Michael C. Jakob Gründer von AlleAktien. Studium von Informatik und Management am KIT/ ETH Zurich/ Massachusetts Institute of Technology. Danach in der Strategie bei UBS und McKinsey&Company.

AlleAktien Geschäftsführer und Chief Technology Officer. Michael analysiert vorrangig globale Software- und Finanzunternehmen mit einer Vorliebe für US- und China-Aktien. Er war zuvor bei McKinsey&Company, UBS, und studierte an KIT, ETH Zurich, und MIT Informatik und Management. Er verfolgt die AlleAktien Cluster-Nummer-1-Strategie: Nur die besten Aktien jeder Branche kommen in das Portfolio.

AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) zur systematischen Beurteilung von Qualitätsunternehmen

▲ Aktionäre haben bei der Suche nach spannenden Unternehmen zu viel Auswahl. Alle Unternehmen erstmal analysieren, das dauert zu lange. Bei AlleAktien haben wir den AlleAktien Qualitätsscore (kurz: AAQS) entwickelt, um vorrangig nach Qualität zu filtern und somit „die besten Aktien der Welt“ zu finden. So kann man Qualitätsunternehmen innerhalb kürzester Zeit ausfindig machen, um sie anschließend umfangreich zu analysieren. Dabei konnten wir mit Hilfe von Bloomberg belegen: Aktien mit 9/10 und 10/10 Punkten haben eine deutliche, nachweisbare Überrendite. Mit dem AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) lassen sich die besten Unternehmen der Welt und zukünftige Outperformer identifizieren. Der Grundgedanke ist dabei an Warren Buffett angelehnt und denkbar einfach: Es ist langfristig viel besser ein wunderbares Unternehmen zu einem fairen Preis als ein mittelmäßiges Unternehmen zu einem Billigpreis. Denn langfristig, in 10+ und 20+ Jahren, werden nur noch die Qualitätsunternehmen existieren. Auch das ist eine vielleicht unbekannte These: Schnäppchenjäger-Investoren sind am Aktienmarkt meistens Underperformer.

 

 

Es ist viel besser, ein wunderbares Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen, als ein mittelmäßiges Unternehmen zu einem Schnäppchenpreis. Denn langfristig, in 10+ und 20+ Jahren, werden nur noch die Qualitätsunternehmen überhaupt existieren. Mittelmäßige Unternehmen gehen insolvent.Michael C. Jakob

 

 

 

Mit dem AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) systematisch Qualitätsaktien finden

  1. Qualitätsunternehmen an erster Stelle. Privatanleger stehen vor der Qual der Wahl. Es gibt unzählige Aktien, in die wir investieren können. Qualitative tiefgreifende Aktienanalysen sind äußerst zeitaufwendig, dauern mehrere Wochen und Monate. Wir brauchen einen objektiven und verlässlichen Vorfilter, der Aktien mit besonders hohen Chancen bei gleichzeitig geringen Risiken aussiebt.
  2. Vier Eigenschaften definieren Qualität. Wachstum, Risiko, Rentabilität und Bewertung entscheiden maßgeblich, wie sich ein Unternehmen in Zukunft entwickelt. Wir haben für diese Eigenschaften erstmals in Deutschland ein wissenschaftliches Fundament mit 10-Punkte-Checkliste entwickelt. Anhand der zehn Kriterien erkennt man auf Anhieb, ob es sich um ein Qualitätsunternehmen handelt.
  3. Überrendite, die wissenschaftlich belegt ist. Um unser Modell zu untermauern, haben wir es mit Bloomberg und FactSet ausgewertet. Das Ergebnis: Der AAQS bringt eine eindeutige Überrendite. Je höher die Qualität, umso höher der Renditeunterschied. Umgekehrt haben Aktien mit niedrigem AAQS eine besondere Unterrendite (auch das Gegenteil einer These muss immer getestet werden). Der AAQS hilft uns auch, Unternehmen mit niedrigen Renditeaussichten zu vermeiden.
  4. Die besten AAQS-Aktien finden. In diesem Artikel haben wir dir die besten Qualitätsaktien auf AlleAktien herausgesucht. Als Premiummitglied kannst du direkt loslegen und dir die ausführlichen Aktienanalysen durchlesen bzw. anhören. Entdecke jetzt auf einen Schlag die besten Unternehmen der Welt und erziele eine Überrendite.

 

 

Der AlleAktien Qualitätsscore, AAQS

  1. Der AAQS definiert die Qualität eines Unternehmens
  2. Vier Qualitätsbereiche
    1. Wachstum
    2. Risiko
    3. Rentabilität
    4. Bewertung
  3. Wissenschaftliche Basis
    1. Wissenschaftlicher Backtest
    2. Ex-Ante
  4. Ranglisten

 

 

Podcast zum AlleAktien Qualitätsscore, AAQS

 

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1. Mit dem AAQS die besten Qualitätsaktien finden

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Der AAQS definiert die Qualität eines Unternehmens

Anleger haben zu viel Auswahl bei der Aktiensuche

Unsere Mission ist, dich zum erfolgreichen Aktionär zu machen. Auf AlleAktien findest du tiefgehende, kreative Unternehmensanalysen und langfristige Investmentideen. Bei jeder Aktienanalyse stecken wir zwei bis vier Wochen Vollzeit-Analyse, um das Unternehmen und die Branche wirklich tiefgreifend zu verstehen. Doch welche Unternehmen werden bei uns überhaupt analysiert? Als Investor hat man die Qual der Wahl. In Deutschland gibt es über 1.000 börsennotierte Unternehmen. Weltweit fast 85.000, die auf unser Geld hoffen. Bei so einer großen Auswahl fällt es schwer, spannende Unternehmen zu finden. Man muss die Indizes durchsuchen, Geschäftsberichte wälzen und Geschäftsmodelle verstehen. Wir selbst bei AlleAktien investieren durchschnittlich zwei Wochen pro Unternehmensanalyse, damit wir ein Unternehmen hervorragend verstehen. Deshalb müssen wir schon im Vorfeld spannende Analysekandidaten ausfindig machen, um nicht wochenlang ein hoffnungsloses Unternehmen zu analysieren.

