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Depot-Update August 2019: Wie hat sich das AAQS Qualitätsaktien Depot geschlagen?

Zusammenfassung - Depot-Update August 2019 - AAQS Depot

  • 1. Performance: So hat sich das Depot im ersten Monat geschlagen
  • 2. Top Performer: MTU & Cancom - das sind die Gründe
  • 3. Flop Performer: SAP & Nemetschek - das sind die Gründe
  • 4. Fazit: Qualitätsaktien zahlen sich (bisher) aus

Depot-Update August 2019 zum AAQS-Depot als Podcast anhören

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1. Performance: So hat sich das AAQS-Depot im ersten Monat geschlagen

Du kennst den AAQS und unser Qualitätsaktien-Konzept noch nicht? Dann lies dir zuerst unseren Artikel zum Start des AAQS-Depots vom Juli 2019 durch.

Im AAQS-Depot geht es uns darum, eine möglichst hohe Rendite erzielen zu können. Damit der Vermögensaufbau besonders schnell erfolgen kann. Damit der Zinseszins seine magische Kraft entfalten kann. Damit finanzielle Träume Wirklichkeit werden können.

Das Depot ist erst etwas mehr als 30 Tage alt. Ursprünglich wollte ich einmal monatlich ein Depot-Update schreiben. Inzwischen halte ich einen Zeitraum von 3 Monaten für sinnvoller. Daher wird das nächste Update Anfang Oktober erscheinen.

Nun aber zur alles entscheidenden Frage: Konnte das AAQS-Depot in den ersten 30 Tagen den DAX schlagen?

  • DAX-Stand am 01. Juli 2019: 12.521 Punkte
  • DAX-Stand am 08. August 2019: 11.753 Punkte
  • Performance: -6,1%

Der Juli 2019 war damit nun wirklich kein guter Börsenmonat. Der Start verlief denkbar schlecht. Prüfen wir nun, wie sich unser Depot unter diesen Bedingungen geschlagen hat. Zur Erinnerung: Am 01. Juli habe ich 10.000 EUR bei DEGIRO in ein echtes Depot eingezahlt und davon für jeweils 1.000 EUR die 10 besten AAQS-Qualitätsaktien aus Deutschland gekauft.

Hätte sich unser Depot im Gleichlauf mit dem DAX entwickelt, so müsste der Vermögensstand Anfang August bei 9.390 EUR liegen. Die folgende Grafik zeigt aber auf: Wir verfügen über ein Kontoguthaben von 9.670 EUR - und haben damit "nur" 3,3% abgegeben.

Auch wenn das Depot "nur" halb so stark gesunken ist wie der DAX, so steht das Depot über 3% im Minus. Allerdings sind monatliche Schwankungen von 3% nun wirklich nichts Unübliches, sodass ich mir darüber keinerlei Gedanken mache. Bildquelle: Screenshot vom 8. August 2019 aus dem offiziellen AAQS-Depot, das bei DEGIRO geführt wird.

Warum macht mir der Rückgang nichts aus? Weil ich weiß, dass mir immer noch dieselben Aktien an denselben Unternehmen gehören. Und bei diesen Unternehmen läuft es nach wie vor sehr gut. Sie wachsen. Und werden damit wertvoller. Geduld gehört an der Börse dazu.

Werfen wir nun einen Blick auf die Performance der einzelnen Werte:

Die 10 besten AAQS-Aktien, die sich in unserem Depot befinden. Sortiert nach Performance. In einem insgesamt schwachen Börsenumfeld liegen 2 der 10 Aktien im Plus, 8 Aktien liegen im Minus. Bildquelle: Screenshot vom 8. August 2019 aus dem offiziellen AAQS-Depot, das bei DEGIRO geführt wird.

