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AlleAktien Future Multiple Valuation — Wie man schnell und mit hoher Genauigkeit ermittelt, ob eine Aktie kaufenswert ist oder nicht

Die Bewertung einer Aktie ist der wichtigste Schritt in einer Aktienanalyse. Erst in diesem Schritt erfährt man, ob die Aktie kaufenswert ist oder nicht. Es gibt viele Modelle mit individuellen Stärken und Schwächen. Wir haben deshalb ein eigenes Modell entwickelt: Das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell. Das AlleAktien FMV-Modell ist ein einfaches Modell zur Bewertung von Unternehmen. Es kann schnell und sehr genau für jede Aktie genutzt werden. Erfahre in diesem Artikel, wie das AlleAktien FMV-Modell funktioniert und welche Bewertung die beliebtesten Aktien, basierend auf diesem Modell, erhalten.

Das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell macht die Bewertung aller Unternehmen möglich

  • Der wichtigste Teil jeder Analyse. Die Bewertung ist der Schritt in der Aktienanalyse, der einem verrät, ob das Unternehmen kaufenswert ist oder nicht. Deshalb muss die Bewertung immer sehr fundiert sein. Es gibt viele Modelle, die auf verschiedene Weisen funktionieren. Ich erkläre dir die Modelle und zeige, was die jeweiligen Stärken und Schwächen sind.

  • Flexible Methode. Das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell ist eine flexible Methode. Man kann praktisch jede Aktie mit dem AlleAktien FMV-Modell bewerten. Die Ergebnisse werden mathematisch ermittelt und berücksichtigen auch Sondersituationen wie eine höhere Bewertung im Vergleich zur Konkurrenz.

  • Bewertung der 5 beliebtesten Dividendenaktien. Wir haben das AlleAktien FMV-Modell auf die fünf beliebtesten Aktien in der Gruppe Dividendenstrategie losgelassen: Microsoft, Johnson & Johnson, Apple, Unilever, Visa. Das Modell gibt einen interessanten Einblick in die Renditeerwartung der Aktien. Downloade das Modell und fülle es mit deinen eigenen Annahmen.

  • Bewertung der 5 beliebtesten Aktien auf AlleAktien. Viele unserer analysierten Aktien sind seit der letzten Analyse stark gestiegen. Ich habe fünf unserer beliebtesten Aktien neubewertet: Amazon, Adobe, Netflix, Square, The Trade Desk. Lies dir jetzt durch, welche Aktien beim aktuellen Niveau kaufenswert sind und bei welchen Aktien man lieber in Wartehaltung geht.

AlleAktien FMV-Modell

Vorstellung und Kurzüberblick

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Wie bewertet man ein Unternehmen?

Die Arten, ein Unternehmen zu bewerten

Das Ziel bei einer Aktienanalyse ist, das Unternehmen auf verschiedene Aspekte zu untersuchen: Geschäftsmodell, Branche, Zukunftstrends, Umsatz- und Gewinnentwicklung, Risiken und natürlich die Bewertung: Ist die Aktie zum aktuellen Preis kaufenswert oder nicht?

Es gibt dabei mehrere Methoden, um Aktien zu bewerten. Ich stelle dir grob die wichtigsten vor:

  1. Substanzwertverfahren
  2. Bewertung anhand des historischen Durchschnitts
  3. Discounted Cashflow-Methode
  4. Vergleich mit der Konkurrenz
  5. Sum of the Parts-Methode

Das Substanzwertverfahren

Das Substanzwertverfahren ist eines der ältesten Modelle zur Bewertung von Unternehmen. Die grundlegende Annahme ist, dass man die Bilanzwerte des Unternehmens zum aktuellen Zeitpunkt betrachtet und Annahmen trifft, wie viel diese beim direkten Verkauf wert sind. Oft spiegelt die Bilanz nämlich nicht die realen Werte von Gegenständen wider, sondern nur einen buchhalterischen Wert.