Bei AlleAktien geht es um langfristige Unternehmensbeteiligungen. Deshalb halten wir unsere Unternehmensbeteiligungen über viele Jahre, hoffentlich sogar ewig. Langfristig bedeutet bei uns: mindestens 10 Jahre. Wir entdecken Unternehmen, die langfristig ihren Unternehmenswert steigern können. Durch langfristig und stetig steigende Umsätze, Gewinne und Dividenden. Unser Ziel ist, steigende Kurse und Dividenden zu erwirtschaften. Dabei ist uns besonders die Stabilität des Unternehmens und ein tiefer Burggraben (das Unternehmen kann nicht kopiert werden, hat etwas, das es wirklich einzigartig macht) wichtig. Riskante Unternehmen, Turnarounds und Unternehmen mit unklarer Positionierung im Markt können schnell zur Achterbahn im Depot werden. Wir wollen das vermeiden.

Aus diesem Grund haben wir den AlleAktien Qualitätsscore entwickelt, kurz AAQS. Der AAQS hilft uns, spannende Unternehmen in kürzester Zeit zu identifizieren. Anschließend können wir die attraktivsten Unternehmen genauer analysieren. Der AAQS ist dabei quantitativ konzipiert. Das heißt, dass die Kriterien alle auf objektiven Kennzahlen basieren. Der Score ist eindeutig bestimmbar und die Ergebnisse können historisch überprüft werden (Backtest). Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen können auf Qualität verglichen werden.

 

Die vier grundlegenden Eigenschaften des AAQS

Qualitätsunternehmen haben vier Eigenschaften

Um die Qualität eines Unternehmens zu messen, muss man verstehen, was Qualität ausmacht. Wir haben uns deshalb im April 2018 gefragt, was die erfolgreichsten Unternehmen der Welt gemeinsam haben. Wir haben vier grundlegende Eigenschaften identifiziert: Wachstum, Risiko, Rentabilität und Bewertung. Diese Eigenschaften messen wir mit 10 Qualitätskriterien. Es ist wie eine Checkliste. Für jedes erfüllte Kriterium gibt es einen Punkt. Je mehr Punkte, desto besser. Am Ende werden die Punkte zum AlleAktien Qualitätsscore zusammengezählt. Ab 9 Punkten sprechen wir von einem Qualitätsunternehmen. Nur diese Unternehmen kommen für den AlleAktien Qualitätsindex in Frage. Es handelt sich um die besten Unternehmen aus einem Markt.

 

▲ Der AlleAktien Qualitätsscore wurde so konzipiert, dass nur Unternehmen mit einer außerordentlichen Qualität eine Punktzahl von 9 oder 10 erreichen können. Die Idee hinter dem Fokus auf Qualität: Jeder qualitative Faktor wird sich irgendwann in den Zahlen des Unternehmens niederschlagen. Dadurch können wir gute Renditen erzielen und gleichzeitig die Risiken kontrollieren.

 

Unser Ziel: Höhere Renditen, geringere Risiken

Mit dem AAQS werden systematisch Qualitätsunternehmen herausgefiltert, die sich durch höhere Renditen bei gleichzeitig geringeren Risiken auszeichnen. Wir haben die Informationen alle in ein grafisches Format gepackt. So kann sich ein interessierter Investor bereits mit einem Blick umfassend über ein Unternehmen informieren.

 

▲So sieht der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) aus. Johnson & Johnson erfüllt 7 von 10 Qualitätskriterien. (Beispiel Johnson & Johnson, Oktober 2020)

 

 

2. Der AlleAktien Qualitätsscore im Detail

Der AAQS im historischen Test

Die AAQS-Rendite ist wissenschaftlich nachgewiesen

AlleAktien steht für wissenschaftlich fundierte Aktienanalysen. Wir veröffentlichen Erkenntnisse, die auf Sicht von mehreren Jahren bis Jahrzehnten gedacht sind. Deshalb prüfen wir unsere Aussagen und Modelle natürlich wissenschaftlich nach. Aus diesem Grund haben wir für den AlleAktien Qualitätsscore einen Backtest durchgeführt. Ein Backtest ist ein Blick in die Vergangenheit. Wir untersuchen die historische Rendite unserer Strategie im Vergleich zu einem Index der sogenannten Benchmark. Nur so kann man beweisen, dass eine Strategie wie der AAQS auch langfristig funktioniert.

Backtests sind allerdings sehr komplex. Denn es gibt Unternehmen, die in der Zwischenzeit aufgekauft wurden oder bankrott gehen. Diese Unternehmen waren früher an der Börse gelistet. Diese muss man in den Backtest einbeziehen. Denn sonst schaut man sich nur die Unternehmen an, die überlebt haben. Man fällt dem „Survivorship Bias“ zum Opfer. Deshalb braucht man eine sehr gute Datenquelle, die auch solche Unternehmen einbezieht.

