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Jonathan Neuscheler | AlleAktien-Gründer, Value-Investor, Aktienanalyst, Betriebswirt

Mein Ziel ist es, jährlich steigende Dividendeneinnahmen zu erreichen. Dabei denke und agiere ich langfristig. Suche mir in Aktienanalysen systematisch unterbewertete Aktien mit einer hohen Renditeerwartung und gleichzeitig geringen Risiken aus. Dann bleibe ich meist viele Jahre investiert. Profitiere von der Wertsteigerung der Unternehmen. Ich schwimme gerne gegen den Strom. Schlage zu, wenn Aktien besonders preiswert sind.

Erneuerbare Energien Aktien: Das sind die Top 5 Aktien, um mitzuverdienen

Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Die Branche wächst mit einer enormen Geschwindigkeit. In den letzten Wochen habe ich intensiv zur Branche recherchiert. Mir ausführlich Gedanken gemacht, gezielt nach den besten Aktien gesucht. In diesem Artikel möchte ich meine Top 5 Aktien nennen, um von den großen Wachstumschancen profitieren zu können.

 

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Erneuerbare Energien Aktien: Viele Anleger haben viel Geld verbrannt

Diesen Artikel möchte ich mit der eher düsteren Vergangenheit der Erneuerbare Energien-Aktien beginnen. Insgesamt hat diese Branche in der Vergangenheit ziemlich vielen Anlegern ziemlich viel Geld gekostet.

Aktienkurs von Solarworld. Das Unternehmen galt früher als DAX-Kandidat. Doch diese Zeiten sind nach mehreren Insolvenzen längst vorbei. Die Kursentwicklung ist ein einziges Trauerspiel. Bildquelle: Comdirect

Neben der Solarworld-Aktie gab es zahlreiche weitere Pleiten im Sektor. Ziemlich bekannt dürfte auch die Pleite von Prokon sein. Das Unternehmen hatte in Fernsehwerbungen mit 8% Rendite durch Investitionen in Windparks geworben.

Jedenfalls stellt sich die Frage: Wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen? Es lag wohl größtenteils an einem „künstlichen Strohfeuer“, das ausgelöst wurde. Die deutsche Politik wollte die Energiewende so schnell wie möglich, koste sie, was es wolle. Da Erneuerbare Energien Anfang der 2000er-Jahre aber überhaupt nicht wirtschaftlich waren, warf die Politik mit Subventionen um sich. So bildete sich eine gefährliche Abhängigkeit, und mit jeder Kürzung der Subventionen trübte sich die Geschäftslage weiter ein. Dazu kamen insbesondere im Solarbereich neue Konkurrenten aus China.

Als die Subventionen größtenteils zurückgefahren worden sind, blieb nicht viel übrig. Andere Energieformen waren schlicht billiger. Die Nachfrage brach ein. Solarworld rutschte in die Insolvenz. Prokon rutschte in die Insolvenz. Viele weitere folgten.

Nun sind einige Jahre vergangen und ich sehe dieses Mal einen echten und dauerhaften Nachfrage-Boom auf die Branche zukommen.

 

Erneuerbare Energien: Plötzlich günstiger als Strom aus Kohle oder Gas

Werfen wir zuerst einen Blick auf die derzeitige Bedeutung von Erneuerbaren Energien.

Diese Grafik zeigt den weltweiten Energieverbrauch, aufgeteilt auf die einzelnen Energieträger, auf. Öl, Kohle und Gas machen mehr als 90% aus. Der Anteil von Erneuerbaren Energien liegt noch immer bei unter 2%! Bildquelle: Our World in Data.

Global betrachtet ist der Anteil von Erneuerbaren Energien am weltweiten Energieverbrauch also noch völlig unbedeutend. Umso größer ist das Potential, wenn Erneuerbare Energien eines Tages 20% oder gar 40% des weltweiten Energieverbrauchs ausmachen.

Das würde einer Verzehnfachung bzw. sogar einer Verzwanzigfachung entsprechen! Anhand dieser Grafik wird klar: Wenn Erneuerbare Energien den Siegeszug antreten, dann besteht ein unglaubliches Wachstumspotential.

