Benjamin Franzil Partner bei AlleAktien. Studium von Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Trier und Clemson University. Digitalisierung bei Infineon.

AlleAktien Partner und Aktienanalyst. Benjamins Fokus liegt auf den Branchen Luxusgüter, Restaurants und Halbleiter. Er war vorher bei Infineon in der Digitalisierung und Forschungsstrategie angestellt und hat an der Hochschule Trier Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Seine Strategie ist es die in Aktien mit den tiefsten Burggräben und stärksten Marken zu investieren — vorzugsweise Dividendenaktien.

AlleAktien Future Multiple Valuation — Wie man schnell und mit hoher Genauigkeit ermittelt, ob eine Aktie kaufenswert ist oder nicht

▲ Die Bewertung einer Aktie ist der wichtigste Schritt in einer Aktienanalyse. Erst in diesem Schritt erfährt man, ob die Aktie kaufenswert ist oder nicht. Es gibt viele Modelle mit individuellen Stärken und Schwächen. Wir haben deshalb ein eigenes Modell entwickelt: Das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell. Das AlleAktien FMV-Modell ist ein einfaches Modell zur Bewertung von Unternehmen. Es kann schnell und sehr genau für jede Aktie genutzt werden. Erfahre in diesem Artikel, wie das AlleAktien FMV-Modell funktioniert und welche Bewertung die beliebtesten Aktien, basierend auf diesem Modell, erhalten.

 

Das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell macht die Bewertung aller Unternehmen möglich

  • Der wichtigste Teil jeder Analyse. Die Bewertung ist der Schritt in der Aktienanalyse, der einem verrät, ob das Unternehmen kaufenswert ist oder nicht. Deshalb muss die Bewertung immer sehr fundiert sein. Es gibt viele Modelle, die auf verschiedene Weisen funktionieren. Ich erkläre dir die Modelle und zeige, was die jeweiligen Stärken und Schwächen sind.
  • Flexible Methode. Das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell ist eine flexible Methode. Man kann praktisch jede Aktie mit dem AlleAktien FMV-Modell bewerten. Die Ergebnisse werden mathematisch ermittelt und berücksichtigen auch Sondersituationen wie eine höhere Bewertung im Vergleich zur Konkurrenz.
  • Bewertung der 5 beliebtesten Dividendenaktien. Wir haben das AlleAktien FMV-Modell auf die fünf beliebtesten Aktien in der Gruppe Dividendenstrategie losgelassen: Microsoft, Johnson & Johnson, Apple, Unilever, Visa. Das Modell gibt einen interessanten Einblick in die Renditeerwartung der Aktien. Downloade das Modell und fülle es mit deinen eigenen Annahmen.
  • Bewertung der 5 beliebtesten Aktien auf AlleAktien. Viele unserer analysierten Aktien sind seit der letzten Analyse stark gestiegen. Ich habe fünf unserer beliebtesten Aktien neubewertet: Amazon, Adobe, Netflix, Square, The Trade Desk. Lies dir jetzt durch, welche Aktien beim aktuellen Niveau kaufenswert sind und bei welchen Aktien man lieber in Wartehaltung geht.

 

AlleAktien Future Multiple Valuation Modell

  1. Wie bewertet man ein Unternehmen?
  2. Wie funktioniert das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell?
    1. Methodik des AlleAktien FMV-Modells
    2. Anwendung des FMV-Modells an einem Beispiel
  3. Rendite der beliebtesten Dividendenaktien mit dem FMV-Modell
    1. Microsoft, Johnson & Johnson, Apple, Unilever und Visa im AlleAktien FMV-Modell
  4. AlleAktien FMV-Modell Fazit
  5. Rendite der beliebtesten Aktien auf AlleAktien mit dem FMV-Modell
    1. Amazon, Adobe, Netflix, Square und The Trade Desk im AlleAktien FMV-Modell

 

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1. Wie bewertet man ein Unternehmen?