 

AlleAktien-Christian-W-Röhl-Dividendenadel

▲ Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Christian W. Röhl bedanken. Er hat uns sowohl bei der Konzeption als auch der Auswertung mittels Bloomberg Terminal des professionellen Backtests unterstützt.

 

Die AAQS-Benchmark enthält die DAX-Familie ohne finanzlastige Unternehmen

Bevor man einen Score aufstellt, muss man einen ordentlichen Benchmark definieren, an dem man sich unvoreingenommen, ehrlich und authentischc messen lässt. Für unsere Benchmark haben wir die DAX-Familie als Anlageuniversum genommen (DAX, MDAX, SDAX). Diese Unternehmen zählen zu den größten und liquidesten in Deutschland. Wir haben allerdings Banken, Versicherungen und Immobiliengesellschaften ausgenommen. Die Bilanzen dieser Unternehmen werden anders gelesen. Im AAQS können diese Unternehmen nicht berücksichtigt werden.

Wir gewichten die Titel in unserer Benchmark alle gleich hoch. Denn im AAQS-Portfolio setzen wir auf eine Gleichgewichtung der Aktien. Immer am 1. Juli eines Jahres wird die Gleichgewichtung wiederhergestellt. Transaktionskosten und Steuern werden nicht berücksichtigt. Unser Backtest startet im Jahr 2006. Wir verwenden das Bloomberg EQS-Tool, um den Backtest zu erstellen.

Der AAQS-Benchmark performt dabei deutlich besser als der DAX. Die Messlatte für den AAQS wird also nochmals deutlich angehoben.

DAX AAQS Benchmark DAX
(ohne Banken, Versicherungen und REITs)
Punktestand 01.07.2006 1.000 1.000
Punktestand 07.11.2018 2.026 2.720
Rendite p.a. seit 01.07.2006 5,88% 8,43%

 

▲ Unsere AAQS-Benchmark hat einen sehr ähnlichen Verlauf zum DAX. Erst seit 2015 gibt es einen größeren Renditeunterschied. Die im DAX enthaltenen (schwachen) Finanzwerte ziehen diesen nach unten.

 

 

Aktien mit einem AAQS von 9 und 10 Punkten zeigen eine klare Überrendite

Mehr Rendite, weniger Risiko. Wir haben die Rendite eines Portfolios getestet, das nur auf Aktien setzt, die 9 oder 10 Punkte im AAQS erreichen. Verliert ein Unternehmen Punkte, dann wird es zum 01. Juli des Folgejahres verkauft. Andere Unternehmen können dagegen auch in das Portfolio aufsteigen. Der AAQS funktioniert hervorragend als Qualitätsindikator. Die jährliche Rendite erreicht seit 2006 trotz zwischenzeitlicher Finanzkrise 12,0%. Damit schlägt das AAQS-Portfolio unsere Benchmark um mehr als 3%-Punkte.

 

AAQS ≥ 9 Benchmark
Punktestand 01.07.2006 1.000 1.000
Punktestand 07.11.2018 4.054 2.720
Rendite p.a. seit 01.07.2006 12,00% 8,43%

 

▲ Die Ergebnisse des Backtests haben uns beeindruckt. 1.000 Euro in der Benchmark investiert, wären zu 2.720 Euro geworden. Eine Investition in Deutschlands Qualitätsaktien wäre dagegen auf 4.054 Euro angewachsen. Gleichzeitig sind die Verluste in der Finanzkrise von 2008 bis 2009 geringer ausgefallen. Qualitätsaktien bringen mehr Rendite bei weniger Risiken. Wir haben natürlich gehofft, dass wir besser abschneiden, aber beeindruckt waren wir dennoch. Immerhin redet man an vielen Universitäten zu Recht vom Effizienten Kapitalmarkt.

 

Korrelation und Ursache (correlation vs. causation). Im wissenschaftlichen Arbeiten fragt man nun noch, ob die Überrendite wirklich am AAQS lag. Oder vielleicht doch an einem anderen Faktor. Die ehrliche Antwort: es lässt sich nicht beweisen. Die Art, wie wir an den AAQS herangegangen sind ist aber von Grund auf authentisch: wir haben uns erst Merkmale überlegt, die für uns ein gesundes, qualitativ hochwertiges Unternehmen ausmachen. Erst danach haben wir getestet, ob sich diese fundamentalen Werte auch in einer Überrendite niederschlagen. Das war der Fall. Aus diesem First-Princniples-Approach gehen wir stark davon aus, dass der AAQS wiederholbar ist. Auch für die kommenden Jahrzehnte.

Ein „unordentlicher Ansatz“ funktionierte beispielsweise so, dass man in Bloomberg Terminal so lange an bestimmten Kennzahlen herumspielt, bis man auf die letzte 10-Jahres-Spanne die maximale Überrendite hat. Das ist dann zwar eine hohe Korrelation, aber keinerlei Ursache-Wirkung, weil die Kennzahlen beliebig an den Haaren herbei gezogen sind.

 

Der AAQS im Extremtest: Die 10 besten und schlechtesten Aktien im Vergleich

Signifikanter Renditeunterschied in beide Richtungen. In einem letzten Test haben wir uns auf die 10 besten und die 10 schlechtesten Aktien konzentriert. Wir haben uns angeschaut, ob die Top 10-Aktien auch nochmals besser sind als das AAQS ≥ 9-Portfolio und ob die Flop 10-Aktien eine signifikante Unterrendite liefern. Wir sind selbst verblüfft, wie gut der AAQS funktioniert. Die besten Aktien liefern eine Rendite von 16,4%. Damit verdoppelt sich das angelegte Vermögen in weniger als fünf Jahren! Die schlechtesten Aktien erbringen dagegen eine negative Rendite. Das Vermögen hat im Backtest um 3,4% pro Jahr abgenommen. Diese Erkenntnis ist wichtig. Man kann mit dem AAQS auch sehr schlechte Investitionen vermeiden.