 

Darum hat das Wachstum der Erneuerbaren Energien gerade jetzt begonnen

Sicherlich fragst du dich: Schön und gut…aber warum sollen Erneuerbare Energien gerade jetzt aus der Nische herauswachsen?

Die Antwort ist denkbar einfach: Dank jahrelanger Forschung und Optimierung sind die Kosten von Erneuerbaren Energien derart rapide gesunken, dass diese Energieform an immer mehr Standorten die günstigere Möglichkeit ist, Strom zu erzeugen!

Diese Grafik zeigt die Kosten verschiedener Energieträger auf: 2014 waren Solar und Windkraft noch rund doppelt so teuer wie die Stromprodukte aus Gaskraftwerken. Doch die Kosten sind rapide gesunken. 2020 ist der Break-Even-Punkt erreicht. Danach sind Erneuerbare Energien unschlagbar. Bildquelle: Brookfield Renewable Partners

Im Grunde genommen ist diese Entwicklung auch logisch: Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke verbrennen Energieträger. Diese müssen laufend eingekauft werden. Das verursacht hohe Kosten. Sonne und Wind gibt es hingegen gratis. Und die Installationskosten konnten dank kluger Forschungen und Entwicklungen immer weiter abgesenkt werden.

Fazit: In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach Erneuerbaren Energien massiv zunehmen. An immer mehr Standorten stellt diese Energieform die günstigste Möglichkeit dar, Strom zu erzeugen. Warum sollen Indien und China weitere Kohlekraftwerke bauen, wenn ihnen die Errichtung von Solarparks oder Windparks günstiger zu stehen kommt?

Es gibt kaum noch Gründe. Und deshalb rechne ich genau jetzt mit einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage. Bleibt noch die Frage offen: Wie kann man als Anleger und Investor von den Erneuerbaren Energien profitieren?

 

Überblick: Top 5 Aktien im Bereich Erneuerbare Energien

Meiner Erfahrung nach ist es sinnvoll, sich eine Branche immer entlang ihrer Wertschöpfungskette anzuschauen.

  1. Rohstoffe: Am Anfang steht ein bloßer Rohstoff, der aus dem Erdboden gefördert wird.
  2. Bau: Dann folgt die Verarbeitung zu einer Anlage, die Strom produziert.
  3. Betrieb: Anschließend wird die Anlage von einem Finanzinvestor langfristig betrieben.
  4. Übertragung: Der erzeugte Strom muss zu den Abnehmern transportiert werden.
  5. Speicherung: Woher kommt der Strom, wenn der Wind mal nicht weht?

Die letzten Monate habe ich intensiv recherchiert. Nun folgt das Ergebnis meiner Recherchen. Zuerst ein kurzer Überblick, dann alle 5 Schritte der Wertschöpfungskette im Detail:

 

1. Rohstoffe: Bau von Windparks, Solarparks, Stromleitungen sorgt für große Rohstoff-Nachfrage

Generelles zur Branche:

Der Abbau von Rohstoffen ist ein zyklisches Geschäftsmodell. Rohstoffpreise schwanken extrem stark und mit ihnen die Gewinnmarge der Bergbaukonzerne.

Es gibt eine Vielzahl von Unternehmen mit einer Vielzahl von abgebauten Rohstoffen. Im Bereich Erneuerbare Energien werden v.a. vier Rohstoffe benötigt:

  • Kupfer
  • Aluminium
  • Lithium
  • Eisen/Stahl

Jedes Windrad benötigt bspw. 3-4 Tonnen an wertvollem Kupfer und Aluminium sowie hunderte Tonnen an Stahl. Jede neu verlegte Stromleitung benötigt ebenfalls Kupfer. Jedes neue E-Auto benötigt Lithium. Die Nachfrage nach diesen Rohstoffen dürfte perspektivisch stark ansteigen und das dürfte den führenden Rohstoff-Konzernen in die Karten spielen.

Anleger sollten vor „kleinen Kisten“ aufpassen, also irgendwelchen Penny-Stocks, die zwar viel versprechen, aber noch nie einen nennenswerten Gewinn erzielt haben. Ebenso sollte man aufpassen, in Südamerika oder den Ex-UDSSR-Staaten zu investieren. In diesen Ländern besteht die Gefahr, dass neben den Aktionären andere Gruppen kräftig mitverdienen (Korruption) und so die Rendite für den Aktionär am Ende bescheiden ist.

