Stop Loss bei Aktien

Die Stop Loss Order ist eine spezielle Art von Verkaufsorder. Für eine Aktie im Besitz wird ein Verkaufspreis unterhalb des aktuellen Kurses festgelegt. Fällt der Aktienkurs und erreicht er den festgelegten Preis, wird die Aktie automatisch verkauft. Diese Art von Order wird oft dazu verwendet, um bei fallenden Kursen die Verluste zu begrenzen. Wenn eine Aktie lange gestiegen ist, können auch Gewinne gesichert werden.

Stop Loss Order: Beispiel

Beispiel: Die Apple-Aktie wird zum Kurs von 140 EUR erworben. Der Kurs steigt an und die Aktie befindet sich nun bei 180 EUR. Um zu vermeiden, dass ein rapider Preisfall die Kursgewinne wieder vernichtet, wird nun ein Stop Loss gesetzt. Dieser befindet sich unterhalb von 180 EUR und oberhalb von 140 EUR. Da Aktien im Tagesverlauf schwanken (Volatilität), sollte der Stop Loss mit einem gewissen Abstand zum derzeitigen Preis gesetzt werden. Andernfalls kann es bei “normalen” Schwankungen dazu kommen, dass die Aktie verkauft wird, sie aber danach ihren Aufwärtstrend fortsetzt. Ein Stop Loss wäre in diesem Fall beispielsweise bei 170 EUR denkbar. Sobald der Kurs die 170 EUR erreicht, wird die Aktie automatisch zum Verkauf freigegeben.

 

Stop Loss Order: Nachteile und Kritik

Wenn der Kurs den Stop Loss erreicht, wird eine unlimitierte Verkaufsorder getätigt. Das bedeutet, dass es gerade in stark fallenden Märkten keine Garantie für den gewählten Verkaufspreis gibt. Wird der Kurs erreicht, wird die Aktie zum Verkauf freigegeben, aber es muss sich natürlich auch ein Käufer finden. So kann es passieren, dass die Aktie erst zu einem Kurs weit unterhalb des gesetzten Stop Loss Preises verkauft wird.

Ein weiterer Kritikpunkt gilt für langfristige Investoren. Hier sollte lieber der Grund für einen solchen Kursverlust betrachtet werden. Gibt es im Unternehmen langfristig fundamentale Probleme oder nur kurzfristige Schwächen? Bei grundsoliden Aktien könnte ein Kursrutsch vielleicht als günstige Gelegenheit zum Nachkauf gesehen werden und nicht als Verkaufssignal.

 

Stop Loss Order: Kosten und Nachteile

Die Kosten für eine Stop Loss Order fallen erst bei erfolgreicher Ausführung an. Das Setzen und Löschen einer Order ist bei den meisten Online-Brokern kostenlos.

Bei einer Stop Loss Order (Verkaufsorder) an deutschen Börsen fallen bei den bekannten Online-Brokern die normalen Transaktionskosten an. Diese setzen sich aus dem Orderentgelt des Brokers sowie einem börsenplatzabhängigen Entgelt zusammen. An ausländischen Börsen und bei einigen Brokern können zudem zusätzliche Kosten anfallen. Für eine genaue Übersicht bieten die meisten Broker eine genaue Auflistung der Ordergebühren an.

 

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