Sind Aktien Sachwerte?

Grundsätzlich kann man hart verdientes Geld auf zwei Arten anlegen: in Geldanlagen und in Sachwerte. Sind Aktien nun Sachwerte oder nicht?

 

Was sind Sachwerte?

Sachwerte sind reale Werte oder Güter, die von Geldwertschwankungen unabhängig sind bzw. die Inflation im Wert kompensieren. Solche realen Werte sollen während einer Wirtschaftskrise nicht vollkommen an Wert verlieren, sondern in schwierigen Zeiten zum Erhalt des Vermögens beitragen. Vor allem sollen sie vor Inflation, aber auch vor den Folgen von Staatspleiten und Währungskrisen schützen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen, schaffen es die Zinsen auf Sparkonten und Anleihen nicht, den Kaufkraftverlust des Geldes auszugleichen und die Geldentwertung durch Inflation abzuwenden. Geldanlagen in Sachwerte können hier Abhilfe leisten. Die bekanntesten Sachwerte sind ohne Zweifel Immobilien und Gold. Daneben lässt sich aber auch in Rohstoffe, Edelsteine oder Kunst investieren.

 

Beliebter Sachwert Immobilie

Der Traum vom eigenen Haus ist ein Weg, um in Immobilien zu investieren. Immobilien lassen sich aber auch vermieten und bringen fortlaufende Erträge in Form der Miete. Die Hypothekenzinsen sind schon seit längerer Zeit niedrig und die Nachfrage nach einem Eigenheim boomt. Doch die Immobilienpreise steigen schon lange stärker an als die Mieten. Das macht sie gemessen am Ertrag viel zu teuer. Nicht unterschätzen darf man auch die laufenden Kosten, die eine Immobilie für Unterhalt und Pflege mit sich bringt. Ganz abgesehen vom Aufwand für den Vermieter. Immobilien sind zudem eine sehr langfristige Investition. Erst nach Jahrzehnten hat man das investierte Kapital amortisiert. Außerdem muss man als Immobilienbesitzer stets mit staatlichen Eingriffen wie Sondersteuern, Zwangshypotheken oder neuen Mietpreisbremsen rechnen.

 

Sichere Investition Gold

Erheblich attraktiver und einfacher in der Handhabung ist Gold. Im Gegensatz zu Aktien und Anleihen wirft Gold zwar weder Dividenden noch Zinsen ab. Doch steuerliche Aspekte überzeugen, wie z.B. beim Kauf keine Mehrwertsteuer bezahlen zu müssen. Im Gegensatz zu Silber oder Platin. Und nach einem Jahr Haltedauer ist der erzielte Gewinn beim Verkauf steuerfrei. Gold erfreut sich zudem immer großer Nachfrage. Der Preis bewegt sich seit 2013 grob zwischen 1.200 und 1.300 US-Dollar die Feinunze.

 

Sind Aktien Sachwerte?

Auch Aktien von Unternehmen gelten als Sachwerte und bieten zumindest in der Theorie einen gewissen Schutz gegen die Geldentwertung. Herrscht Inflation, können Aktiengesellschaften beispielsweise ihre Preise erhöhen und so ihre Margen steigern. Zur Freude der Aktionäre.

Allerdings können Aktien nur eine tiefe Inflationsrate ausgleichen. Handelt es sich um eine Geldentwertung von hohem Maße, wirkt sich das negativ auf die Produktionskosten aus. Diese steigen um ein Vielfaches als der Verkaufspreis, so dass die Margen schrumpfen und die Aktienkurse schlussendlich fallen. Generell zeigt sich an der Börse das Verhalten, dass bei zu starker Inflation die Nachfrage nach Aktien sinkt.

 

Die Nachteile von Sachwerten

Sachwerte sind etwas Handfestes. Doch sie bergen auch Nachteile und Gefahren.

Viele Sachwerte sind nicht liquide. Sie werden nicht an gesetzlich regulierten Börsen gehandelt, sondern auf dem privaten Markt verkauft. Da es sich oft um kapitalintensive Objekte wie ein Haus, ein Schiff oder ein Grundstück handelt, können diese nicht jederzeit problemlos verkauft werden.

Auch sind Sachwerte oft mit großem Unterhaltsaufwand für den Besitzer verbunden. Während man eine Aktie nach dem Kauf einfach im Depot liegen hat, muss man bei Immobilien, Autos oder Schiffen Zeit und Geld in den Unterhalt investieren.

 

 

 

 

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