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Die Arten, ein Unternehmen zu bewerten

Das Ziel bei einer Aktienanalyse ist, das Unternehmen auf verschiedene Aspekte zu untersuchen: Geschäftsmodell, Branche, Zukunftstrends, Umsatz- und Gewinnentwicklung, Risiken und natürlich die Bewertung: Ist die Aktie zum aktuellen Preis kaufenswert oder nicht?

Es gibt dabei mehrere Methoden, um Aktien zu bewerten. Ich stelle dir grob die wichtigsten vor:

  1. Substanzwertverfahren
  2. Bewertung anhand des historischen Durchschnitts
  3. Discounted Cashflow-Methode
  4. Vergleich mit der Konkurrenz
  5. Sum of the Parts-Methode

 

Das Substanzwertverfahren

1. Das Substanzwertverfahren

Das Substanzwertverfahren ist eines der ältesten Modelle zur Bewertung von Unternehmen. Die grundlegende Annahme ist, dass man die Bilanzwerte des Unternehmens zum aktuellen Zeitpunkt betrachtet und Annahmen trifft, wie viel diese beim direkten Verkauf wert sind. Oft spiegelt die Bilanz nämlich nicht die realen Werte von Gegenständen wider, sondern nur einen buchhalterischen Wert.

Diese Bewertungsmethode war vor allem zu den Zeiten von Warren Buffetts Lehrer Benjamin Graham beliebt. Damals gab es sehr viele kleine Unternehmen an der Börse, die große Bilanzschätze hatten. Graham kaufte Aktien solcher Unternehmen und löste das Unternehmen auf. Der Schatz konnte geborgen und eine direkte Rendite erwirtschaftet werden. Die größte Gefahr ist, dass man die Bilanzwerte falsch abgeschätzt hat und das Unternehmen diese nicht schöpfen kann.

Heute wird diese Methode allerdings kaum noch verwendet, denn der Stellenwert von Marken, Kundenbeziehungen und geistigem Eigentum ist erheblich gestiegen. Dadurch werden Unternehmen höher bewertet als mit der Summe der Buchwerte.

Die Bewertung anhand des historischen Durchschnitts

2. Die Bewertung anhand des historischen Durchschnitts

Die Bewertung anhand des historischen Durchschnitts ist eines der einfachsten Verfahren, um Aktien zu bewerten. Die Annahme ist, dass ein Unternehmen einen historischen Mittelwert hat, um den die Bewertung langfristig pendelt. Ist die Bewertung niedriger als der historische Durchschnitt, dann ist das Unternehmen kaufenswert. Ist sie höher, dann ist die Aktie nicht mehr kaufenswert. Die Methode eignet sich besonders für Unternehmen, die konstant wachsen. Wenn das Unternehmen ein Zykliker ist, dann schwanken die Gewinne sehr stark. Die Bewertung kann günstig aussehen, aber im nächsten Jahr hinfällig sein, weil der Gewinn abfällt. Für stark wachsende Unternehmen eignet sich die Bewertung bedingt, da bei vielen Unternehmen oft noch nicht die volle Profitabilität erreicht ist.

▲ Die Bewertung anhand des historischen Durchschnitts eignet sich besonders gut, um Slow Grower und Average Grower nach Peter Lynch zu bewerten. Ist die Bewertung niedrig, dann kann es sich aktuell um einen sehr guten Einstiegspunkt handeln.

Die Discounted Cashflow-Methode

3. Die Discounted Cashflow-Methode

Die Discounted Cashflow-Methode (DCF) ist eines der gängigsten Modelle in der Finanzwelt. Die Idee hinter dem Modell ist, dass einem Aktionär alle Unternehmensgewinne der Zukunft zustehen. Deshalb ist ein Unternehmen heute so viel wert wie die Gewinne, die es in Zukunft erwirtschaften wird. Allerdings ist 1 Mrd. EUR Gewinn in 2020 deutlich mehr wert als 1 Mrd. EUR Gewinn in 2030 — denn man hat die 1 Mrd. EUR direkt zur Verfügung.

Die Wartezeit wird deshalb im Modell mit einem sogenannten Diskontierungsfaktor berücksichtigt. Der Diskontierungsfaktor ist die durchschnittliche Renditeerwartung der Aktionäre und Fremdkapitalgeber.

