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Nachkaufalarm: Volkswagen AG Vz. (WKN 766403)

Was ist passiert?

AlleAktien-Premium-Nachkaufalarm-Volkswagen-AG-Chart-10-Jahre- Der Aktienkurs der Volkswagen AG schwankt stark. 2008 sorgte die Finanzkrise für einen kräftigen Umsatzrückgang. In den darauffolgenden Jahren konnte sich der Aktienkurs durch eine stetig steigende Nachfrage nach Fahrzeugen der VW AG Stück für Stück erholen und kletterte bis 2015 auf ein Hoch von 250 EUR. Eine Korrektur der Aktienmärkte insgesamt, vor allem aber das plötzliche Erscheinen des Diesel-Skandals und die damit verbundene Unsicherheit sorgten für einen starken Kurseinbruch von über 60%. Mit der Aufarbeitung der Dieselkrise und weiter steigenden Umsätzen hat ab Ende 2015 eine Erholung des Aktienkurses eingesetzt. Bildquelle: Ariva.de
AlleAktien-Premium-Nachkaufalarm-Volkswagen-AG-Chart-1-Jahr- In den letzten 12 Monaten hat sich der Aktienkurs der Volkswagen AG unter Schwankungen leicht positiv entwickelt. Nach einer Seitwärtsphase bis September 2017 legte der Aktienkurs bis Januar 2018 um über 50% auf bis zu 190 EUR zu. Von Januar 2018 bis März 2018 sank der Aktienkurs dann wieder auf 150 EUR ab, bevor er sich wieder bis Mai 2018 auf 180 EUR erholte. Von Mai 2018 bis Mitte Juni 2018 sank der Aktienkurs erneut um rund 17% auf 150 EUR ab. Bildquelle: Ariva.de

Darum ist der Kurs gefallen

Der Gesamtmarkt hat sich in diesem Zeitraum nicht besonders stark verändert. Unternehmenseigene Meldungen sind wohl der Grund für den Kursrückgang.

Von September 2017 bis Januar 2018 dürfte die Aussicht auf eine zügige Bewältigung der Dieselkrise sowie sich verbessernde Absatzzahlen dafür gesorgt haben, dass sich der Bewertungsabschlag der Volkswagen AG gegenüber den Wettbewerbern wieder reduziert hat.

Von Januar bis März 2018 ist die Volkswagen-Aktie zusammen mit dem Gesamtmarkt gefallen.

Im April 2018 sorgte die Meldung, den Vorstandsvorsitzenden der VW AG, Matthias Müller, durch Herbert Diess zu ersetzen, für ein Kursfeuerwerk der VW-Aktie. Herbert Diess gilt als kompetenter Manager, der in der Lage ist, Kosten zu sparen und gleichzeitig das Geschäft weiterzuentwickeln.

Die Aufarbeitung des Diesel-Skandals geht derweil weiter:

Am 13. Juni 2018 akzeptierte die Volkswagen AG einen Bußgeldbescheid von einer Milliarde Euro der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Am 18. Juni 2018 veröffentlichte die Volkswagen AG die Meldung, dass der Vorstandsvorsitzende der konzerneigenen Tochter Audi, Rupert Stadler, in Untersuchungshaft genommen wurde.

Medienberichten zufolge hat der neue VW-Chef Herbert Diess nun eine Art Ultimatum gestellt: Alle offenen Fragen bei der Abgasaffäre müssten so schnell wie möglich geklärt werden. Diess habe eine "Generalüberprüfung" angeordnet, die für alle Fahrzeuge und alle Marken gelte, deren Motoren ein sogenanntes Defeat Device enthalten könnten, also jene Software, mit der Abgaswerte manipuliert werden können. Es scheint also so, als ob der Volkswagen CEO Diess das Thema zügig abhaken möchte.

So schätzen wir die Situation ein

Die Dieselkrise wird das Unternehmen noch viele Jahre beschäftigen. Auch wenn die Aufarbeitung vorangeht, so liegen immer noch zahlreiche Klagen gegen die VW AG auf dem Tisch. Insbesondere Aktionäre (die dem Unternehmen vorwerfen, den Kapitalmarkt zu spät über die Erkenntnisse informiert zu haben), Kunden (die sich als Opfer fühlen, weil sie nicht die Ware geliefert bekommen haben, mit der sie gerechnet haben) und Staaten haben die VW AG verklagt. Sicherlich wird der eine oder andere Prozess dem Unternehmen noch teuer zu stehen kommen.

Da allen Aktionären die Risiken bekannt sind, dürften diese im Aktienkurs bereits enthalten sein. Dieser befindet sich trotz immer neuer Absatzrekorde noch weit unter dem Hoch von 2015. Die VW AG hat bereits Rückstellungen für erwartete Belastungen aus den verbleibenden Klagen gebildet. Außerdem ist die operative Ertragskraft des Unternehmens gewaltig. In 2018 dürfte sich der Nettogewinn auf über 13 Mrd. Euro belaufen. Eine Klage, die die VW AG eine Milliarde kostet, wird vom Unternehmen in weniger als einem Monat zurückverdient.

AlleAktien-Volkswagen-AG-Aktie-kaufen-Analyse-Bewertung-Qualitätsscore-AAQS-2018-April.jpg Die VW AG erzielt im AlleAktien Qualitätsscore gute 7 Punkte. Damit ist die VW AG den Wettbewerbern Daimler (3 Punkte) und BMW (6 Punkte) klar überlegen. Lediglich das geringe erwartete Umsatzwachstum von 3% in den nächsten Jahren und der durch die Dieselkrise entstandene Verlust in 2015 verhindern eine noch bessere Platzierung.

Volkswagen hat aus der Diesel-Krise gelernt. Am 13. März 2018 gab das Unternehmen bekannt, keine Investitionen in Richtung E-Mobilität zu scheuen. In der Mitteilung sagte der damalige VW-Vorstandsvorsitzende, Matthias Müller:„Wir haben in den vergangenen Monaten alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die ‚Roadmap E‘ zügig und entschlossen umzusetzen.“ Volkswagen hatte im vergangenen Herbst mit seiner „Roadmap E“ angekündigt, bis zum Jahr 2025 bis zu drei Millionen E-Autos pro Jahr zu bauen und 80 neue elektrifizierte Konzernmodelle auf den Markt zu bringen.

Mit der Ernennung von Herbert Diess zum neuen Vorstandsvorsitzenden beschleunigt die VW AG den Kurs in Richtung E-Mobilität nochmals. Herbert Diess war bereits in den frühen 2010er-Jahren Treiber bei der Elektrifizierung der BMW AG (BMW i3 und i8). Durch sein Hobby, das Kunstfliegen von Modellflugzeugen, ist Diess schon vor vielen Jahren auf das enorme Potential der neuen Batterietechnologien aufmerksam geworden.

Wir halten vor dem Hintergrund der günstigen Bewertung der Volkswagen-Aktie, der starken operativen Entwicklung mit Rekordabsätzen und der klaren Strategie in Richtung E-Mobilität die Volkswagen AG für eine aussichtsreiche Investition. Daher kann ein Nachkauf in die Kursschwäche hinein sinnvoll sein.

Das Unternehmen ist der weltgrößte Automobilhersteller und kann enorme Größenvorteile (Skaleneffekte) heben. Die Dieselkrise wird das Unternehmen in den nächsten Jahren weiter beschäftigen, sollte aber zu bewerkstelligen sein.

Eine Schwäche der gesamten Branche bleibt die Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung in den wichtigsten Märkten.

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