Diese Bewertungsmethode war vor allem zu den Zeiten von Warren Buffetts Lehrer Benjamin Graham beliebt. Damals gab es sehr viele kleine Unternehmen an der Börse, die große Bilanzschätze hatten. Graham kaufte Aktien solcher Unternehmen und löste das Unternehmen auf. Der Schatz konnte geborgen und eine direkte Rendite erwirtschaftet werden. Die größte Gefahr ist, dass man die Bilanzwerte falsch abgeschätzt hat und das Unternehmen diese nicht schöpfen kann.

Heute wird diese Methode allerdings kaum noch verwendet, denn der Stellenwert von Marken, Kundenbeziehungen und geistigem Eigentum ist erheblich gestiegen. Dadurch werden Unternehmen höher bewertet als mit der Summe der Buchwerte.

Die Bewertung anhand des historischen Durchschnitts

Die Bewertung anhand des historischen Durchschnitts ist eines der einfachsten Verfahren, um Aktien zu bewerten. Die Annahme ist, dass ein Unternehmen einen historischen Mittelwert hat, um den die Bewertung langfristig pendelt. Ist die Bewertung niedriger als der historische Durchschnitt, dann ist das Unternehmen kaufenswert. Ist sie höher, dann ist die Aktie nicht mehr kaufenswert. Die Methode eignet sich besonders für Unternehmen, die konstant wachsen. Wenn das Unternehmen ein Zykliker ist, dann schwanken die Gewinne sehr stark. Die Bewertung kann günstig aussehen, aber im nächsten Jahr hinfällig sein, weil der Gewinn abfällt. Für stark wachsende Unternehmen eignet sich die Bewertung bedingt, da bei vielen Unternehmen oft noch nicht die volle Profitabilität erreicht ist.

▲ Die Bewertung anhand des historischen Durchschnitts eignet sich besonders gut, um Slow Grower und Average Grower nach Peter Lynch zu bewerten. Ist die Bewertung niedrig, dann kann es sich aktuell um einen sehr guten Einstiegspunkt handeln.

Die Discounted Cashflow-Methode

Die Discounted Cashflow-Methode (DCF) ist eines der gängigsten Modelle in der Finanzwelt. Die Idee hinter dem Modell ist, dass einem Aktionär alle Unternehmensgewinne der Zukunft zustehen. Deshalb ist ein Unternehmen heute so viel wert wie die Gewinne, die es in Zukunft erwirtschaften wird. Allerdings ist 1 Mrd. EUR Gewinn in 2020 deutlich mehr wert als 1 Mrd. EUR Gewinn in 2030 — denn man hat die 1 Mrd. EUR direkt zur Verfügung.

Die Wartezeit wird deshalb im Modell mit einem sogenannten Diskontierungsfaktor berücksichtigt. Der Diskontierungsfaktor ist die durchschnittliche Renditeerwartung der Aktionäre und Fremdkapitalgeber.

Der Vorteil der DCF-Methode ist, dass das Verfahren eine mathematisch korrekte Methode ist. Deshalb ist es immer ein Bestandteil unserer Aktienanalysen. Es ist aber auch eine komplexe Methode. Viele Annahmen müssen getroffen werden: Wachstumsraten, Margen, Verschuldung, Zinssatz, Steuersatz, Diskontierungsfaktor… Eine geänderte Annahme kann die Renditeerwartung der Aktie vollständig ändern.

▲ Im DCF-Modell kann man sehr ausführlich berechnen, wie viel ein Unternehmen heute maximal wert sein darf, basierend auf verschiedenen Renditeerwartungen.

Vergleich mit der Konkurrenz

Ähnlich wie die Bewertung mit dem historischen Durchschnitt, kann man ein Unternehmen auch mit der Konkurrenz vergleichen. Investoren haben die Wahl zwischen verschiedenen Aktien eines Sektors: Nike oder Adidas, Visa oder Mastercard, Nestlé oder Unilever, McDonald’s oder Starbucks.

