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Nachkaufalarm: ThyssenKrupp AG (WKN 75000)

Was ist passiert?

AlleAktien-Premium-Nachkaufalarm-Thyssen-Krupp-AG-Chart-10-Jahre Der Chart der ThyssenKrupp AG seit 2007. Unterm Strich hat der Konzern seinen Aktionären selbst bei einer Haltedauer von 11 Jahren einen Verlust eingebrockt. Damit zählt die ThyssenKrupp-Aktie zusammen mit den Bankaktien zu den schlechtesten Aktien des DAX. Neben einem brutalen Absturz des Aktienkurses in der Finanzkrise 2008/2009 stürzte der Aktienkurs aufgrund anhaltender Probleme auch in den Folgejahren immer wieder ab. Bildquelle: Ariva.de
AlleAktien-Premium-Nachkaufalarm-Thyssen-Krupp-AG-Chart-1-Jahr Der Aktienkursverlauf der ThyssenKrupp-Aktie der letzten 12 Monate. Der Aktienkurs sackte unter Schwankungen immer weiter ab. Mit einem Aktienkurs von rund 20 EUR wurde der erste Nachkaufalarm bei 20,70 EUR Ende Juni 2018 durchschlagen. Bildquelle: Ariva.de

Darum ist der Kurs gefallen

ThyssenKrupp ist ein diversifiziertes Industrieunternehmen, das die Hauptumsätze und Gewinne mit der Produktion und Weiterverarbeitung von Stahl und dem Bau von Rolltreppen und Fahrstühlen erzielt.

Das Unternehmen hat eine katastrophale Wertentwicklung in den letzten Jahren hinter sich. Der Bau zweier großer Stahlwerke in den USA und in Brasilien führte zu einer der größten Fehlinvestitionen in der deutschen Industriegeschichte. Beide Stahlwerke wurden mittlerweile verkauft, weil sie dauerhaft Verluste erzielt haben. Rund 8 Mrd. EUR und damit mehr als die Hälfte des aktuellen Börsenwertes wurden mit diesen beiden Werken vernichtet.

ThyssenKrupp besteht zwar nicht ausschließlich aus der Stahlproduktion, aber sie macht dennoch einen bedeutenden Anteil der Umsätze aus. Seit der Finanzkrise 2008/2009 konnten Stahlkonzerne kaum Geld verdienen. Anfangs war die schlechte Konjunkturlage der Grund, später fluteten chinesische Stahlkonzerne mit ihren Überkapazitäten aus dem heimischen Markt die Weltmärkte und drückten so die Preise in den Keller.

ThyssenKrupp ist von der Konjunktur abhängig. Die nachlassenden konjunkturellen Perspektiven und die gleichzeitige Einführung von Zöllen belasten die Aussichten des Unternehmens.

So schätzen wir die Situation ein

AlleAktien-ThyssenKrupp-AG-Aktie-kaufen-Analyse-Bewertung-Qualitätsscore-AAQS-2018-April.jpg Die ThyssenKrupp-Aktie erzielt im AlleAktien Qualitätsscore lediglich 2 von 10 möglichen Punkten. Damit ist die Aktie eine der beiden schlechtesten DAX-Aktien. Qualitätsfaktoren, die zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes führen, fehlen. In den letzten 10 Jahren wurden ganze vier Jahre mit einem Verlust abgeschlossen. Der Umsatz liegt heute tiefer als noch vor 10 Jahren, der Gewinn nur beim Bruchteil des Gewinns von vor 10 Jahren. Das Eigenkapital tendiert gegen Null.

Auch nach dem Verkauf der kriselnden Stahlwerke tut sich ThyssenKrupp schwer damit, Geld zu verdienen. Die Gewinnmargen sind immer noch niedrig, die Eigenkapitalausstattung ist mau.

Gleichzeitig stecken in dem Unternehmen enorme Werte. Die Aufzugs- und Rolltreppensparte alleine erzielt fast eine Milliarde Euro an operativen Gewinnen. Würde man diese Sparte im Rahmen eines Spin-Offs oder Spin-Outs an die Börse bringen, wäre deren Wert wohl schon höher als die aktuelle Marktkapitalisierung der gesamten ThyssenKrupp AG.

Natürlich haben das auch schon Hedgefonds und aktivistische Investoren bemerkt und sind eingestiegen. Der Elliott-Hedgefonds hält beispielsweise mehr als 3% der Aktien und fordert neben der Ablösung des Vorstandes die Aufspaltung des Unternehmens in Einzelteile, um Werte freizusetzen.

In ThyssenKrupp stecken eine ganze Menge Chancen, aber auch zahlreiche Risiken. Der Vorstand will das Unternehmen bewusst weiter als diversifizierten Industriekonzern führen. Damit bleiben auch die Werte verschlossen. Das Konjunkturrisiko schreckt uns ab.

Wir von AlleAktien halten eine langfristige Investition in ThyssenKrupp nicht für sinnvoll. Gleichzeitig erkennen wir die Chancen an, die sich durch eine mögliche Aufspaltung des Unternehmens ergeben. Unterm Strich ergibt das eine Halteposition.

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Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit keine Aktien der ThyssenKrupp AG.

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