Der Vorteil der DCF-Methode ist, dass das Verfahren eine mathematisch korrekte Methode ist. Deshalb ist es immer ein Bestandteil unserer Aktienanalysen. Es ist aber auch eine komplexe Methode. Viele Annahmen müssen getroffen werden: Wachstumsraten, Margen, Verschuldung, Zinssatz, Steuersatz, Diskontierungsfaktor… Eine geänderte Annahme kann die Renditeerwartung der Aktie vollständig ändern.

▲ Im DCF-Modell kann man sehr ausführlich berechnen, wie viel ein Unternehmen heute maximal wert sein darf, basierend auf verschiedenen Renditeerwartungen.

 

 

Vergleich mit der Konkurrenz

4. Vergleich mit der Konkurrenz

Ähnlich wie die Bewertung mit dem historischen Durchschnitt, kann man ein Unternehmen auch mit der Konkurrenz vergleichen. Investoren haben die Wahl zwischen verschiedenen Aktien eines Sektors: Nike oder Adidas, Visa oder Mastercard, Nestlé oder Unilever, McDonald’s oder Starbucks.

Ähnliche Unternehmen werden ähnlich bewertet. Zum Beispiel Visa und Mastercard haben seit Jahren ein vergleichbares Kurs-Gewinn-Verhältnis. Wenn man die Visa-Aktie bewertet, würde man also vergleichen, was ein Investor für Mastercard bezahlen muss.

Sum of the Parts-Methode

5. Sum of the Parts-Methode

Die Sum of the Parts-Methode ist eine eher selten genutzte Form der Unternehmensbewertung. Sie wird dazu benutzt, um Konglomerate oder Unternehmen aus vielen einzelnen Bestandteilen zu bewerten. Hier ist die Grundannahme, dass ein Unternehmen so viel wert sein sollte wie die Summe seiner Teile. Für die einzelnen Teile werden dann verschiedene Bewertungsmethoden wie die DCF-Methode oder ein Vergleich mit der Konkurrenz genutzt. Bei Amazon könnte eine Bewertung folgendermaßen aussehen:

 

Beispiel: Amazon

Firma Logo Umsatz (2019) Ø KUV Konkurrenz MCap. Wert basierend auf Ø KUV
Amazon Retail 246 Mrd. 2,6 640 Mrd.
Amazon Web Services (AWS) 35 Mrd. 24,3 851 Mrd.
Amazon 281 Mrd. 1.650 Mrd. 1.491 Mrd.

Renditepotential: -10%. Nach dieser Methode (auf Basis der 2019er Zahlen) wäre Amazon leicht überbewertet, da der Wert der einzelnen Beteiligungen geringer ist als der Gesamtwert des Unternehmens

Fazit

Fazit: Es gibt kein perfektes Bewertungsmodell

Es gibt sehr viele Bewertungsmethoden, jedoch ist kein Modell allen anderen überlegen. Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile und kann in bestimmten Situationen seine Stärken ausspielen. Investoren sollten mehrere Methoden kennen und nutzen und je nach Situation die eine stärker oder weniger stark verwenden.

 

2. Wie funktioniert das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell?

Was macht das AlleAktien FMV-Modell anders?

Das AlleAktien Future Multiple Valuation Modell bietet eine einfache Bewertung von Aktien

Wir von AlleAktien nutzen ein eigenes Modell: Das AlleAktien Future Multiple Valuation (FMV) Modell. Das AlleAktien FMV-Modell ist eine Kombination aus mehreren Modellen und kann dadurch sehr flexibel eingesetzt werden.

Die Basis des FMV-Modells ist eine erwartete Entwicklung des Unternehmens für die nächsten zehn Jahre. Die Umsätze und Gewinne werden in die Zukunft abgeschätzt.

Anschließend wird ein Multiple verwendet. Dieses basiert entweder auf der Historie des Unternehmens (bei Slow und Average Growern) oder einem Vergleichswert ähnlicher Unternehmen. Mit diesem Multiple wird die Marktkapitalisierung in der Zukunft berechnet.

