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Update

Unilever Update: Weiterhin ein schmackhafter Dividendenzahler oder lieber mit Vorsicht zu genießen?

Unilever Aktie und Aktienanalyse

WKN
A0JNE2
Symbol
ULVR
Sektor
Nichtzyklischer Konsum
Hauptsitz
London, Vereinigtes Königreich 🇬🇧
Kurs
38,3 GBP, 45,6 EUR
Ausstehende Aktien
2.610 Mio.
Marktkapitalisierung
119,5 Mrd. Euro
Enterprise Value
142,3 Mrd. Euro
Nettoverschuldung
22,8 Mrd. Euro
Bruttomarge
43,4 %
EBIT-Marge
16,6 %
Gewinnmarge
12,6 %
Free Cash Flow-Rendite
5,2 %
Dividendenrendite
3,9 %
Datum
16.02.2022

Unilever Aktie und Aktienanalyse

  • Unilever kennt keine Krisen. Mit über 400 Marken ist der weltweit drittgrößte Konsumgüterhersteller in 190 Ländern vertreten. 60 % der Umsätze kommen aus Schwellenländern. Die Produkte sind nichtzyklisch. Das macht Unilever so krisenresistent. 2020 lag der Gewinn dem von 2019. Das trotz der größten Wirtschaftskrise seit 2008.

  • Probleme gibt es trotzdem. Dennoch ist die Unilever-Aktie die letzten Jahre seitwärts gelaufen. Denn es wurde zu wenig in Wachstum investiert und man war bei neuen Trends zu zögerlich. Außerdem bedroht eine hohe Kosteninflation die Gewinnmarge. Das resultierte in einem Jobabbau und einem gescheiterten Übernahmeversuch der Konsumentensparte von GlaxoSmithKline.

  • Value Trap oder sicherer Hafen? Jobkürzungen werden nicht reichen. um die angepeilte operative Marge von 20 % zu erreichen. Unilever muss wieder auf einen Wachstumskurs gelangen. Doch ist Unilever dafür in den richtigen Märkten? Das und mehr erfahrt ihr in diesem Update.

Aktienkurs von Unilever

Unilever Aktie Update

Kurzvorstellung

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Geschäftsmodell von Unilever

Unilever ist der weltweit drittgrößte Konsumgüterhersteller. Im Gegensatz zu Nestlé oder Procter & Gamble konzentriert sich Unilever mehr darauf, in vielen kleineren Märkten die unangefochtene #1 zu sein. Insgesamt sind 81 % ihrer Marken die #1 oder #2 in ihrem jeweiligen Bereich. Das macht Unilever einzigartig.

Unilever ist relativ gleichmäßig auf drei Bereiche diversifiziert: Schönheits- und Pflegemittel, Lebensmittel & Erfrischungen sowie Haushaltsprodukte. Mit insgesamt 400 Marken sind sie in 190 Ländern vertreten und erwirtschafteten 2021 59 % ihrer Umsätze in Schwellenländern.

Im Schönheits- und Pflegemittel-Markt bündelt Unilever alle Produkte, die sich der Körperpflege und Schönheit widmen. Zur Körperpflege gehören beispielsweise Shampoos, Deodorants und Waschlotionen, während Schönheitsprodukte beispielsweise Haarpflegeprodukte und Hautcremes umfassen. Unilever spezialisiert sich dabei auf den Deo-Markt. Mit Marken wie Rexona und Axe sind sie die weltweite #1.

Bekannt ist Unilever für ihre Spezialisierung im Lebensmittelmarkt. Denn sie besitzen eine starke Vormachtstellung im Eiscreme-Markt. Marken wie Ben & Jerry’s, Magnum und Langnese gehören alle zu Unilever. Zudem expandieren sie noch in den Markt für pflanzliche Lebensmittel. Die klassischen Lebensmittelbereiche überlassen sie allerdings Nestlé, PepsiCo und anderen. In den letzten Jahren haben sie allerdings noch vermehrt in den Bereich mit Nahrungsergänzungsmitteln expandiert. Erst 2021 wurde die Supplement-Firma Onnit übernommen. Mit Vitaminpräparaten und Proteinhaltigen Produkten unterstützen sie die immer gesundheitsbewussteren Konsumenten.

Der Markt für Haushaltsprodukte ist das kleinste und unprofitabelste Segment. Hier konzentrieren sie sich auf Reinigungsmittel und Waschmittel. Mit Marken wie Cif erhofft sich Unilever langfristiges Wachstum in Schwellenländern. Denn dort sind Putzmittel noch nicht so stark verbreitet wie in Europa oder den USA.

