel ist es, etwa 30 % des Unternehmens zu besitzen. Oft investiert SoftBank nur wenige Jahre oder Monate vor dem Börsengang, wie das auch bei Auto1 der Fall war. Die Unternehmensbewertung erhöht sich historisch gesehen oft drastisch, wenn eine Firma öffentlich gelistet ist, weil dann die Nachfrage nach der Aktie durch Millionen von Privatanlegern und globalen institutionellen Investoren rapide ansteigt. Zum börsennotierten Sekundärmarkt hat jeder Zugriff und es ist einfach, jederzeit Aktien zu kaufen. Das macht es für SoftBank beinahe zur „risikolosen Arbitrage“, nur kurz vor einem Börsengang nochmal kräftig zu investieren.

Nach einem Investment in ein Start-up bleibt es zu 100 % unabhängig. Damit unterscheidet sich SoftBank von vielem anderen Investment oder Holdinggesellschaften. Häufig wird ein Unternehmen nach der Übernahme komplett umstrukturiert, um Kosten zu sparen und die Effektivität zu erhöhen. Bei SoftBank soll der Gründergeist jedoch erhalten bleiben.
Mayoshi Son investiert ausschließlich in die beste Firma des jeweiligen Segments. Alibaba ist zum Beispiel das #1 E-Commerce Unternehmen weltweit.

Die Investments erfolgen durch einen der Softbank Vision Funds. Kurz SVF.

Vision Fund 1

Der SVF1 wurde 2017 gestartet und hat bisher in 92 Start-ups investiert. Aus 15,7 Mrd. USD wurden bereits 60,4 Mrd. USD der börsennotierten Firmen, was ca. 39 % Rendite pro Jahr entspricht. Weitere 80 Mrd. USD sind in noch private Start-ups investiert.

Vision Fund 2

Der SVF2 wurde 2019 gestartet, hat 108 Mrd. USD eingesammelt und bereits in 95 Firmen investiert. Bisher hat er 119 % Rendite pro Jahr gemacht. Über die Jahre wird sich die Rendite allerdings höchst wahrscheinlich der des Vision Fund 2 anpassen.

Dividende

Zwar schüttet SoftBank eine Dividende aus, jedoch fällt diese äußerst gering aus. Stattdessen wurden in den letzten 6 Jahren jährlich 5 % der Aktien zurückgekauft, da das Unternehmen die eigene Aktie für unterbewertet hält.

Vom Ergebnis des AlleAktien Qualitätsscores sollte man sich nicht täuschen lassen. Die Softbank Group ist eine Investmentgesellschaft. Umsätze und Gewinne schwanken enorm durch Käufe und Verkäufe innerhalb der Vision Funds. Also wie bewertet man am besten ein solches Unternehmen? Finde es in der ausführlichen Premium Analyse heraus.

Softbank AAQS AlleAktien Qualitätsscore


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