Daher mein persönlicher Rat: Auf große Unternehmen mit Abbau-Gebieten in Australien, Kanada und USA setzen. Das senkt die Risiken ab.

 

Mein Favorit: Rio Tinto

Unternehmen Rio Tinto
Logo
ISIN GB0007188757
Kurs 56 USD
KGV 2020e 11
Dividenden-Rendite 2020e 5,5%

Rio Tinto ist eines der weltweit größten Bergbau-Unternehmen. Der Börsenwert erreicht fast 100 Mrd. USD. Das Unternehmen hat sich auf den Abbau von Eisenerz, Aluminium und Kupfer spezialisiert. Ab Mitte der 2020er-Jahre soll zudem die größte Lithium-Mine der Welt in Betrieb gehen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoff-Unternehmen ist es Rio Tinto in der Vergangenheit gelungen, den Aktionären eine attraktive Rendite zu erwirtschaften. Das liegt an einer Vielzahl von Gründen, die wichtigsten Gründe sind:

  • Geringe Abbau-Kosten: Rio Tinto arbeitet derart professionell, dass die Gewinnmarge seit 2008 in jedem Jahr über 20% lag. Auch während der Finanzkrise. Der günstige Abbau der Rohstoffe sichert eine starke Gewinnmarge.
  • Solide Bilanz: Rio Tinto ist nahezu schuldenfrei, daher kann der gesamte Cashflow an die Aktionäre zurückgegeben werden.
  • Abbau in „sicheren Ländern“: Rio Tinto ist v.a. in Australien, Kanada und den USA tätig. In diesen Ländern herrscht wenig Korruption.

Die Bewertung ist mit einem KGV von gerade einmal 11 sehr attraktiv.

Du willst mehr über Rio Tinto erfahren? Ich habe das Unternehmen vor kurzer Zeit ausführlichst analysiert, mitsamt Einstiegs- und Ausstiegskurs und den größten Chancen und Risiken. Lies dir meine Aktienanalyse zu Rio Tinto durch und tauche ein in die spannende Welt der Rohstoff-Aktien.

 

2. Bau von Windkraftanlagen: Vestas profitiert von Größenvorteilen

Generelles zur Branche:

2013 noch lag der Aktienkurs der Vestas-Aktie völlig am Boden, seitdem hat die Aktie mehr als 3.000% Rendite ermöglicht. Eine verrückte Welt. Früher war der Bau von Windrädern v.a. von der Politik und ihren Subventionen abhängig. Sobald diese gesenkt wurden, brach die Nachfrage ein.

Seit 2013 bessert sich aber die Lage. Windkraft ist mittlerweile so preiswert geworden, dass sich die Errichtung neuer Anlagen auch ohne Subventionen rentiert. Der Markt befindet sich nun erstmals in einem natürlichen Gleichgewicht.

Kleinere Anbieter haben es enorm schwer. Der deutsche Anbieter Senvion ist vor wenigen Monaten in die Insolvenz gerutscht. Je größer die Hersteller, desto besser die Gewinnmargen. Auch Nordex ist ein Wackel-Kandidat. Die drei großen Hersteller (GE, Siemens Gamesa und Vestas Wind Systems) verdienen hingegen ziemlich gut. Sie haben die notwendige Größe, um dauerhaft profitabel arbeiten zu können.

 

Mein Favorit: Vestas Wind Systems

Unternehmen Vestas Wind Systems
Logo
ISIN DK0010268606
Kurs 89 EUR
KGV 2020e 16
Dividenden-Rendite 2020e 1,1%

Ich habe Vestas noch nie einer detaillierten Aktienanalyse unterzogen. Dennoch verrät ein Blick auf die Kennzahlen (10% Gewinnmarge, schuldenfreie Bilanz, stetiges Umsatzwachstum), dass sich dieses Unternehmen in einer sehr guten Ausgangsposition befindet.

Daher kann ich mir gut vorstellen, dass Unternehmen bald mal zu analysieren. Wenn du das auch so siehst, und eine Vestas-Analyse haben möchtest, dann schreibe einen Kommentar unter diesen Artikel.

