Wachstumsaktien

Wer in Wachstumsaktien investiert, will von einem Kapitalzuwuchs durch steigende Aktienkurse profitieren. Und weniger (oder gar nicht) von Dividendenauszahlungen.

 

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Charakteristiken von Wachstumsaktien

  • Umsatzwachstum von jeweils mindestens 20 % in den letzten drei Jahren
  • Ein erkennbarer Wettbewerbsvorteil, der das Geschäftsmodell schützt
  • Eine Bewertung über dem Marktdurchschnitt
  • Eine realistische Chance, die Marktkapitalisierung in fünf Jahren zu verdoppeln

 

Umsatzwachstum von mindestens 20%

Wachstumsaktien gehören zu Unternehmen, die schnell wachsen. Sie bieten Produkte oder Dienstleistungen an, deren Beliebtheit stetig steigt. Diese Popularität wird sich fast immer im Umsatzwachstum des Unternehmens widerspiegeln.

 

Kein Glück, sondern Pionierarbeit

Wachstumsinvestoren sind an Unternehmen interessiert, die ihren Umsatz um mindestens 20 % in jedem der letzten drei Jahre gesteigert haben. Ein Umsatzwachstum von 20% liegt weit über dem Marktdurchschnitt. Wichtig ist auch, dass es sich nicht um ein einmaliges Wachstum von 20% handelt, sondern dieses enorme Wachstum muss drei Mal hintereinander vorgewiesen werden können. Womit die Firma beweist, dass es nichts mit Glück zu tun hat, sondern dass Pionierarbeit geleistet wird, die der Markt honoriert.

 

Welche Wachstumsaktie kommt nach Apple?

So eine Aktie war in der Vergangenheit Apple. Dank der großen Beliebtheit von iPhone und iPad wuchs der Umsatz zwischen 2010 und 2013 um 52 % pro Jahr. Im gleichen Zeitraum stieg die Aktie um 155 %. Natürlich ist Apple längst keine Wachstumsaktie mehr. Wenn du dich nun auf die Suche nach einer Aktie mit dem Apple-Effekt machst, dann solltest du dir folgendes vor Augen halten.

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Wettbewerbsvorteil nötig, um sich am Markt zu behaupten

Wachstumsinvestoren ist das Umsatzwachstum wichtiger als das Gewinnwachstum. Sie glauben nämlich, dass sich das Wachstum letztendlich im Ergebnis des Unternehmens niederschlagen wird. Wenn die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens immer beliebter werden, dann zieht das Konkurrenten an, die in den Markt eindringen werden. Ergo ist ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil unabdingbar, um in die Gewinnzone zu kommen und nachhaltig erfolgreich zu sein.

 

Wie findet man die besten Wachstumsaktien?

Wenn du dich für Wachstumsaktien entscheidest, dann musst du dir bewusst sein, dass du ein hohes Risiko eingehst. Denn die wenigsten der vermeintlich revolutionären Geschäftsmodelle oder Produkte können sich am Markt durchsetzen. Die meisten Unternehmen gehen irgendwann pleite.

Doch es gibt Ausnahmen, wie schon erwähnt Apple oder auch Microsoft, die sich mit innovativen Produkten am Markt behaupten konnten und diesen irgendwann dominierten.

Das entscheidende bei der Suche nach Wachstumsaktien ist, Aktien von Unternehmen zu finden, die Umsatz und Gewinn nachhaltig steigern können und trotzdem im Verhältnis zu ihrem Ertragsniveau relativ günstig bewertet sind. Ein solcher Ansatz wird auch als „Growth at a reasonable price“ (GARP) bezeichnet, also als „Wachstum zu einem angemessenen Preis“.

 

Bewertung von Wachstumsaktien

Welche Kennziffer nimmt man zur Hand, um eine Wachstumsaktie richtig zu bewerten? Nicht geeignet ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Weil ein Unternehmen, dessen zukünftige Gewinne stark wachsen werden, ein höheres KGV in Bezug auf seinen aktuellen Gewinn rechtfertigt als ein Unternehmen mit stagnierenden oder sinkenden Gewinnen. Wachstumsaktien sind im Verhältnis zu ihrem aktuellen Ertragsniveau immer komplett überbewertet.

Viel geeigneter ist das Price-Earnings-Growth-Ratio (PEG): Das Price-Earnings-Growth-Verhältnis kann man gewissermaßen als Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für Wachstumsunternehmen bezeichnen. Konkret berechnet sich das PEG, indem das KGV durch die Wachstumsrate des Gewinns geteilt wird.

 

Welche PEG-Werte sind attraktiv?

Das PEG sollte nur für Unternehmen angewandt werden, für die auch ein nachhaltiges Gewinnwachstum erwartet wird. Die Faustregel besagt, dass das PEG von attraktiven Wachstumsaktien zwischen null und eins liegen sollte. Demnach sollte das KGV eines Wachstumsunternehmens also höchstens so hoch sein wie die jährliche Wachstumsrate des Gewinns. Liegt das Gewinnwachstum bei 20 %, wäre ein KGV von 20 angemessen.

 

 

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