Ähnliche Unternehmen werden ähnlich bewertet. Zum Beispiel Visa und Mastercard haben seit Jahren ein vergleichbares Kurs-Gewinn-Verhältnis. Wenn man die Visa-Aktie bewertet, würde man also vergleichen, was ein Investor für Mastercard bezahlen muss.

Sum of the Parts-Methode

Die Sum of the Parts-Methode ist eine eher selten genutzte Form der Unternehmensbewertung. Sie wird dazu benutzt, um Konglomerate oder Unternehmen aus vielen einzelnen Bestandteilen zu bewerten. Hier ist die Grundannahme, dass ein Unternehmen so viel wert sein sollte wie die Summe seiner Teile. Für die einzelnen Teile werden dann verschiedene Bewertungsmethoden wie die DCF-Methode oder ein Vergleich mit der Konkurrenz genutzt. Bei Amazon könnte eine Bewertung folgendermaßen aussehen:

Beispiel: Amazon

Firma Logo Umsatz (2019) Ø KUV Konkurrenz MCap. Wert basierend auf Ø KUV
Amazon Retail 246 Mrd. 2,6 640 Mrd.
Amazon Web Services (AWS) 35 Mrd. 24,3 851 Mrd.
Amazon 281 Mrd. 1.650 Mrd. 1.491 Mrd.

Renditepotential: -10 %. Nach dieser Methode (auf Basis der 2019er Zahlen) wäre Amazon leicht überbewertet, da der Wert der einzelnen Beteiligungen geringer ist als der Gesamtwert des Unternehmens

Fazit

Fazit: Es gibt kein perfektes Bewertungsmodell

Es gibt sehr viele Bewertungsmethoden, jedoch ist kein Modell allen anderen überlegen. Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile und kann in bestimmten Situationen seine Stärken ausspielen. Investoren sollten mehrere Methoden kennen und nutzen und je nach Situation die eine stärker oder weniger stark verwenden.

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Wie funktioniert das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell?

Was macht das AlleAktien FMV-Modell anders?

Das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell bietet eine einfache Bewertung von Aktien

Wir von AlleAktien nutzen ein eigenes Modell: Das AlleAktien Future Multiple Valuation (FMV) Modell. Das AlleAktien FMV-Modell ist eine Kombination aus mehreren Modellen und kann dadurch sehr flexibel eingesetzt werden.

Die Basis des FMV-Modells ist eine erwartete Entwicklung des Unternehmens für die nächsten zehn Jahre. Die Umsätze und Gewinne werden in die Zukunft abgeschätzt.

Anschließend wird ein Multiple verwendet. Dieses basiert entweder auf der Historie des Unternehmens (bei Slow und Average Growern) oder einem Vergleichswert ähnlicher Unternehmen. Mit diesem Multiple wird die Marktkapitalisierung in der Zukunft berechnet.

Die Rendite, die das Unternehmen in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen an die Aktionäre ausschüttet, wird hinzugerechnet. Hierfür wird eine Ausschüttungsquote angenommen, die aus den historischen Daten des Unternehmens entnommen wird. Die Ausschüttungen werden zusammengezählt.

Die Rendite aus der Summe von Dividenden und Kursgewinn wird berechnet. Dies ist die jährliche Rendite, die ein Aktionär in etwa durchschnittlich über die nächsten zehn Jahre erwarten kann.

Beispiel des FMV-Modells an LVMH, Unilever, Visa und Johnson & Johnson

Um die Funktionsweise des FMV-Modells historisch zu zeigen, habe ich vier Unternehmen als Beispiel gewählt. Bei allen gab es in der Vergangenheit keine disruptiven Veränderungen. Ich habe mich in einen Investor versetzt, der 2009 die Aktien analysiert und dem die Analystenschätzungen bis 2012 vorlagen. Ab 2013 treffe ich eigene Annahmen, basierend auf der Historie des Unternehmens.