 

3. Betrieb von Anlagen (Windparks, Solarparks, Wasserkraftwerke): Stabile und planbare Cashflows

Generelles zur Branche:

Sind die Anlagen errichtet, so werden sie von einem Finanzinvestor übernommen. Diese Unternehmen tauschen Liquidität gegen Sachwerte ein und profitieren vom Cashflow, den die Anlagen Jahr für Jahr generieren.

Viele Staaten fördern die Errichtung von neuen Windparks und Solarparks dadurch, dass sie für einen langen Zeitraum (z.B. für 20 Jahre) einen Mindest-Strompreis garantieren. Somit ergibt sich ein planbarer Cashflow, der fast schon einer Anleihe gleicht.

Daher sind diese Unternehmen in der Lage, eine attraktive und verlässliche Dividende auszuschütten.

 

Mein Favorit: Brookfield Renewable Partners

Unternehmen Brookfield Renewable Partners
Logo
ISIN BMG162581083
Kurs 48 USD
FFO-Rendite 5,5%
Dividenden-Rendite 2020e 4,4%

Es gibt gleich eine Reihe von Unternehmen, die Anlagen in ihrem Besitz halten. Dazu zählen bspw.:

  • RWE
  • NextEra Energy
  • Encavis
  • Brookfield Renewable Partners

Die meisten Unternehmen haben entweder weitere Geschäftsbereiche (Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke…wie RWE oder NextEra Energy) oder sie sind sehr klein und schlecht diversifiziert (Encavis).

Brookfield Renewable Partners bildet da eine Ausnahme. Das Unternehmen ist sowohl groß und somit gut diversifiziert als auch ausschließlich auf das Segment Erneuerbare Energien fokussiert.

Mehr als 70% des Cashflows entstammen dem Betrieb von Wasserkraftwerken. Der Rest wird mit Solarparks, Windparks und Pumpspeicherkraftwerken erzielt. Damit verfügt Brookfield Renewable Partners über einzigartige Vermögenswerte, an denen Privatanleger in der Regel überhaupt nicht teilhaben können.

Die Dividendenrendite von 4,4% überzeugt ebenfalls.

Du willst mehr über Brookfield Renewable Partners erfahren? Das Unternehmen ist eine Bereicherung für jedes Depot. Eine grüne und nachhaltige Aktie mit 4,4% Dividendenrendite und zahlreichen Chancen. Lies dir jetzt unsere brandneue Aktienanalyse zu Brookfield Renewable Partners durch. Erfahre, wie gut das Unternehmen von den künftigen Chancen profitieren können wird.

 

4. Übertragung des Stroms: Garantierte Einnahmen, attraktive Dividenden

Generelles zur Branche:

Nun ist der Strom produziert. Und schon ergibt sich das nächste Problem. Beziehungsweise die nächste Chance, zumindest aus Sicht der Aktionäre. Denn insbesondere der durch Windkraft und Solarparks erzeugte Strom wird an einem ganz anderen Ort verbraucht, als er produziert wird.

Das bedeutet im Klartext: Die Nachfrage nach Stromnetzen steigt an. Auch die ganzen neuen Ladestationen für E-Autos wollen an das Stromnetz angeschlossen werden. Der Markt wächst.

Die Stromleitungen sind eine überlebenswichtige und kritische Infrastruktur. Und es sind Monopole. Die Betreiber der Infrastruktur erhalten für das eingesetzte Kapital daher eine staatlich garantierte Vergütung.

 

Mein Favorit: E.ON

Unternehmen E.ON
Logo
ISIN DE000ENAG999
Kurs 9,20 EUR
KGV 2020e 13
Dividenden-Rendite 2020e 5,0%

Zugegeben: E.ON hat eine ereignisreiche Geschichte hinter sich. Durch zahlreiche politische Eingriffe wurde das Geschäft der Stromerzeugung mittels konventionellen Kraftwerken nahezu vollständig unrentabel gemacht. Also hat E.ON nicht lange gezögert und sich komplett neu erfunden. Das schwankungsanfällige Geschäft der Stromerzeugung wurde vollständig abgespalten.

