Derivat (Derivatives Finanzinstrument)

Im Finanzwesen ist ein Derivat (Derivatives Finanzinstrument) ein Vertrag, dessen Wert von der Performance eines anderen Finanzinstrumentes/Wertpapieres (sogenanntes Referenzpapier) abhängt. Das Referenzpapier wird dabei als Basiswert (englisch: underlying) bezeichnet.

Basiswerte können Wertpapiere (Aktien, Anleihen), finanzielle und wirtschaftliche Kennzahlen (Zinssätze, Indizes, Bonitätsratings, Wetter, globales Ölvorkommen) oder Handelsgegenstände (Rohstoffe, Devisen, Edelmetalle) sein. Prinzipiell kann jeder messbare Wert der Welt (z.B. auch das Wetter und die Wettervorhersage) und auch jedes Derivat der Basiswert eines neuen Derivats sein.

Die Voraussetzung für die Auflage eines neuen Derivats ist stets die Nachfrage nach einem Investor, auf einen bestimmten Wert zu wetten.

Derivate ermöglichen es erstmals seit Beginn der Wirtschaft, an den Chancen und Risiken eines Wertes zu partizipieren, ohne diesen Wert selbst zu besitzen. Darüber hinaus wird es ermöglicht, auf alle potentiellen Ereignisse und indirekt messbare Werte (z.B. die Liquidität, Volatilität oder das Handelsvolumen eines Wertpapieres) zu spekulieren.

Festgeschäft, Swapgeschäft, Optionsgeschäft

Optionen: Optionsgeschäfte (Optionen) geben dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, zum Fälligkeitszeitpunkt (Europäische Option) oder vor dem Fälligkeitszeitpunkt (Amerikanische Option) eine bestimmte Menge des Basiswertes zu einem fixen Preis zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option).

Festgeschäft: Der Verkäufer verspricht bei Vertragsabschluss dem Käufer, zum Fälligkeitszeitpunkt den Basiswert zu übergeben oder den Betrag in Bar (Cash) auszugleichen, zum Marktwert des Basiswerts am Fälligkeitszeitpunkt.

Swapgeschäft nennt man eine Reihe von Festgeschäften, die lückenlos hintereinander gestaffelt sind. So können 4 Festgeschäfte von 3 Monaten zu einem einzigen Swapgeschäft von 12 Monaten zusammengefasst werden.

 

 

 

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