Leveraged Buyout

Ein Leveraged Buyout ist die Übernahme eines anderen Unternehmens unter Verwendung von erheblichen Schulden. Wenn existierende Manager die eigene Firma mit Schulden aufkaufen wollen, nennt man dies auch ein Management Buyout.

Es wird also generell darauf gewettet, dass die Unternehmensrendite höher ist als die Zinszahlungen der Schulden. Ist dies der Fall, dann kann ein Leveraged Buyout hoch profitabel sein.

Üblicherweise wird die Firma und die Vermögensgegenstände der Firma (Land, Maschinen, Software, …) bei der Bank als Sicherheit hinterlegt, um an bessere (niedrigere) Zinskonditionen zu gelangen. Nur durch Leveraged Buyouts ist es den Firmen möglich, enorme Übernahmen mit wenig Eigenkapital zu stemmen.

 

Die Details

In aller Regel werden zur Übernahme 10 % Eigenkapital und 90 % Fremdkapital verwendet. Dies entspricht einem „Leverage“ oder „Faktor“ von 10 (Berechnet als: Gesamtkapital / Eigenkapital). Da so der Hebel (der „Faktor“) sehr hoch ist, werden die emittierten Anleihen häufig als „Junk Bonds“  (Ramschpapiere) eingestuft.

Hin und wieder sind LBOs auch feindlich, das heisst ohne die Zustimmung der bisherigen Aktionäre und Manager. Unter diesem Gesichtspunkt ist es besonders ironisch, dass die „Angreifer“ die Vermögenswerte des Unternehmens als Sicherheit bei der Bank hinterlegen.

 

Die 3 häufigsten Anwendungsfälle

  1. Eine öffentliche Firma privat nehmen
  2. Spin-Off und Verkauf eines besonderen wertvollen Teils des Unternehmens
  3. Übertragung von Eigentum zwischen Unternehmern, Investoren, und Managern

In jedem Fall verlangt die Bank meist eine Vielzahl an Sicherheiten und dass das Unternehmen bereits profitabel und wachsend ist, oder dies in wenigen Monaten zu erwarten ist.

 

 

 

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