Dafür konzentriert sich E.ON nun voll und ganz auf den Betrieb der Stromnetze. Durch die 2019 erfolgte Übernahme von Innogy konnte dieses Geschäft kräftig ausgebaut werden. Nun werden die beiden Unternehmen verschmolzen und es sollten sich auch noch einige hundert Mio. EUR an Kosten-Einsparungen ergeben. Diese dürften für einen kräftigen Gewinnanstieg sorgen.

Das Unternehmen hat sich neu erfunden. Profitiert nun von planbaren und staatlich garantierten Cashflows. Die Dividendenrendite liegt bei attraktiven 5%, das Management möchte die Dividende jährlich anheben. Eine meiner absoluten Lieblings-Aktien.

Du möchtest wissen, wie viel Potential ich der E.ON-Aktie genau zutraue? Dann lies dir jetzt unsere E.ON-Aktienanalyse durch!

 

5. Speicherung des Stroms: Wasserstoff als Ausweg?

Generelles zur Branche:

Mittlerweile nähern wir uns dem Ende der Wertschöpfungskette. Ein Problem aber ist noch nicht gelöst: Woher kommt der Strom, wenn der Wind mal nicht weht und die Sonne nicht scheint (sogenannte „Dunkelflaute“)?

Auf diese Frage gibt es derzeit noch keine richtige Antwort. Daher bleiben moderne Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke vorerst überlebenswichtig, um an den Festtagen den Gänsebraten auch bei Dunkelheit und Flaute zubereiten zu können. Dasselbe gilt natürlich auch für die Industrie: Jedes Krankenhaus, jede Fabrik ist auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen.

Wenn wir eines Tages wirklich vollständig auf Erneuerbare Energien umsteigen möchten, dann müssen wir den „an guten Tagen“ überschüssigen Strom irgendwie speichern können, um ihn an „schlechten Tagen“ nutzen zu können.

Viele tausend Forscher und Entwickler arbeiten an Lösungen und eine Lösung könnte das sogenannte „Power to Gas“-Verfahren sein. Bei diesem Verfahren wird im ersten Schritt Wasser in die Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten und im zweiten Schritt wird der Wasserstoff zu Methan weiterverarbeitet. Methangas kann nun für die Co2-neutrale Befeuerung von Gaskraftwerken benutzt werden.

 

Mein Favorit: Air Liquide

Unternehmen Air Liquide
Logo
ISIN FR0000120073
Kurs 122 EUR
KGV 2020e 20
Dividenden-Rendite 2020e 2,0%

Air Liquide ist das französische Pendant zur deutsch-amerikanischen Linde-Gesellschaft. Mit einem KGV von nur 20 ist Air Liquide aber deutlich günstiger bewertet als Linde (KGV für 2020e: 26).

Air Liquide und Linde sind die weltweit führenden Gesellschaften im Bereich von Industriegasen. Beide Unternehmen betreiben große Anlagen, in denen Luft in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt wird. Weiterhin verfügen beide Unternehmen über die Kompetenz, neue Anlagen zu bauen und diese anschließend zu betreiben. Sowohl Air Liquide als auch Linde betreiben darüber hinaus Anlagen, in denen Wasser in die Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten wird.

Setzt sich der Wasserstoff-Antrieb von Nutzfahrzeugen oder das Power-to-Gas-Verfahren durch, so befinden sich beide Unternehmen in der denkbar besten Ausgangssituation, um von diesem Trend zu profitieren. Air Liquide überzeugt aber auch ohne „Wasserstoff-Phantasie“. Selbst in der äußerst schweren Finanzkrise 2008/2009 blieb der Gewinn konstant und es wurde nicht einmal 1% Gewinnrückgang vermeldet. Daher wird Air Liquide in Frankreich gerne auch mal als „Air Solide“ bezeichnet. Die Schwankungen im Aktienkurs sind sehr gering.

Wenn du mehr über das „magische“ Geschäftsmodell von Air Liquide und Linde erfahren möchtest, dann lies dir jetzt direkt unsere Aktienanalyse zu den beiden Unternehmen durch.

 

Fazit: Erneuerbare Energien Aktien mit großem Potential

In der Vergangenheit war mit den meisten Erneuerbare Energien-Aktien kein Blumentopf zu gewinnen. Die Branche wurde künstlich aufgebaut, die Unternehmen waren wie ein Drogensüchtiger abhängig von stetig fließenden Subventionen.