Fazit zur Performance: 3,3% Minus sind nicht schön. Doch immerhin: Wir haben damit in etwa nur die Hälfte der negativen DAX-Performance von 6,1% mitgemacht. Allerdings ist die Performance einzelner Monate nicht relevant. Da wird es immer wieder zu deutlichen Schwankungen kommen. Entscheidend ist, ob unser Konzept langfristig funktioniert.

Genau diesen Beweis möchte ich mit dem Realgeld-Depot liefern. Und dich dabei mitnehmen. Die Zukunft wird es zeigen.

2. Top Performer: MTU & Cancom - das sind die Gründe

Grundsätzlich müsste ich mir über die Performance der einzelnen Unternehmen gar keine Gedanken machen. Denn die Strategie ist rein quantitativ. Das bedeutet: Ausschließlich die Zahlen entscheiden. Persönliche und damit subjektive Einschätzungen werden nicht berücksichtigt.

Dennoch möchte ich natürlich verstehen, warum gewisse Unternehmen sich gut entwickeln - und andere zum Rohrkrepierer werden.

MTU: + 10,1% Rendite

MTU ist in der Herstellung und Instandhaltung von Flugzeugtriebwerken tätig. Eine Branche mit großem Potential. Die Nachfrage nach Flugzeugen steigt immer weiter an.

Am 25. Juli hat das Unternehmen seine Halbjahreszahlen veröffentlicht. Der Umsatz ist um 4% gestiegen, der operative Gewinn um 9% und der Nettogewinn gar um 10%. Außerdem ist das Orderbuch nun auf 18,5 Mrd. EUR angestiegen. Somit ist der gesamte Umsatz der nächsten 4 Jahre bereits abgesichert. Weiterhin ist sehr erfreulich, dass es dem Unternehmen gelungen ist, den Großteil des Gewinns auch als Free Cash Flow einzufahren. MTU wird mehr und mehr zur kontinuierlich wachsenden Cash-Maschine.

Cancom: + 2,7% Rendite

Cancom ist ein IT-Dienstleister. Das Unternehmen begleitet seine Kunden in die digitale Zukunft. Mit allem, was dazugehört. Die Beratung, die Beschaffung, die Installation und der Betrieb von IT-Systemen.

Auch dieses Unternehmen hat am 25 Juli seine Zahlen zum ersten Halbjahr 2019 veröffentlicht. Der Umsatz ist um beeindruckende 30,1% angestiegen (davon 22,1% aus eigener Kraft, der Rest durch Übernahmen). Der operative Gewinn legte um 21,4% zu. Ein Unternehmen, das einfach kontinuierlich stark wächst.

3. Flop Performer: SAP & Nemetschek - das sind die Gründe

Obwohl SAP und Nemetschek beide zweistellig im Minus notieren, ist es beiden Unternehmen gelungen, weiter zu wachsen. Viele Privatanleger fragen sich regelmäßig: Der Gewinn ist um X% gestiegen, der Kurs trotzdem gesunken. Wie kann das nur sein?

Ganz einfach: SAP wird mit einem KGV von über 20 bewertet, Nemetschek gar mit einem KGV von über 70. Wenn ein Unternehmen mit einem KGV von 70 bewertet wird, dann hat das einen Grund. Der Markt erwartet in den kommenden Jahren ein extrem starkes Gewinnwachstum. Würde der Gewinn endlos stagnieren und vollständig ausgeschüttet werden, so läge die Rendite nur bei 1,4%. Eine völlig unattraktive Rendite, die keinerlei Sinn ergibt. Tatsächlich aber gelingt es Nemetschek aller Voraussicht nach, den Gewinn in den nächsten 3 Jahren zu verdoppeln. Und danach weiter zu steigern.

Was ich damit sagen möchte: In den Aktien ist bereits eine gewisse Wachstumserwartung enthalten. Je höher das KGV, desto stärker die bereits enthaltene Wachstumserwartung. Nun vergleichen viele Investoren Quartal für Quartal das tatsächliche Wachstum mit dem erwarteten Wachstum. Werden 10% Wachstum erwartet und nur 8% erreicht, dann wird eine Aktie gerne abgestraft. Langfristig kann sich eine Investition dennoch enorm lohnen. Denn 90 Tages-Zeiträume sind einfach nicht repräsentativ für eine langfristige Unternehmensentwicklung.