Die Probleme und Marken von Unilever in der Analyse

Rohstoffkostenexplosion bereitet Kopfschmerzen

Momentan leidet Unilever unter einer hohen Kosteninflation. Denn Unilever braucht für eine Vielzahl ihrer Produkte Öl, Palmöl oder Sojabohnen. Die Preise aller drei Rohstoffe sind in den letzten drei Jahren stark gestiegen, Palmöl sogar um 75 %. Diesen Rohstoff benötigt Unilever für einen Großteil seiner Produkte, jährlich kaufen sie circa 3 % des weltweit produzierten Palmöls. Hinzukommen die hohe Lohninflation und eine Kostenexplosion in der Logistik. Da Unilever einen Großteil der Umsätze in Schwellenländern erwirtschaftet, sind sie davon besonders betroffen.

Als Antwort darauf hat Unilever die Preise in allen Bereichen massiv angehoben. Im vierten Quartal 2021 nochmal um so viel wie zuletzt vor 10 Jahren. Doch das erschwert das Umsatzwachstum, besonders in Schwellenländern, wo Konsumenten lieber zu günstigeren Produkten wechseln.

Trotz der Preisanhebungen musste Unilever im letzten Quartal Aktionären jedoch gestehen, dass sie ihr Ziel von einer 20 % Gewinnmarge in den nächsten Jahren nicht erreichen werden.

Wachstum wurde vernachlässigt

In den letzten 10 Jahren hat sich das Management von Unilever darauf konzentriert, die Gewinnmargen zu maximieren. Dementsprechend ist die Profitabilität von Unilever trotz der hohen Kostennachteile weiterhin an der Spitze der Industrie. Doch das ging auf Kosten von Wachstum. Denn Unilever hat besonders in den letzten Jahren historisch wenig investiert. 2021 investierte Unilever nur 2 % ihrer Umsätze in ihr Geschäft. Bei Procter & Gamble lag die Rate zuletzt fast doppelt so hoch.

Hinzukommt, dass Unilever weniger Risiken eingegangen ist, um in wachstumsstarke Bereiche zu investieren. Dadurch hinkte Unilever bei Trends hinterher und verpasste Wachstumschancen. Doch das will Unilever jetzt wieder wettmachen. In den letzten Jahren hat Unilever bereits angefangen, ihr Portfolio umzubauen. Nicht mehr wachsende Marken wie das Teegeschäft wurden verkauft und dafür neue Marken aufgekauft. Besonders in wachstumsstarken Bereichen, wie der Markt für Nahrungsergänzungsmittel oder Schönheitsprodukte.

Fazit: Druck auf allen Seiten, aber nur kurzfristig

Ich glaube, dass die Probleme von Unilever keine langfristigen Risiken darstellen. Rohstoffpreise schwanken stark, doch das stellt auch eine Chance dar. Sie sind die letzten Jahre gestiegen und werden auch wieder fallen. Sobald das passiert, wird Unilever davon überdurchschnittlich profitieren. Unilever selbst denkt, dass sie 2023 bis 2024 schon wieder die alte Profitabilität erreichen. Mit besseren Rohstoffpreisen können sie in unseren Augen 20 % Gewinnmarge erreichen.

Die Marken von Unilever unter der Lupe

Die kurzfristigen Probleme haben sich auf jeden Fall bemerkbar gemacht und wir haben sie in unserer letzten Analyse unterschätzt. Doch wir glauben, dass sie langfristig nicht entscheidend sind. Wichtiger finden wir die Stärke und Position der Marken und wie zukunftsträchtig Unilever aufgestellt ist.

Um die Marken von Unilever zu bewerten, helfen Rankings wie das von Kantar. Die Beratungsfirma erstellt regelmäßig Listen der meist gewählten Konsumentenmarken. 2020 kamen 5 der 10 meist gewählten Schönheits- und Gesundheitsmarken von Unilever.

Doch gleichzeitig ist die Konzentration der Top-Marken bei Unilever relativ gering. Auf die 400 Marken kommen nur 13 Marken mit mehr als einer Milliarde USD Umsatz pro Jahr. Procter & Gamble hat beispielsweise 25 Marken, die mehr als eine Mrd. USD Umsatz pro Jahr erwirtschaften. Insgesamt besitzen sie aber nur 65 Marken. Das zeigt, dass Unilever immer noch auf vielen wenig erfolgreichen Marken sitzt, während sich Procter & Gamble nur noch auf die erfolgreichen konzentriert.