▲ Als Investor ist es unsere Aufgabe die Gewinne der Zukunft halbwegs verlässlich zu schätzen. In meiner Schätzung für LVMH habe ich das Umsatzwachstum etwas unterschätzt und habe nicht geahnt, dass LVMH in Zukunft ein so hohes Multiple haben wird. Dennoch ist das Modell wirklich nah an der Realität.
▲ Im direkten Vergleich zwischen FMV-Modell und realen Renditen zeigt sich, dass bei validen Annahmen ein sehr realitätsnahes Ergebnis erzielt werden kann. Nur Visa reißt deutlich aus. Das Unternehmen wird mit einem höheren KGV als in der Vergangenheit bewertet und konnte seinen Steuersatz senken. Dass die Visa-Aktie eine Überrendite bringen kann, wurde aber im FMV-Modell bereits 2009 deutlich.

Welche Rendite erhält man mit dem AlleAktien FMV-Modell für beliebte Dividendenaktien?

Das AlleAktien FMV-Modell für die beliebtesten Aktien der Dividendenstrategie

Um das FMV-Modell an einem Praxisbeispiel einzusetzen, haben wir die fünf beliebtesten Dividendenaktien aus der Facebook-Gruppe „Dividendenstrategie“ genommen und sie mit dem AlleAktien FMV-Modell bewertet.

Diese Aktien sind:

  1. Microsoft
  2. Johnson & Johnson
  3. Apple
  4. Unilever
  5. Visa

Im Folgenden findest du die Modelle für diese Aktien und kannst dir anschauen, welche Rendite du mit der jeweiligen Aktie erwarten kannst und wie sich diese zusammensetzt. Die Modelle mit meinen Annahmen kannst du hier kostenlos herunterladen und deine eigenen Annahmen einsetzen, um zu schauen, wie sich die Aktie in anderen Szenarien verhält.

AlleAktien FMV-Modell als Excel-Datei herunterladen »

1. Microsoft im AlleAktien FMV-Modell

Die Annahme ist, dass Microsoft die nächsten zehn Jahre den Umsatz um durchschnittlich 10% steigern kann durch die immer beliebter werdende Azure Cloud. Dadurch steigt die operative Marge auf 40%. In 2030 wird Microsoft als IT-Konzern mit stabil wachsendem Abo-Geschäft mit einem KGV von 25 bewertet. Ergänzend zu dem Kurswachstum erhalten Microsoft-Aktionäre die nächsten Jahre eine Ausschüttung in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen in Höhe von 75%. Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 10% (Kurs von 213 USD).

2. Johnson & Johnson im AlleAktien FMV-Modell

Die Annahme ist, dass Johnson & Johnson den Umsatz langfristig um durchschnittlich 4 bis 5% steigern kann. Gesundheit ist ein großer Trend, der durch die alternde Bevölkerung vorangetrieben wird. Dadurch steigt die operative Marge langfristig auf 35%. In 2030 ist Johnson & Johnson weiterhin ein Gesundheitsgigant, der für Sicherheit steht. Deshalb wird die Aktie mit einem KGV von 20 bewertet — wie im historischen Schnitt der letzten fünf Jahre. Johnson & Johnson schüttet 75% seiner Gewinne an die Aktionäre aus in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 9% (Kurs von 143 USD).

3. Apple im AlleAktien FMV-Modell

Apple profitiert langfristig durch den Trend zu mehr Software in den Geräten. Der Umsatz steigt langfristig langsam, aber sicher mit 5% pro Jahr. Die operative Marge steigt auf 40% an durch die Abo-Services, die angeboten werden und der Markt gesteht Apple ein KGV von 20 zu. Ergänzend zu dem Kurswachstum erhalten Apple-Aktionäre die nächsten Jahre eine Ausschüttung in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen in Höhe von 75%. Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 7% (Kurs von 117 USD).

4. Unilever im AlleAktien FMV-Modell

Unilever ist ein langsam wachsender Konsumkonzern. Die Annahme: Die Umsätze steigen langfristig mit 4% pro Jahr und die operative Marge pendelt sich auf 20% ein. Nichtzyklische Konzerne wie Unilever werden historisch teurer bewertet mit einem KGV von rund 20 — der durchschnittlichen Bewertung der letzten fünf Jahre. Unilever schüttet durchschnittlich etwa 70% der Gewinne an die Aktionäre aus. Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 8% (Kurs von 51 EUR).