Die Rendite, die das Unternehmen in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen an die Aktionäre ausschüttet, wird hinzugerechnet. Hierfür wird eine Ausschüttungsquote angenommen, die aus den historischen Daten des Unternehmens entnommen wird. Die Ausschüttungen werden zusammengezählt.

Die Rendite aus der Summe von Dividenden und Kursgewinn wird berechnet. Dies ist die jährliche Rendite, die ein Aktionär in etwa durchschnittlich über die nächsten zehn Jahre erwarten kann.

Beispiel des FMV-Modells an LVMH, Unilever, Visa und Johnson & Johnson

Um die Funktionsweise des FMV-Modells historisch zu zeigen, habe ich vier Unternehmen als Beispiel gewählt. Bei allen gab es in der Vergangenheit keine disruptiven Veränderungen. Ich habe mich in einen Investor versetzt, der 2009 die Aktien analysiert und dem die Analystenschätzungen bis 2012 vorlagen. Ab 2013 treffe ich eigene Annahmen, basierend auf der Historie des Unternehmens.

▲ Als Investor ist es unsere Aufgabe die Gewinne der Zukunft halbwegs verlässlich zu schätzen. In meiner Schätzung für LVMH habe ich das Umsatzwachstum etwas unterschätzt und habe nicht geahnt, dass LVMH in Zukunft ein so hohes Multiple haben wird. Dennoch ist das Modell wirklich nah an der Realität.

 

▲ Im direkten Vergleich zwischen FMV-Modell und realen Renditen zeigt sich, dass bei validen Annahmen ein sehr realitätsnahes Ergebnis erzielt werden kann. Nur Visa reißt deutlich aus. Das Unternehmen wird mit einem höheren KGV als in der Vergangenheit bewertet und konnte seinen Steuersatz senken. Dass die Visa-Aktie eine Überrendite bringen kann, wurde aber im FMV-Modell bereits 2009 deutlich.

 

3. Welche Rendite erhält man mit dem AlleAktien FMV-Modell für beliebte Dividendenaktien?

Das AlleAktien FMV-Modell für die beliebtesten Aktien der Dividendenstrategie

Um das FMV-Modell an einem Praxisbeispiel einzusetzen, haben wir die fünf beliebtesten Dividendenaktien aus der Facebook-Gruppe “Dividendenstrategie” genommen und sie mit dem AlleAktien FMV-Modell bewertet.

Diese Aktien sind:

  1. Microsoft
  2. Johnson & Johnson
  3. Apple
  4. Unilever
  5. Visa

Im Folgenden findest du die Modelle für diese Aktien und kannst dir anschauen, welche Rendite du mit der jeweiligen Aktie erwarten kannst und wie sich diese zusammensetzt. Die Modelle mit meinen Annahmen kannst du hier kostenlos herunterladen und deine eigenen Annahmen einsetzen, um zu schauen, wie sich die Aktie in anderen Szenarien verhält.

AlleAktien FMV-Modell als Excel-Datei herunterladen »

1. Microsoft im AlleAktien FMV-Modell

Die Annahme ist, dass Microsoft die nächsten zehn Jahre den Umsatz um durchschnittlich 10% steigern kann durch die immer beliebter werdende Azure Cloud. Dadurch steigt die operative Marge auf 40%. In 2030 wird Microsoft als IT-Konzern mit stabil wachsendem Abo-Geschäft mit einem KGV von 25 bewertet. Ergänzend zu dem Kurswachstum erhalten Microsoft-Aktionäre die nächsten Jahre eine Ausschüttung in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen in Höhe von 75%. Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 10% (Kurs von 213 USD).