Oft sind solche Rücksetzer im Nachhinein sogar exzellente Einstiegsmöglichkeiten.

SAP: -11,6% Rendite

SAP ist der weltweit viertgrößte Softwarehersteller. Die Software bildet nahezu alle betrieblichen Prozesse ab. Von der Buchführung über das Controlling zum Vertrieb. Weiter geht es mit dem Einkauf, der Produktion, der Lagerhaltung und dem Personalwesen.

Ist die Software einmal installiert, so gibt es (nahezu) kein Entkommen mehr. Der Umsatz ist also quasi-garantiert. Durch neue Produkte und neue Kunden wächst der Umsatz immer weiter heran.

Am 18. Juli verkündete SAP seine Halbjahreszahlen. Im ersten Halbjahr ist der Umsatz wechselkursbereinigt um 10% gewachsen. Der Cloud-Umsatz ist gar um 37% gewachsen - und macht nun schon 26% vom Gesamtumsatz aus. Auch der operative Gewinn ist um 10% gewachsen. Der Gewinn je Aktie gar um 17%. SAP wächst also weiter. Nur eben nicht ganz so schnell, wie erhofft. Mich stört das nicht. Sofern die Aktie unter 100 EUR bzw. gar 90 EUR fällt, wird sie für mich immer interessanter. Dann kann ich mir auch gut vorstellen, diese Aktie ins Finanzielle Freiheit Depot zu kaufen.

Nemetschek: -13,0% Rendite

Nemetschek stellt Software für Architekten, Ingenieure und die Bauindustrie her.

Anfang Juli lag das KGV bei über 70. Ein extrem hoher Wert. In diese Aktie wäre ich auf "normalem" Wege wohl niemals zu dieser Bewertung eingestiegen. Bei einem KGV von 70 muss das Gewinnwachstum über viele Jahre hinweg extrem hoch sein. Nur so kann das Verhältnis von Kurs zu aktuellem Gewinn begründet werden. Werfen wir einen Blick auf die Zahlen:

Im ersten Halbjahr 2019 ist der Umsatz um 20,5% angestiegen, aus eigener Kraft um 14,5%. Für den Rest sind Übernahmen verantwortlich. Der Gewinn je Aktie ist um 20,3% angestiegen. Bei dieser Wachstumsgeschwindigkeit verdoppelt sich der Gewinn alle 3,5 Jahre. Gefühlt erscheint mir die Aktie auch nach einem Kursrückgang von 13% seit dem Kauf immer noch teuer.

Fazit: Qualitätsaktien zahlen sich (bisher) aus

Der Start ist gelungen. Unser Depot hat nur etwa halb so viel verloren wie der DAX. Dennoch ist ein Monat natürlich viel zu kurz, um ein aussagekräftiges Fazit zu ziehen.

Künftig werde ich die Depot-Updates zum AAQS-Depot daher auch nur alle 3 Monate schreiben. Also immer im Oktober, Januar, April und im Juli dann die Umschichtung mit den neuen 10 Qualitätsaktien.

Sofern einzelne der Qualitätsaktien stark einbrechen, werde ich zu diesen eine qualitative Analyse nachschieben - und sie ggf. mit Rabatt in das Finanzielle Freiheit Depot kaufen. Bei Nemetschek liegt selbst das KGV für den erwarteten Gewinn im Jahr 2020 immer noch bei mehr als 50 - und hält mich von einer qualitativen Analyse ab. SAP haben wir für dich bereits analysiert.

Ich bin super gespannt auf die Entwicklung in den kommenden Monaten und Jahren - und werde dich weiterhin auf dem laufenden Stand halten.

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