Spread (Geld-Brief-Spanne bei Aktien)

Als Aktien-Spread wird die Handelsspanne zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs bezeichnet. Der Spread ist immer positiv, da bei negativem Spread (oder Spread = 0) sofort ein Geschäft zustande kommt.

Geldkurs / Bid: Kaufpreis / Rücknahmepreis

Briefkurs / Ask: Verkaufspreis

Weil der Spread immer positiv ist, würde man als Anleger Geld “verlieren”, wenn man die gleiche Aktie im gleichen Moment kauft und verkauft (zusätzlich zu Transaktionskosten und Steuereffekten). Für langfristige Investoren spielt der Spread eine geringe Rolle, solange dieser sich nicht massiv auf einen Kursabschlag auswirkt (mehr als 1% des Kaufkurses).

Bei hochliquiden Werten (S&P500, DAX, wichtige Währungspaare wie EURUSD, USDCNY) ist der Spread sehr gering, wenige Cent oder Promille. Bei weniger liquiden Werten (SDAX und darunter) oder physischen Investment-Produkten (z.B. Gold-Investments als physische Barren, die nach Hause geliefert werden) kann der Spread zwischen 1 und 20% des Kaufwertes liegen.

Der von jeder Börse betriebene zwischenbörsliche Hochfrequenzhandel stellt sicher, dass die Wertpapier-Spreads auch an unterschiedlichen Börsen fast identisch sind – sonst wäre ein risikofreier Gewinn unter Ausnutzung unterschiedlich großer Spreads möglich.

 

Beispiel Aktien-Spread:

  1. Jonathan Neuscheler möchte Adidas zu 90 EUR kaufen (Kaufpreis, Bid), nicht darüber
  2. Michael Jakob möchte Adidas zu 100 EUR verkaufen (Verkaufspreis, Ask), nicht darunter
  3. Ein Geschäft kommt nicht zustande, der Aktien-Spread beträgt 10 EUR

 

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