Arbeitgeberaktien / Belegschaftsaktie

Arbeitgeberaktien, auch Belegschaftsaktien genannt, sind vom Arbeitgeber an, im Angestelltenverhältnis stehende, Mitarbeiter verkaufte Aktien. Das Unternehmen gibt somit ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich am Unternehmen mit selbst eingebrachtem Kapital zu beteiligen.

 

Arbeitgeberaktien Vorteile

Arbeitgeberaktien erzeugen eine hohe emotionale Bindung und Identifikation des Arbeitnehmers mit dem Unternehmen. Loyalität sowie Arbeitsqualität können gesteigert werden. Der Arbeitnehmer wiederum profitiert von einem ggf. steigenden Aktienkurs und/oder Gewinnbeteiligungen in Form von Dividenden und vermehrt so, neben seinem geregelten Einkommen aus Lohn und Gehalt, seine monatlichen Einnahmen. Zusätzlich kann der Arbeitnehmer ein gewisses Maß an Mitbestimmung am Unternehmen geltend machen, da er für seine Kapitalbeteiligung Stimmrechte erhält.

Der größte Vorteil für den Arbeitnehmer ist jedoch die Preisbildung. Meist erhält er die Aktie zu einem Vorzugspreis. Das bedeutet, dass bei Erwerb entweder ein prozentualer Abschlag auf den aktuellen Aktienkurs genommen wird oder der Arbeitnehmer ab einer bestimmten Stückzahl Gratisaktien erhält.

 

Arbeitgeberaktien — Rechtliche Beschränkungen

Grundkapital. Nach Art. 71 des Aktiengesetzes, dürfen Unternehmen nur zu einem bestimmten Anteil am Grundkapital eigene Aktien erwerben und an Mitarbeiter ausgeben. Der Eigenerwerb für die Ausgabe an eigene Arbeitnehmer darf nicht mehr als 10% des Grundkapitals betragen.

Sperrfrist. Meist sind Belegschaftsaktien mit einer sogenannten Sperrfrist versehen. Das bedeutet, dass der beziehende Arbeitnehmer eine Mindesthaltedauer, meist 2-5 Jahre, abwarten muss, bevor er die bezogenen Aktien veräußern darf.

Staatliche Förderung. Der Staat fördert den Erwerb von Belegschaftsaktien im Sinne einer „vermögensbildenden Maßnahme“. Der Arbeitnehmer, der die Belegschaftsaktien bezieht, erhält im Sinne des Einkommenssteuergesetzes einen Geldwerten Vorteil, soweit der Arbeitgeber dies gewährt. Der Geldwerte Vorteil besteht bis zu einer Höhe von 360 Euro.

 

Arbeitgeberaktien am Beispiel „Siemens AG

Bei dem DAX– Konzern „Siemens AG“ wird eine Beteiligung der Mitarbeiter gerne gesehen. So kommt es nicht von ungefähr, dass für Angestellte mehrere Beteiligungsprogramme gestartet wurden. Die Mitarbeiter können beispielsweise zwischen dem „Share Matching Program“ oder dem „Siemens Profit Sharing“ wählen. Diese Beteiligungsprogramme sind nur einige der Möglichkeiten, die die Siemens AG ihren Angestellten zur Unternehmensbeteiligung bietet und unterstreicht die Förderung der Aktienkultur im eigenen Hause.

 

 

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