Wie ist Unilever in den wichtigen Märkten positioniert?

Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist die Positionierung des gesamten Portfolios in den richtigen Märkten. In seinen drei Kernmärkten ist Unilever sehr solide aufgestellt. Doch wichtiger sind Wachstumsmärkte wie vegane Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel.

Insgesamt ist Unilever in vielen Marktsegmenten Marktführer, doch das gesamte Portfolio unterliegt Nestlé im Lebensmittel- und Getränkebereich, während Procter & Gamble im Haushalts- und Schönheitsbereich die dominante #1 ist.

Auch in den beiden Wachstumsmärkten weist Unilever noch keine dominante Position auf. Nestlé hat es durch große Übernahmen und innovative Produkte geschafft, ein großes Geschäft in beiden Bereichen aufzuziehen. Schon 2019 hatte Nestlé mit ihrem „Awesome Burger“ eine Antwort auf die Fleischersatzprodukte von Beyond Meat. Mit der Übernahme von Bountiful für 5,8 Mrd. USD im April 2021 wurde Nestlé auch zu einem führenden Vitaminhersteller. Damit hat auch hier Unilever aktuell noch das Nachsehen.

Fazit: Gut diversifiziert, aber kein Branchenprimus. In unserem Vergleich kann Unilever in keinem Bereich hervorstechen. Wer von dem Nahrungsergänzungsmitteltrend profitieren will, sollte in Nestlé investieren. Im Bereich Haushaltsprodukte dominiert Procter & Gamble. Doch das ist kein KO-Kriterium. Für Marktführer müssen Investoren eine Prämie zahlen. Unilever bietet dafür eine hohe Diversifizierung.

Investitionsausgaben im Vergleich

Für Investoren ist aber nicht nur der aktuelle Stand der Marken wichtig, sondern auch der zukünftige. Dafür ist es wichtig, sich die Investitionsausgaben anzuschauen. Hier fällt auf, dass Unilever im Vergleich den geringsten Anteil ihrer Umsätze wieder in das eigene Geschäft investiert.

Immerhin investieren sie noch mehr in Forschung und Entwicklung als PepsiCo und Kraft Heinz. Doch Procter & Gamble sticht hier positiv hervor. Sie haben ein konzentriertes Produktportfolio, in welches sie stetig investieren. Das fehlt uns bei Unilever.

Fazit: Kein Marktführer, dafür profitieren Aktionäre. Die Investitionsausgaben offenbaren, wieso Unilever in keiner Kategorie dominieren kann. Dafür wird Unilever immer günstiger bleiben als eine Procter & Gamble. Doch für die geringen Ausgaben steht Unilever noch überraschend gut dar. Sie zahlen stattdessen mehr Gewinne an Aktionäre aus.

Kennzahlen im Vergleich

Unternehmen

Unilever

Procter & Gamble

Nestlé

PepsiCo

KraftHeinz

Logo

WKN

A0JNE2

852062

A0Q4DC

851995

A14TU4

Marktkapitalisierung in Mrd. USD

135,8

374,6

354,7

233,2

42,5

Umsatz 2021 in Mio. USD

59,2

78,3

93,8

79,5

25,9

Umsatzwachstum 3J

1,0 %

5,3 %

0,3 %

7,2 %

-0,5 %

EBIT 2021 in Mio. USD

9,8

18,4

61,4

11,7

5,1

EBIT-Marge 2021

16,6 %

23,5 %

17,3 %

14,7 %

19,8 %

KUV

2,3

4,3

3,8

2,9

1,6

KGV

20

26,5

26,5

25,2

12,5

Dividendenrendite

3,9 %

2,2 %

2,3 %

2,6 %

4,6 %

 

Marktführer mit Prämie

Procter & Gamble ist eine gute Mischung aus Konsumallrounder und Kosmetikspezialist. In den letzten Jahren haben sie es geschafft, sich nur auf die besten Marken zu konzentrieren. Die Strategie ist aufgegangen, weshalb Procter & Gamble das profitabelste Unternehmen in diesem Vergleich ist. Dafür müssen Investoren für die Gewinne von Procter & Gamble mehr als doppelt so viel auf den Tisch legen wie bei Kraft Heinz. Qualität hat seinen Preis.

Wer bereit ist, für Marktführer eine Prämie zu zahlen, wird in Procter & Gamble ein gutes Investment finden.