 

AAQS Top 10 AAQS Flop 10 Benchmark
Punktestand 01.07.2006 1.000 1.000 1.000
Punktestand 07.11.2018 6.532 654 2.720
Rendite p.a. seit 01.07.2006 16,41% -3,38% 8,43%

 

▲ Die besten AAQS-Aktien führen zu einer besonders hohen Rendite, die schlechtesten AAQS-Aktien zu einer besonders geringen Rendite. Wer anstelle der Top 10-Aktien lieber die Aktien mit dem geringsten AAQS-Wert gekauft hat, verfügt Ende 2018 über ein geringeres Vermögen als zum 01. Juli 2006. Eine tolle Gegenprobe.

Die zehn AAQS-Kriterien im genauen Überblick

Die 10 AAQS-Kriterien im Detail: Für diese Qualitätseigenschaften gibt es Punkte

Nun erklären wir dir die genaue Berechnungsweise unseres AAQS. Damit du ihn 100% transparent nachvollziehen kannst. Er besteht aus 10 Kriterien:

1. Umsatzwachstum 10J > 5% p.a.

Die Kennziffer betrachtet das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum über die letzten 10 Jahre (CAGR).

Langfristig wird ein Unternehmen wertvoller, wenn es stetig steigende Gewinne erwirtschaftet. Gewinnwachstum entsteht langfristig vor allem durch Umsatzwachstum. Es ist möglich, dass Gewinne ohne Umsatzwachstum wachsen. Die Gewinnmarge hat jedoch eine Obergrenze bei 100%. Ein Unternehmen, das stetig wertvoller werden soll, muss also immer größere Umsätze erwirtschaften. Daher gibt es einen Punkt, wenn dieses Kriterium erfüllt ist.

 

Beispiel Microsoft:

Jahr Umsatz
2010 62 Mrd. USD
2020 143 Mrd. USD

 

In den letzten 10 Jahren erreichte Microsoft ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 8,7%. Somit überschreitet Microsoft die Schwelle von 5% und bekommt einen Punkt im AAQS.

 

2. Umsatzwachstum in den kommenden 3 Jahren (Erwartungen) > 5% p.a.

Die Kennziffer betrachtet das durchschnittliche jährliche erwartete Umsatzwachstum in den nächsten drei Jahren (CAGR).

Die erwartete Umsatzentwicklung wird den bei FactSet veröffentlichten Konsensschätzungen über die künftige Unternehmensentwicklung des jeweiligen Unternehmens entnommen.

Wir finden, dass es notwendig ist, die zukünftigen Erwartungen zu betrachten. Mit dem Kauf einer Aktie bzw. eines Unternehmensanteils profitieren wir Investoren von allen zukünftigen Gewinnen eines Unternehmens. Und nicht den vergangenen Gewinnen. Der Blick in die Vergangenheit ist trotzdem sinnvoll. Schließlich neigen Unternehmen dazu, die vergangene Entwicklung fortzuführen.

Unsere Welt befindet sich in einer Phase radikaler Umbrüche. Neue Technologien kommen vermehrt zum Einsatz. Gerade in einer solchen Phase ist es enorm wichtig, auf die Gewinner von morgen zu setzen.

Generell betrachtet arbeiten die professionellen Bankanalysten sehr gut. Sie sind sehr gut ausgebildet und beschäftigen sich intensiv mit den von ihnen beobachteten Unternehmen. Trotzdem sollte man ihnen nicht blind glauben. Sie stellen für mich nicht die „Wahrheit“ dar, sondern eine Art Marktkonsens. Anhand dieser Schätzungen erkenne ich, welche künftige Unternehmensentwicklung der Kapitalmarkt eingepreist hat und von dem jeweiligen Unternehmen erwartet.

Fazit: Die Analystenschätzungen der künftigen Entwicklung werden nie perfekt sein. Trotzdem sind sie ein sehr guter Indikator, um die Markterwartungen zu kennen. Der Blick in die Zukunft ist wichtig, weil der Wert einer Aktie aus allen zukünftig erwirtschafteten Cashflows besteht.

Im Optimalfall gelingt es einem Unternehmen, sowohl im Durchschnitt der letzten 10 Jahre als auch in den Erwartungen der kommenden Jahre, ein jährliches Umsatzwachstum von über 5% zu erreichen. Dann bekommt das jeweilige Unternehmen jeweils einen Punkt. Doch wir alle wissen, Umsatzwachstum ohne Gewinnwachstum ist nichts wert. Daher zielen die nächsten beiden Kennzahlen auf das Wachstum der operativen Gewinne ab.

 

Beispiel Microsoft:

Jahr Umsatz
2020 143 Mrd. USD
2023 198 Mrd. USD

 

Im Januar 2021 erwarten die Analysten für Microsoft einen durchschnittlichen Umsatzanstieg von 11,5% für die kommenden drei Jahre. Somit überschreitet Microsoft die Schwelle von 5% und bekommt einen Punkt im AAQS.

 

3. EBIT-Wachstum 10J > 5% p.a.

Die Kennziffer betrachtet das durchschnittliche jährliche, operative Gewinnwachstum (EBIT) über die letzten 10 Jahre (CAGR).

