REIT (Real Estate Investment Trust)

REIT-Aktien (Real-Estate-Investment-Trust) sind eine spezielle Form von Aktiengesellschaften. Anlagekapital wird in den Erwerb von Immobilien (oder anderen Sachwerten) investiert. Diese Aktien sind v.a. in den USA äußerst beliebt. Über 80 Mio. Amerikaner sind in REIT-Aktien investiert. Der Grund: Es gibt kein staatliches Rentensystem. Entsprechend hoch ist das Bedürfnis vieler Amerikaner, sich mit Investitionen in REIT-Aktien ein planbares und wiederkehrendes Einkommen aufzubauen.

Grundsätzlich unterscheiden sich REIT-Aktien dadurch von normalen Aktien, dass in der Regel keine Besteuerung der Mieterträge auf Unternehmensebene erfolgt. Gleichzeitig werden die Gesellschaften verpflichtet, einen Großteil ihres Ertrags auszuschütten.

Das hat zur Folge, dass REIT-Aktien typischerweise besonders hohe Dividendenrenditen aufweisen und besonders oft ausschütten. Einige Gesellschaften schütten die Dividende sogar monatlich aus. REITs können öffentlich (an der Börse gelistet) oder privat sein.

 

REIT-Vorteile und Besonderheiten

Steuervorteil: REIT-Aktien genießen gegenüber „normalen Aktien“ steuerliche Vorteile: Es findet keine Besteuerung der Erträge auf Unternehmensebene statt.

Ausschüttungspflicht: Dafür unterliegen die REIT-Aktien dem Zwang, ihren erzielten Gewinn vollständig auszuschütten. Durch diese steuerliche Begünstigung wird vom Gesetzgeber eine steuerliche Gleichberechtigung gegenüber direkten Immobilieninvestments hergestellt. Durch die Ausschüttungspflicht des Ertrags sind für den Staat auskömmliche Steuereinnahmen dennoch sichergestellt.

Der Charme: Mieterträge sind typischerweise besonders stabil und gut planbar. Jeder Vermieter kennt das süchtig machende Gefühl, wenn Monat für Monat eine Miete aufs Konto einprasselt. Darüber hinaus sind Immobilien echte Sachwerte.

Die Performance: Erstaunlich gut, sogar besser als die des S&P 500-Index. Die folgende Grafik zeigt klar auf, dass der weltgrößte REIT-Index (gelb) den S&P 500-Index in den letzten 49 Jahren klar outperformt hat. Allerdings ist der Vergleich nicht ganz fair: Der REIT-Index ist ein Total Return-Index, unterstellt also eine sofortige Wiederanlage der Dividende. Der S&P 500-Index hingegen ist lediglich ein Kursindex, die ausgezahlten Dividenden finden also keine Berücksichtigung.

Doch selbst nach einer Korrektur um diesen Effekt hat der REIT-Index den S&P 500-Index in den letzten 50 Jahren immer noch outperformt.

AlleAktien-REIT-Performance-Vergleich-S&P-500

Performance des FTSE Nareit All Equity REIT TR-Index (gelb; REIT-Index) gegenüber einer Geldanlage mit 10% Verzinsung (grün) gegenüber dem S&P 500-Index (blau) seit 1970. Bildquelle: Comdirect.

Mehr Rendite: In 16 der letzten 25 Jahre erzielten Anleger mit einer Investition in den REIT-Index eine höhere Rendite als mit einer Investition in den S&P 500-Index. Dazu kommt: Die durchschnittliche Dividendenrendite aller REIT-Aktien liegt mit 4,8% weit höher als die Dividendenrendite des S&P 500-Index (2,2%).

Geringere Risiken: Ein weiterer Grund, der für eine Investition in REIT-Aktien spricht: Man legt sich als Anleger eine zusätzliche Vermögensklasse ins Depot, verbessert seine Diversifikation. Die Performance-Grafik zwischen REIT-Aktien und dem S&P 500-Index zeigt klar auf: Während in der Finanzkrise 2008/2009 und im Crash 1972 bis 1975 sowohl REIT-Aktien als auch der breite Aktienmarkt nachgegeben haben, blieben REIT-Aktien vom brutalen Kursrückgang ab 2000 vollständig verschont. Das bedeutet konkret: Wer sein Vermögen zusätzlich auch in REIT-Aktien aufteilt, senkt seine Schwankungen im Depot. Der Vermögensaufbau läuft stetiger.

 

Die 12 REIT-Aktien-Sektoren im Überblick 

  1. Büro-REITs
  2. Industrie-REITs
  3. Einzelhandel-REITs
  4. Hotel-REITs
  5. Wohn-REITs
  6. Waldland-REITs
  7. Gesundheit-REITs
  8. Mietlager-REITs
  9. Infrastruktur-REITs
  10. Datencenter-REITs
  11. Diversifizierte REITs
  12. Spezial-REITs

 

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