2. Johnson & Johnson im AlleAktien FMV-Modell

Die Annahme ist, dass Johnson & Johnson den Umsatz langfristig um durchschnittlich 4 bis 5% steigern kann. Gesundheit ist ein großer Trend, der durch die alternde Bevölkerung vorangetrieben wird. Dadurch steigt die operative Marge langfristig auf 35%. In 2030 ist Johnson & Johnson weiterhin ein Gesundheitsgigant, der für Sicherheit steht. Deshalb wird die Aktie mit einem KGV von 20 bewertet — wie im historischen Schnitt der letzten fünf Jahre. Johnson & Johnson schüttet 75% seiner Gewinne an die Aktionäre aus in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 9% (Kurs von 143 USD).

3. Apple im AlleAktien FMV-Modell

Apple profitiert langfristig durch den Trend zu mehr Software in den Geräten. Der Umsatz steigt langfristig langsam, aber sicher mit 5% pro Jahr. Die operative Marge steigt auf 40% an durch die Abo-Services, die angeboten werden und der Markt gesteht Apple ein KGV von 20 zu. Ergänzend zu dem Kurswachstum erhalten Apple-Aktionäre die nächsten Jahre eine Ausschüttung in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen in Höhe von 75%. Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 7% (Kurs von 117 USD).

4. Unilever im AlleAktien FMV-Modell

Unilever ist ein langsam wachsender Konsumkonzern. Die Annahme: Die Umsätze steigen langfristig mit 4% pro Jahr und die operative Marge pendelt sich auf 20% ein. Nichtzyklische Konzerne wie Unilever werden historisch teurer bewertet mit einem KGV von rund 20 — der durchschnittlichen Bewertung der letzten fünf Jahre. Unilever schüttet durchschnittlich etwa 70% der Gewinne an die Aktionäre aus. Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 8% (Kurs von 51 EUR).

5. Visa im AlleAktien FMV-Modell

Die Annahme ist, dass Visa gestärkt aus der Coronakrise hervorgeht und von dem Trend zu digitalen Zahlungen profitiert. Die bereits sehr hohe operative Marge kann auf 70% gesteigert werden. Da Visa in 2030 sehr stark wächst und einen tiefen Burggraben hat, wird das Unternehmen mit einem KGV von 25 bewertet. Visa kauft zusätzlich zur Dividende aggressiv Aktien zurück. Visa-Aktionäre erhalten so 75% des Jahresgewinns. Die jährliche Rendite, die man in diesem Szenario erwarten kann, beträgt 9% (Kurs von 190 USD).

 

4. AlleAktien FMV-Modell Fazit

Das AlleAktien FMV-Modell ist ein flexibles Bewertungsmodell

Das AlleAktien FMV-Modell ist ein einfach verständliches und gleichzeitig flexibles Modell, um Aktien zu analysieren. Mit nur drei simplen Annahmen kommt man zu einem erstaunlich realitätsnahen Ergebnis. Es ist deshalb eine gute Alternative zur gängigen DCF-Analyse. Im Gegensatz zum DCF-Modell bezieht es allerdings die zukünftige Bewertung des Unternehmens ein. Die Ergebnisse sind dadurch für Investoren gut nachvollziehbar.

Das AlleAktien FMV-Modell ist natürlich nicht perfekt. Wir verwenden in unseren Aktienanalysen weiterhin einen Mix aus verschiedenen Modellen, um so aus mehreren Perspektiven ein Unternehmen zu beleuchten. Das AlleAktien FMV-Modell steht und fällt mit den Wachstumsannahmen und der zukünftigen Bewertung des Unternehmens. Andere Modelle basieren auf anderen Annahmen.

Außerdem ist wichtig, dass ein Bewertungsmodell keine fundierte Analyse ersetzen kann. Es bestätigt im Idealfall, dass ein exzellentes Unternehmen eine faire Bewertung hat. Eine ausführliche Analyse, die alle Seiten eines Geschäftsmodells und der Trends eines Unternehmens beleuchtet, ist äußerst wichtig. Nur wer wirklich sich zwei bis vier Wochen in ein Unternehmen eingearbeitet hat und die Facetten verstanden hat, wird mit einem Bewertungsmodell anschließend auch die für sich passenden Aktien auswählen. Ansonsten läuft man Gefahr auf vermeintlich günstige Aktien zu setzen, die sich am Ende als Fehlinvestition herausstellen.

 

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