Ein echtes Qualitätsunternehmen schafft es, auch im Gewinn stetig zu wachsen. Immer wieder gibt es auch die Situation, dass ein Unternehmen sehr stark im Umsatz wächst, dabei aber einfach kein Gewinnwachstum erreichen kann. Das ist dann ein gefährliches Zeichen.

Viele junge Softwareunternehmen arbeiten beispielsweise unprofitabel. Sie bieten ihre Dienstleistungen mit hohen Rabatten an. Der Kundenansturm ist riesig, die Umsätze wachsen in schnellem Tempo. Es werden gleichzeitig immer höhere Verluste erwirtschaftet, weil die Dienstleistung zu günstig angeboten wird. Bei uns Aktionären kommt nichts von dem tollen Wachstum an.

 

Beispiel Microsoft:

Jahr Operativer Gewinn (EBIT)
2010 24 Mrd. USD
2020 53 Mrd. USD

 

In den letzten 10 Jahren erreichte Microsoft ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von 8,2%. Somit überschreitet Microsoft die Schwelle von 5% und bekommt einen weiteren Punkt im AAQS.

 

4. EBIT-Wachstum in den kommenden 3 Jahren (Erwartungen) > 5% p.a.

Die Kennziffer betrachtet das durchschnittliche jährliche erwartete operative Gewinnwachstum in den kommenden drei Jahren (CAGR).

Auch hier gilt das Argument des Blicks in die Zukunft: Der Wert einer Aktie ergibt sich aus allen zukünftig erwirtschafteten Cashflows, abgezinst auf den heutigen Tag. Daher ist der Blick in die Zukunft von enormer Bedeutung.

Nur die besten Qualitätsaktien haben bis hier hin alle vier Punkte erzielt. Eine gesunde Kombination aus Umsatz- und Gewinnwachstum ist die Basis für eine Steigerung des Unternehmenswertes. Durch die jeweils getrennte Betrachtung von Umsatz und Gewinn sortieren wir Unternehmen heraus, die nicht konstant wachsen. Unternehmen, die hier nicht voll punkten können, verlieren wertvolle Punkte. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, zu einer erlesenen AlleAktien Qualitätsaktie zu werden.

 

Beispiel Microsoft:

Jahr Operativer Gewinn (EBIT)
2020 53 Mrd. USD
2023e 78 Mrd. USD

 

Im Januar 2021 erwarten die Analysten für Microsoft einen durchschnittlichen EBIT-Anstieg von 13,7% für die kommenden drei Jahre. Somit überschreitet Microsoft die Schwelle von 5% und bekommt einen Punkt im AAQS.

 

5. Verschuldung < 4x EBIT

Hier gibt es einen Punkt, wenn die Nettofinanzverschuldung eines Unternehmens geringer als der vierfache operative Gewinn des Unternehmens ist. Die Nettofinanzverschuldung berechnen wir wie folgt:

Alle zinstragenden Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig laufende Anleihen, Kredite,…) abzüglich dem Cashbestand des Unternehmens.

Wir filtern damit Unternehmen heraus, die sehr hoch verschuldet sind und damit das Vermögen von uns Aktionären in Gefahr bringen.

Eine hohe Verschuldung führt zu höheren Risiken. Wenn die Zinsen steigen, steigen die Zinskosten deutlich an. Damit bleibt weniger Gewinn für uns Aktionäre übrig. Wenn der Gewinn zurückgeht, übersteigt die Verschuldung schnell einen kritischen Rahmen und die Insolvenzwahrscheinlichkeit steigt an. Eine Verschuldung unterhalb des vierfachen operativen Gewinns ist meist angemessen und kann im Zweifel zügig zurückgeführt werden. Üblicherweise vergeben die Ratingagenturen bis zur vierfachen Verschuldung das begehrte Investment-Grade-Rating.

 

Beispiel Microsoft:

Microsofts lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betragen 82 Mrd. USD im Jahr 2020. Der Cashbestand liegt bei 137 Mrd. USD. Somit ist das Unternehmen schuldenfrei und verfügt über eine Nettoliquidität von 55 Mrd. USD. Microsoft ist bilanziell extrem solide aufgestellt und erhält im AAQS den nächsten Punkt.

 

6. Gewinnkontinuität 10J

Auch diese Kennziffer bestraft schwache und unzuverlässige Unternehmen mit einem weiteren Punktabzug. Alle Unternehmen, die in den letzten 10 Jahren eines oder mehrere Jahre mit einem operativen Verlust (einem negativen EBIT) abschließen mussten, bekommen keinen Punkt.

Unternehmen, die in jedem der letzten 10 Jahre einen Gewinn erwirtschaftet haben, verfügen über ein besonders stabiles Geschäftsmodell. Dafür bekommen sie einen Punkt.

 

Beispiel Microsoft:

Das Unternehmen hat in den letzten 10 Jahren alle Geschäftsjahre mit einem operativen Gewinn abgeschlossen. Das Unternehmen erhält einen weiteren Punkt.

 

7. EBIT Drawdown 10J < -50%

Der operative Gewinn (EBIT) darf in den letzten 10 Jahren niemals um mehr als 50% gegenüber dem vorherigen Rekordgewinn in der 10-Jahres-Periode eingebrochen sein. Nur wenn das gelungen ist, gibt es einen Punkt.