5. Visa im AlleAktien FMV-Modell

Die Annahme ist, dass Visa gestärkt aus der Coronakrise hervorgeht und von dem Trend zu digitalen Zahlungen profitiert. Die bereits sehr hohe operative Marge kann auf 70% gesteigert werden. Da Visa in 2030 sehr stark wächst und einen tiefen Burggraben hat, wird das Unternehmen mit einem KGV von 25 bewertet. Visa kauft zusätzlich zur Dividende aggressiv Aktien zurück. Visa-Aktionäre erhalten so 75% des Jahresgewinns. Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 9% (Kurs von 190 USD).

AlleAktien FMV-Modell Fazit

Das AlleAktien FMV-Modell ist ein flexibles Bewertungsmodell

Das AlleAktien FMV-Modell ist ein einfach verständliches und gleichzeitig flexibles Modell, um Aktien zu analysieren. Mit nur drei simplen Annahmen kommt man zu einem erstaunlich realitätsnahen Ergebnis. Es ist deshalb eine gute Alternative zur gängigen DCF-Analyse. Im Gegensatz zum DCF-Modell bezieht es allerdings die zukünftige Bewertung des Unternehmens ein. Die Ergebnisse sind dadurch für Investoren gut nachvollziehbar.

Das AlleAktien FMV-Modell ist natürlich nicht perfekt. Wir verwenden in unseren Aktienanalysen weiterhin einen Mix aus verschiedenen Modellen, um so aus mehreren Perspektiven ein Unternehmen zu beleuchten. Das AlleAktien FMV-Modell steht und fällt mit den Wachstumsannahmen und der zukünftigen Bewertung des Unternehmens. Andere Modelle basieren auf anderen Annahmen.

Außerdem ist wichtig, dass ein Bewertungsmodell keine fundierte Analyse ersetzen kann. Es bestätigt im Idealfall, dass ein exzellentes Unternehmen eine faire Bewertung hat. Eine ausführliche Analyse, die alle Seiten eines Geschäftsmodells und der Trends eines Unternehmens beleuchtet, ist äußerst wichtig. Nur wer wirklich sich zwei bis vier Wochen in ein Unternehmen eingearbeitet hat und die Facetten verstanden hat, wird mit einem Bewertungsmodell anschließend auch die für sich passenden Aktien auswählen. Ansonsten läuft man Gefahr auf vermeintlich günstige Aktien zu setzen, die sich am Ende als Fehlinvestition herausstellen.

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Welche Rendite erhält man mit dem AlleAktien FMV-Modell für die beliebtesten Aktien auf AlleAktien?

Beliebte Aktien aus unseren Analysen in der AlleAktien FMV-Bewertung

In den letzten Monaten haben einige unserer beliebtesten Aktien eine sehr hohe Rendite erwirtschaftet. Darum haben wir uns entschieden, eine Neubewertung der Aktien für unsere AlleAktien Premium Watchlist durchzuführen.

Diese Aktien sind:

  1. Amazon
  2. Adobe
  3. Netflix
  4. Square
  5. The Trade Desk

Premium AlleAktien FMV-Modell als Excel-Datei herunterladen »

1. Amazon im AlleAktien FMV-Modell

Amazon ist seit Jahren ein Wachstumsgigant. In der Coronakrise ist der Umsatz in die Höhe geschossen. Langfristig ist unsere Annahme, dass Amazon es schafft, um 15% pro Jahr zu wachsen und eine operative Marge von 15% zu erreichen. Amazon hat ein beeindruckendes Portfolio aus Cloud-Services, Onlinewerbung und der Prime-Mitgliedschaft. Das macht diese Marge langfristig realistisch. Aber auch Amazon wird langsamer wachsen. Ich gehe davon aus, dass Amazon langfristig mit einem KGV von 30 bewertet und vorerst an den Aktionär nichts ausschütten wird. Mit diesen Annahmen erhält ein Amazon-Aktionär bei einem Kurs von 3.300 USD eine Rendite von 11% pro Jahr.

