Dogs of the Dow

Der Name der Dogs of the Dow-Strategie kommt, wie oft vermutet, nicht von den treuen Vierbeinern, sondern von der amerikanischen Bezeichnung für nicht so attraktive Frauen. Im Deutschen wären das „hässliche Entlein“. So sieht der Erfinder der Strategie, O’Higgins, auch Aktien mit einer hohen Dividendenrendite. Der Index, aus dem diese ausgewählt werden, ist der Dow Jones Industrial Average, welcher aus 30 der größten US-Unternehmen besteht. Die Dividendenrendite lässt sich durch die Division der jährlichen Dividende durch den Kurs errechnen. Beispielsweise weist ein Unternehmen mit einem Kurs von 50 Euro und einer Dividende von 2 Euro eine Dividendenrendite von 4% (also 2 Euro / 50 Euro) auf.

Dogs of the Dow Definition

  • Ein Teil der Rendite soll durch die jährliche oder quartalsweise Ausschüttung von Unternehmensgewinnen erzielt werden, welche im Folgenden in weitere Anteile gesteckt werden können. Dies entspricht einer klassischen Dividendenstrategie ohne weitere Kriterien, wie Dividendenwachstum oder Konstanz der Zahlungen.
  • Die Besonderheit bei Dogs of the Dow ist, dass nicht nur hohe Dividenden, sondern auch hohe Kursgewinne versprochen werden. Hier wird angenommen, dass große Unternehmen (Blue Chips) ihre Dividende auch in einer Krise halten, während der Kurs in den Keller rauscht, was die Dividendenrendite nach oben treibt. Wenn jetzt diese Unternehmen nach einiger Zeit hoffentlich wieder aus der Krise raus sind, verzeichnen sie dann auch überdurchschnittliche Kursgewinne.

Historische Betrachtung: Dogs of the Dow

Der bisherige Erfolg der Strategie war zwar nicht schlecht, allerdings zeichnete sich in der Vergangenheit keine klare Überrendite durch Kaufen der 10 Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite ab. Im Zeitraum von 2000 bis 2017 verzeichnete beispielsweise die Strategie eine Rendite von 217%, während der Dow Jones inklusive reinvestierter Dividenden 195% erreichte. Auch ist zu beobachten, dass im Zuge der Finanzkrise das Plus zeitweise stark zurückging.

Dogs of the Dow: Beispiele

Aktueller Anführer der Liste ist das IT- und Beratungsunternehmen IBM mit einer Dividendenrendite von 5,1%. Nummer Zwei und Vier der Liste werden von Erdölunternehmen besetzt. ExxonMobil hat hierbei 4,92% und Chevron 4,18%. Die sehr beliebte Dividendenaktie Coca-Cola liegt auf dem neunten Platz.

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