Mit den letzten 3 Kennziffern Verschuldung, Gewinnkontinuität und Drawdown bestrafen wir Unternehmen, die sehr zyklische oder riskante Geschäftsmodelle haben. Durch dieses objektive Verfahren sortieren wir systematisch alle „sauren Gurken“ aus der Unternehmenslandschaft heraus.

Wir fokussieren uns auf die Unternehmen, die über ein stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum verfügen, dabei aber gleichzeitig solide finanziert sind und stabile Erträge aufweisen.

 

Beispiel Microsoft:

Jahr EBIT in Mrd. USD Höchster Gewinn bisher Drawdown
2010 23,66 23,66 0
2011 27,17 27,17 0
2012 27,98 27,98 0
2013 26,57 27,98 -5,0%
2014 27,78 27,98 -0,7%
2015 27,56 27,98 -1,5%
2016 20,67 27,98 -26,1%
2017 24,47 27,98 -12,5%
2018 34,87 34,87 0
2019 42,62 42,62 0
2020 52,96 52,96 0

 

Der maximale Gewinnrückgang trat im Jahr 2016 auf. Der operative Gewinn sank um 26,1% gegenüber dem vorherigen Rekordstand ab. Der Rückgang ist kleiner als 50%, Microsoft erzielt besonders stabile und verlässliche Gewinne. Es gibt einen weiteren Punkt.

 

8. Eigenkapitalrendite > 15%

Wenn es einem Unternehmen gelingt, sein Eigenkapital mit einer Rendite von mehr als 15% zu verzinsen, dann gibt es einen Punkt. Eine hohe Eigenkapitalrendite ist von großer Bedeutung.

Bei der Berechnung der Eigenkapitalrendite ziehen wir den Goodwill vom Eigenkapital ab. Der Goodwill ist eine buchhalterische Größe, die bei Akquisitionen entsteht. Er misst nicht den echten Vermögenswert.

Wenn ein Unternehmen wächst, muss es neue Grundstücke kaufen, Immobilien errichten, Maschinen kaufen, Mitarbeiter einstellen und vieles mehr. All diese Kapitalausgaben müssen finanziert werden. Dafür ist eine hohe Eigenkapitalverzinsung notwendig. Je höher die Eigenkapitalrendite, desto stärker sprudelt das Geld in die Firmenkassen.

Unternehmen, die ihr Eigenkapital mit mehr als 15% verzinsen, machen vieles richtig. Sie können ihr Unternehmenswachstum problemlos aus den erwirtschafteten Gewinnen finanzieren.

 

Beispiel Microsoft:

Eigenkapital in Bilanz (2020) 118 Mrd. USD
abzgl. Goodwill -43 Mrd. USD
tangible/greifbares Eigenkapital 75 Mrd. USD
Nettogewinn 2020 44 Mrd. USD
Eigenkapitalrendite: Gewinn/tang. Eigenkapital 58,7%

Das Unternehmen arbeitet äußerst profitabel und erzielt einen weiteren Punkt, da der Wert von 58,7% deutlich über der Schwelle von 15% liegt.

 

9. ROCE > 15%

Die Verzinsung auf das eingesetzte Kapital (ROCE, Return on Capital Employed) ähnelt der Eigenkapitalrendite. Die Eigenkapitalrendite kann im Gegensatz zum ROCE jedoch mit einer hohen Verschuldung manipuliert werden. Arbeitet das Unternehmen mit viel Fremdkapital, braucht es wenig Eigenkapital und die Eigenkapitalrendite fällt hoch aus. Gleichzeitig müssen Zinsen für die Verschuldung bezahlt werden und das Unternehmen ist viel krisenanfälliger geworden. Eine Strategie, die in guten Zeiten aufgehen kann, in schlechten Zeiten aber nicht immer aufgehen muss.

Mit der ROCE betrachten wir das gesamte eingesetzte, verzinsliche Kapital eliminieren. Bei der Betrachtung der gesamten Kapitalverzinsung wird der operative Gewinn ins Verhältnis zum dafür eingesetzten verzinslichen Kapital gesetzt. Das eingesetzte Kapital ist die Summe aus dem Eigenkapital (Eigenkapital abzgl. Goodwill) und den Nettofinanzschulden. Mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital erhalten wir eine aussagekräftige Kennziffer zur operativen Rentabilität eines Unternehmens, unabhängig von dessen Kapitalstruktur.

Auch hier sollte es dem jeweiligen Unternehmen gelingen, eine Verzinsung von mindestens 15% zu erreichen, um den Punkt zu erlangen.

 

Beispiel Microsoft:

tangible Eigenkapital 75 Mrd. USD
Nettoliquidität -55 Mrd. USD
Eingesetztes Kapital 20 Mrd. USD
EBIT 2020 53 Mrd. USD
ROCE 265%

Microsoft erzielt einen absoluten Spitzenwert. Die Rendite auf das gesamte eingesetzte Kapital erreicht beeindruckende 220% und liegt sogar deutlicher über der Eigenkapitalrendite. Der Grund dafür: Das Unternehmen ist äußerst konservativ finanziert. Microsoft verdient sich den nächsten Punkt.

 

10. Renditeerwartung > 10%

Das untersuchte Unternehmen erhält den letzten Punkt, wenn die jährliche zu erwartende Rendite für die Aktionäre über 10% liegt. Diese Kennziffer ist die einzige Kennziffer des AAQS, die von der unterjährigen Kursentwicklung abhängt.

Die Renditeerwartung wird nach dem einfachen IRR-Modell berechnet. Dem Modell zufolge setzt sich die Rendite für uns Aktionäre aus zwei Komponenten zusammen: der Free Cash Flow-Rendite und dem EBIT-Wachstum pro Jahr.