#1 Lebensmittelkonzern zu hohem Preis

Nestlé ist der größte Lebensmittelkonzern der Welt mit einem breiten Portfolio aus Lebensmitteln. Zu Nestlé gehören Säuglingsnahrung wie Beba, Wasser wie San Pellegrino, Süßwaren wie KitKat, Fertiggerichte oder auch Nescafé. Allerdings ist die Profitabilität im Vergleich nur mittelmäßig. Auch für das Wachstum ist der Preis relativ hoch. Für Investoren ist das der Aufschlag, den sie für die bekannte „Schweizer Qualität“ zahlen wollen.

Die Nestlé-Aktie ist deshalb vor allem für Investoren geeignet, die auf Sicherheit setzen wollen.

Innovatives Unternehmen mit ordentlich Wachstum zu einem fairen Preis

PepsiCo ist der zweitgrößte Lebensmittelkonzern der Welt und sehr spannend, weil der Konzern ungefähr zur Hälfte in Snacks und Getränke aufgeteilt ist. PepsiCo profitiert damit von der Lust auf Süßes und Salziges. Bekannte Marken von PepsiCo sind z.B. Lay’s, Cheetos, Doritos, Pepsi, Mountain Dew oder 7UP. PepsiCo wächst im Vergleich am schnellsten und konnte in den letzten Jahren erfolgreich auf viele neue Trends setzen.

Investoren, die in diesem Bereich auf innovative und wachsende Unternehmen setzen wollen, sind mit PepsiCo ideal beraten.

Günstige Qualität mit Transformations-Story

Kraft Heinz ist der fünftgrößte Lebensmittelkonzern der Welt und die Nummer 3 in den USA. Das Unternehmen bleibt für viele Aktionäre tabu, was man an der niedrigen Bewertung und hohen Dividendenrendite sieht. Für Wachstumsinvestoren ist Kraft Heinz nichts. Doch Kraft Heinz ist weiterhin außerordentlich profitabel und erfindet viele ihrer Marken aktuell neu. Hier ist viel Negatives eingepreist und Schnäppchenjäger bekommen eine hohe Dividendenrendite bei gleichzeitig hoher Sicherheit. Denn Heinz gibt es schon seit 1869. Bisher hat das Unternehmen noch jede Krise gemeistert.

Für Aktionäre, die an die Transformation von Kraft Heinz glauben, ist die Aktie ein gutes Investment.

Kein Überflieger, aber der perfekte Allrounder

Auch hier sticht Unilever bei keiner Kategorie besonders positiv hervor. Doch ebenso bei keiner Kategorie negativ. Genau hier liegt die Stärke von Unilever. Die Kombination aus langsamen, aber stetigem Wachstum, guter Profitabilität und einer hohe Dividendenrendite machen Unilever zu einem sehr sicheren Investment. Zudem kriegt man die Aktie zu einem guten Preis.

Wer auf ein sicheres Unternehmen mit einer langsam und stetig steigenden Dividende setzt, wird in Unilever ein gutes Investment fündig.

Bewertung der Unilever-Aktie

AAQS: Unilever erreicht 5 / 10 Punkten im AlleAktien Qualitätsscore

Seit der letzten Analyse hat Unilever drei Punkte eingebüßt. Denn die operativen Gewinne sind historisch nicht um mehr als 5 % gewachsen und werden es auch in den nächsten drei Jahren nicht. Somit sinkt auch die erwartete Rendite.

Nichtsdestotrotz bleibt Unilever ein Qualitätsunternehmen. Die Gewinne wachsen im Durchschnitt weiterhin jedes Jahr und die Rentabilitätskennzahlen bleiben fabelhaft. Die Dividendenrendite ist gestiegen und das KGV gesunken. Der Burggraben bleibt intakt und die Verschuldung weiterhin relativ niedrig.

AlleAktien DCF- und FMV-Modell

Um den fairen Wert einer Aktie zu ermitteln, eignet sich das DCF-Modell. Es hat eine simple Annahme: Ein Unternehmen ist so viel wert wie alle Gewinne, die die Firma in der Zukunft erwirtschaftet. Die Idee dahinter ist, wie ein Unternehmer zu denken, dem eine Firma bis in die Ewigkeit gehört. Allerdings muss man bei dem DCF-Modell immer bedenken, dass wir die Zukunftsgewinne nur abschätzen können und dass 1 Mio. US-Dollar für uns heute einen viel höheren Nutzen haben als in 10 Jahren. Deshalb wird das DCF-Modell mit einem Diskontierungsfaktor berechnet, der diese Einflüsse bereinigt.