2. Adobe im AlleAktien FMV-Modell

Adobe ist ein spannendes Unternehmen mit innovativer Software rund um digitales Arbeiten. Adobe hat seinen Markt recht gut erschlossen und mittlerweile nimmt die Konkurrenz zu. Meine Annahme ist, dass Adobe vorerst noch schnell wächst, langfristig aber nur noch um 5% pro Jahr wächst und damit operative Margen von 50% erreicht. Adobe nutzt bereits sehr aktiv Aktienrückkäufe und schüttet 60% der Gewinne an den Aktionär aus. Ich gehe davon aus, dass dies beibehalten wird. Mit diesen Annahmen liegt die Rendite der Adobe-Aktie bis 2030 bei rund 4% pro Jahr (Kurs von 480 USD).

3. Netflix im AlleAktien FMV-Modell

Netflix ist der Onlinestreaminggigant. Das Unternehmen produziert die Trend-Serien des Jahrzehnts. Durch das Coronavirus erhält Netflix einen zusätzlichen Schub an Kunden. Auch in Zukunft gehe ich davon aus, dass Netflix noch zweistellig wachsen kann. Die operative Marge wird durch Skaleneffekte weiterhin ansteigen. Ich halte 30% langfristig für realistisch. Unter diesen Annahmen und 0% Ausschüttungsquote, um laufend weiter in das Unternehmen zu investieren, bietet die Netflix-Aktie aktuell eine Renditeerwartung von 9% pro Jahr (Kurs von 490 USD).

4. Square im AlleAktien FMV-Modell

Square hat seit unserer Aktienanalyse einen raketenhaften Anstieg hingelegt. Das Unternehmen von Twitter-Gründer Jack Dorsey stellt digitale Bezahlterminals her und hat durch die Coronakrise einen ordentlichen Schub bekommen. Meine Annahme ist, dass Square noch sehr lange um 20% und mehr wachsen und die Marge durch die sehr beliebte Cash App schnell steigern wird. Ich rechne mit keiner Ausschüttung bis 2030. Dadurch liegt die erwartete Rendite für Square bei aktuell 12% pro Jahr (Kurs von 170 USD).

5. The Trade Desk im AlleAktien FMV-Modell

The Trade Desk ist wie Square trotz der Schwäche im Werbemarkt sehr stark seit der letzten Analyse gestiegen. Jedoch kann The Trade Desk so gleichzeitig seine Marktmacht ausbauen und der Werbemarkt hat sich trotz Krise schnell erholen können. The Trade Desk wuchs vor der Krise um über 30% pro Jahr und meine Annahme ist, dass sie nach der Krise dieses Wachstum vorerst aufrechterhalten können und es anschließend abflacht.

Die operative Gewinnmarge bei The Trade Desk wird langfristig durch Skaleneffekte und mehr Fokus auf Profitabilität deutlich steigen und langfristig ein Niveau von über 30% erreichen. Die Plattform ist sehr gut automatisiert. The Trade Desk wird voraussichtlich dieses Jahrzehnt keine Ausschüttungen durchführen, sondern die Gewinne in das Unternehmen reinvestieren. Unter diesen Annahmen beträgt die Renditeerwartung immerhin 11% pro Jahr (Kurs von 610 USD).


Liebe Grüße,
Benjamin Franzil und Michael C. Jakob
AlleAktien Partner

Über den Autor

Benjamin Franzil

AlleAktien Partner und Aktienanalyst. Benjamins Fokus liegt auf den Branchen Luxusgüter, Restaurants und Halbleiter. Er war vorher bei Infineon in der Digitalisierung und Forschungsstrategie angestellt und hat an der Hochschule Trier Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Seine Strategie ist, in Aktien mit den tiefsten Burggräben und stärksten Marken zu investieren — vorzugsweise Dividendenaktien.

Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit Aktien von Amazon, Visa und The Trade Desk.

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