Die Free Cash Flow-Rendite ergibt sich aus dem Free Cash Flow des laufenden Jahres dividiert durch die Marktkapitalisierung des Unternehmens. Der Free Cashflow ist der Betrag, den das Unternehmen am Ende des Jahres in seinen Kassen erwirtschaftet hat, der nun zur freien Verfügung steht (Dividenden, Aktienrückkäufe, Rückführung der Verschuldung, Übernahmen…).

Das EBIT-Wachstum ist die zweite Renditequelle. Das IRR-Modell nimmt an, dass eine Aktie immer mit dem gleichen Gewinnmultiplikator bewertet wird. Das trifft langfristig meistens zu. Steigt der Gewinn eines Unternehmens um beispielsweise 20%, dann „muss“ auch der Aktienkurs um 20% ansteigen, damit das KGV und die Bewertung konstant bleiben.

Je nachdem, wie sich der Kurs eines Unternehmens im Laufe des Jahres entwickelt, verändert sich die Renditeerwartung. Sinkt der Kurs eines Unternehmens, dann sinkt die Marktkapitalisierung und damit steigen die Free Cash Flow-Rendite und die Renditeerwartung.

Die Kennziffer Renditeerwartung ist aber die einzige Kennziffer, die von der aktuellen Kursentwicklung abhängt. Und das ist auch gut so. Im AlleAktien Qualitätsscore geht es nämlich nicht um die aktuelle Kursentwicklung. Der Fokus liegt auf der Analyse von Unternehmen, die ein überdurchschnittliches Wertsteigerungspotential bei gleichzeitig geringen Risiken mit sich bringen.

 

Beispiel Microsoft:

Free Cash Flow-Rendite (2021) 2,8%
Wachstum EBITe 3J 13,7%
Renditeerwartung 16,5% p.a.

Microsoft ist diesem Modell zufolge über 10% und gewinnt daher den letzten Punkt in unserem AlleAktien Qualitätsscore. Das Unternehmen erzielt insgesamt zehn von zehn Punkten. Damit haben wir bei Microsoft einige Stärken ausgemacht, die wir in unserer Microsoft-Aktienanalyse nun tiefgehend analysieren können.

 

Warum ist auf dem AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) kein Chart abgebildet?

Die Finanzmedien sind voller Aktienkurse. Viele Privatanleger betrachten sogar ausschließlich Aktienkurse für ihre Kaufentscheidungen. Diese Anleger vergessen, dass der Aktienkurs immer nur ein Abbild des Unternehmenswertes ist. Steigt der Wert eines Unternehmens, dann folgt auch der Aktienkurs. Die Anleger verwechseln also Ursache und Wirkung. Sie schauen auf einen steigenden Aktienkurs und schlussfolgern daraus, dass es ein guter Kauf ist. Der Aktienkurs ist aber nicht gestiegen, weil irgendein Charttechniker zum Kauf geraten hat, sondern weil das dahinterstehende Unternehmen seinen Wert gesteigert hat.

Wenn wir Aktionäre Geld verdienen wollen, müssen wir also einen Blick darauf werfen, welchen Unternehmen es in Zukunft gelingen wird, ihren Unternehmenswert weiter zu steigern. Dann wird auch der Aktienkurs folgen. Und genau darum geht es beim AlleAktien Qualitätsscore. Beim AAQS werden die Attraktivität und Stabilität eines Unternehmens betrachtet. Der Chart spielt dabei eine völlig untergeordnete Rolle. Der Aktienkurs ist lediglich für den Kauf und den (möglichen) späteren Verkauf relevant. Daher ist auch bewusst kein Chart auf dem Qualitätsscore abgebildet, sondern die langfristige Umsatz- und Gewinnentwicklung des Unternehmens. Wir zeigen dir auf einer Grafik auf, ob ein Unternehmen für seine Aktionäre Werte schaffen kann.

 

 

3. Fazit: Der AlleAktien Qualitätsscore ist ein hervorragender Indikator, um Qualitätsaktien zu finden

Fazit

Wir haben mit dem AlleAktien Qualitätsscore ein Instrument entwickelt, das die wichtigsten Qualitätseigenschaften eines Unternehmens vereint. Anleger können mit dem AAQS innerhalb von einer Sekunde erkennen, ob es sich um ein Qualitätsunternehmen handelt. Uns gelingt es, aus dem riesigen Anlageuniversum systematisch Aktien mit besonders hohen Chancen bei gleichzeitig geringeren Risiken herauszufiltern. Das konnten wir auch in einem umfangreichen Backtest zeigen.

Vielversprechende Aktien können wir anschließend anhand einer qualitativen und ausführlichen Aktienanalyse untersuchen. So sparen Privatanleger viel Zeit bei der Recherche. Wir können uns direkt auf die spannendsten Unternehmen fokussieren und unattraktive Unternehmen sehr leicht ausfindig machen. Ein AAQS von 9 oder 10 entspricht einem außerordentlichen Unternehmen, das sehr wahrscheinlich Überrenditen liefern wird. Wir werden in Zukunft auch stärker auf den AAQS achten und in den Indizes nach den vielversprechendsten Unternehmen für kommende Aktienanalysen suchen. Durch die Vorauswahl stellen wir sicher, dass wir auf Qualitätsaktien mit hohen Chancen bei geringen Risiken setzen und mögliche Rohrkrepierer meiden.