Wert Begründung
Umsatzwachstum bis 2026 4 % durchschnittlich
  • Aufgrund von Inflation werden die Preise weiter angehoben
Umsatzwachstum bis 2042 2,5 % durchschnittlich
  • Bewusst konservativ aufgrund von historisch schwacher Entwicklung
  • Schwellenländer werden das Wachstum noch lange aufrecht erhalten
EBIT-Marge langfristig 20 %
  • Stetig steigendes Einkommen pro Kopf in Schwellenländern ermöglicht Preiserhöhungen
  • Konzentration auf margenstarke Marken
Kurs-Gewinn-Verhältnis 18
  • Leicht unter dem historischen Mittelwert (∼20)
  • Wachstum etwas niedriger als historisch

Gemäß meiner Annahme entsteht beim DCF-Modell eine Renditeerwartung von 10 % und beim FMV-Modell von 9 % pro Jahr.

AlleAktien Unilever Aktie Aktienanalyse DCF Modell

Renditeerwartung in Abhängigkeit vom Einstiegskurs

Je niedriger der Einstiegskurs, um so höher die langfristige Renditeerwartung

Einstiegskurs Renditeerwartung pro Jahr
20 EUR 18,7 %
25 EUR 16,1 %
30 EUR 14,0 %
35 EUR 12,3 %
40 EUR 10,8 %
47 EUR 9,0 %
55 EUR 7,3 %
60 EUR 6,4 %
65 EUR 5,5 %
70 EUR 4,7 %
75 EUR 4,0 %

Fazit zur Unilever-Aktie: Kaufenswert als sicherer Hafen

Hoher Burggraben, hohe Sicherheit. Als drittgrößter Konsumgüterhersteller der Welt besitzt Unilever viele der erfolgreichsten Marken der Welt. Dazu kommt die hohe Diversifizierung in über 190 Länder der Welt, mit 60 % der Umsätze aus Schwellenländern. Wirtschaftskrisen kennt Unilever deshalb kaum. 2020 war der Gewinn höher als 2019. Das bietet Investoren ein krisensicheres Unternehmen mit einer hohen Dividendenrendite.

Viele kurzfristige Probleme. Allerdings hat Unilever Probleme mit enorm gestiegenen Rohstoffpreisen, besonders für Palmöl. Hinzukommen nun Logistik- und Lohnkosteninflation. Dadurch haben sie die Margenziele gesenkt, da sie ansonsten zu viel Umsatz einbüßen würden. Außerdem hat Unilever zu wenig in Wachstum investiert. Das müssen sie wieder aufholen.

Kein Marktführer, aber dafür günstiger. Unilever kann im Konkurrenzvergleich nicht hervorstechen. Der Konzern besitzt viele starke Marken und ist in allen wichtigen Bereichen gut aufgestellt. Doch Marktführer sind jeweils Konkurrenten. Dafür ist Unilever günstiger und bietet eine hohe Dividendenrendite.

Unilever bleibt kaufenswert. Ich halte die Unilever-Aktie bei einem Kurs von 47 Euro mit einer Renditeerwartung von 9 % für kaufenswert. Die Probleme sind in meinen Augen eingepreist. Unilever hat zwar an Qualität eingebüßt, bietet aber eine verlässliche Dividende und Krisensicherheit. Dafür müssen Investoren mit einer Rendite rechnen, die leicht unter dem S&P 500 liegt. In unseren Augen ein faires Angebot.


Liebe Grüße,
Benjamin Franzil
AlleAktien Aktienanalyst

Über den Autor

Benjamin Franzil

AlleAktien Partner und Aktienanalyst. Benjamins Fokus liegt auf den Branchen Luxusgüter, Restaurants und Halbleiter. Er war vorher bei Infineon in der Digitalisierung und Forschungsstrategie angestellt und hat an der Hochschule Trier Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Seine Strategie ist, in Aktien mit den tiefsten Burggräben und stärksten Marken zu investieren — vorzugsweise Dividendenaktien.

Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit keine Aktien von Unilever.

Quellen & weiterführende Literatur

Beschreibung Link
Unilever Geschäftsbericht 2020
Unilever Quartalsbericht 2021Q4
Marken mit Palmöl
Ranking der meistgewählten Marken von Kantar
Unilever Marken
Procter & Gamble Marken
Nestlé Marken
PepsiCo Marken
KraftHeinz Marken
Nestlé übernimmt Bountiful

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