 

▲ Unternehmen mit hohem AAQS bieten sich für eine Aktienanalyse an. Große Fehlentscheidungen können so vermieden werden. Gleichzeitig gibt es eine enorme Zeitersparnis. Aus tausenden Unternehmen werden nur die wenigen, spannenden Unternehmen herausgefiltert. Anleger und Analysten profitieren gleichermaßen von der hohen Qualität.

 

Außerdem haben wir 2018 ein eigenes AAQS-Portfolio aufgebaut. Wir investieren rein quantitativ in die Top 10-AAQS-Aktien. Jedes Jahr zum 01. Juli werden wir die 10 Aktien mit dem höchsten Punktestand gleichgewichtet kaufen und eventuell umschichten. Die Strategie hätte seit 2006 zu einer jährlichen Überrendite von 10%-Punkten geführt.

 

Im nächsten Kapitel findest du die aktuelle Rangliste mit den besten Qualitätsaktien aus unserem AAQS-Portfolio:

 

 

4. AlleAktien Qualitätsscore-Ranglisten: Die besten Qualitätsaktien

Qualitätsaktien-Rangliste: Die besten deutschen Qualitätsaktien 2020

Hier findest du immer die aktuelle Qualitätsaktien-Rangliste. Aktueller Stand: 01. Juli 2020.

Top 10 Qualitätsaktien in Deutschland zum 1. Juli 2020

 

Rang Unternehmen Unternehmenslogo AlleAktien Qualitätsscore (AAQS)
1 SAP 10
2 S&T 10
3 Sartorius 10
4 Dr. Hoenle 10
5 Symrise 10
6 Bechtle 10
7 Eckert & Ziegler 10
8 Cancom 9
9 Hypoport 9
10 Amadeus Fire 9

 

AAQS-Rangliste: Die besten analysierten Qualitätsaktien

AlleAktien Qualitätsindex: Alle bereits analysierten Aktien mit 9 oder 10 Punkten im AAQS

 

Unternehmen AlleAktien Qualitätsscore (AAQS)
1 Alibaba 10
2 Alphabet 10
3 Booking Holdings 10
4 Costco 10
5 Datagroup 10
6 Intuitive Surgical 10
7 LVMH 10
8 Mastercard 10
9 Microsoft 10
10 Monster Beverage 10
11 Nemetschek 10
12 Novo Nordisk 10
13 Paycom 10
14 Paypal 10
15 Ryanair 10
16 SAP SE 10
17 Stanley Black & Decker 10
18 Stryker 10
19 Tencent 10
20 The Trade Desk 10
21 TSMC 10
22 Adobe 9
23 Air Liquide 9
24 Amazon 9
25 Brenntag 9
26 British American Tobacco 9
27 Facebook 9
28 FactSet 9
29 FedEx 9
30 Fresenius 9
31 Hermès 9
32 Kering 9
33 L’Oréal 9
34 Medtronic 9
35 Mowi 9
36 Northrop Grumman 9
37 Nvidia 9
38 Raytheon 9
39 Union Pacific 9
40 Visa 9
41 WashTec 9

 

10 Antworten

  1. Eugen Fritzler sagt:

    Guter Artikel. Habt Ihr auch eine Backtest für den SP500 gemacht? Welche Überrendite wurde dort erzielt?

  2. Michael Brinek sagt:

    Wäre es nicht sinnvoll, vergangene Einschätzungen von Gewinn- und Umsatzwachstums mit in die aktuelle Drei-Jahresprognose einfließen zu lassen. Was ich meine ist, dass man rückwirkend für die letzten 10 Jahre historische Daten auswertet, wie damals die Prognosen von Gewinn- und Umsatzwachstum für die drei darauffolgenden Jahre waren und ob sie eingetreten sind. Z.b. wie war der Median der Analystenschätzungen im Jahr 2008 für die Jahre 2009, 2010 und 2011. Wie hoch waren die jeweiligen Abweichungen. Das trifft doch eine Aussage darüber, wie gut ein Unternehmen in der Vergangenheit eingeschätzt wurde und wie hoch die Eintrittswahrscheinlichkeit der aktuellen Drei-Jahresprognose ausfällt. Jetzt ist nur die Frage, ob solche historischen Daten existieren und ob man darauf zugreifen kann. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es da bei verschiedenen Unternehmen unterschiede gibt.

  3. Sebastian sagt:

    Wieso gab es dieses Jahr noch kein Top-10-Update?

  4. BlauesHufeisen sagt:

    Hallo zusammen,

    ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum ihr bei der Berechnung der EK-Rendite den Goodwill abzieht. Dadurch wird die EK-Rendite doch „künstlich“ größer, als sie nach konventioneller Berechnungsmethode wäre.

    Im Microsoft-Bsp. oben 58,7% statt 37,3%.

    Wenn es darum gehen würde den „wahren“ Wert eines Unternehmens zu berechnen, könnte ich den step nachvollziehen. Aber bei der Berechnung einer Rendite???

    Bin gespannt auf eure Erklärung.
    Danke und VG

    • Hallo,

      der Sinn und Zweck dahinter ist, dass Übernahmen von Firmen zum Kaufpreis bilanziert werden, statt zum wahren Bilanzwert der Firma. Das verzerrt die Berechnung der Eigenkapitalrendite. Die Firma wird ja nicht weniger profitabel nur weil man sie übernommen hat. Deshalb wird der Goodwill (die Ausgleichsgröße in dieser Berechnung) vernachlässigt. Er gehört nicht zu den real eingesetzten Bilanzwerten.

      Liebe Grüße
      Benjamin

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