Auch heute noch gibt es eine Reihe von Gesellschaften mit schwacher Bilanz, geringen Gewinnmargen und fehlenden Burggräben. Doch alles in allem hat sich der Markt bereinigt und viele Anbieter arbeiten nun kostendeckend und ohne Subventionen. Die Zukunftsaussichten sind sehr gut. Erneuerbare Energien Aktien versprechen über Jahrzehnte hinweg starkes Wachstum.

Ich hoffe, meine Vorstellung von vielversprechenden Aktien entlang der Wertschöpfungskette hat dir gefallen. Gibt es noch weitere spannende Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energien, die ich noch nicht erwähnt habe? Lass es mich wissen. In einem Kommentar unter der Analyse.

Liebe Grüße,
Jonathan Neuscheler

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Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit Aktien von E.ON.

10 Antworten

  1. OLE sagt:

    Ist Brookfield Renewable Partners nicht eine MLP und dadurch steuerlich eher nachteilig bei der Einbehaltung der Steuer auf die Dividende?

    Wäre nett wenn ihr ein wenig darauf hinweisen würdet das es da einige Fallstricke bei der Aktie gibt für dt. Anleger.

  2. Pingo sagt:

    Brookfield Renewable ist eine kanadische Gesellschaft, mit ISIN von Bermuda. Die Firma schreibt selbst: BEP weist nicht die steuerlichen Merkmale einer US-amerikanischen Master Limited Partnership („MLP“) auf. Der effektive Quellensteuersatz für Ausschüttungen an die meisten europäischen Anteilinhaber sollte ca. betragen 7,5%.
    Habe die selbst (noch) nicht. Im Zweifel nach der nächsten Dividendenzahlung (27.2.20) wieder verkaufen und den (ggf.) Kursgewinn mitnehmen.

  3. OLE sagt:

    Heho..
    Danke für die rasche und schnelle Aufklärung. Wenn es als kanadische Aktie gilt, dann werde ich mal mein Glück versuchen.

    Falls es doch als MLP gehandhabt wird…werden glaube ich eh nur knapp 40% abgezwackt…aber ich weiss dann wenigstens Bescheid…und könnte ja dennoch mit Gewinn verkaufen.

    Ich berichte wenn es soweit ist im Februar.

    DANKE EUCH SCHONMAL für das vorstellen dieser Aktie

    • Danke fürs Ausprobieren. Das ist der beste Weg, um die tatsächliche Belastung herauszufinden.

      • Marcel sagt:

        European Unitholdersclick to close
        Is Brookfield Renewable Partners a Limited Partnership, Corporation or Trust?
        Brookfield Renewable Partners is a Bermuda based limited partnership. Brookfield Renewable Partners is not a corporation or a trust.
        Is Brookfield Renewable Partners a Master Limited Partnership?
        Brookfield Renewable Partners does not have the same tax consequences of a U.S. Master Limited Partnership. There is no U.S. source business income that flows out to investors. There is no ECI (Effectively Connected Income) or UBTI (Unrelated Business Taxable Income). For non-U.S. residents, there are no U.S. tax filings or U.S. income tax liabilities that result from the ownership of a Brookfield Renewable Partners unit.

        Quelle: Brookfield Renewable Tax Information

        Bei den MLPs wird meist eine Distribution gezahlt. Dies führt zu höherer Besteuerung für ausländische Aktionäre und das man eigentlich sogar noch eine US-Steuererklärung abgeben müsste.

        Bei Zahlung einer Dividende fällt nur die übliche Quellensteuer an.

        Diesen feinen Unterschied findet man meist in den Investor Relations der Unternehmen.

        Jonathan kann ja mal einen Blick auf die Tax Information von BRP werfen, der blickt da bestimmt mehr durch mit seinen besseren English Kenntnissen.

        • Ich denke wir sollten es einfach mal ausprobieren. Mehrere Mitglieder haben testweise ein paar Aktien gekauft und werden bei der nächsten Dividende berichten. Ggf. werden es die Banken auch unterschiedlich auslegen, auch das hat es schon gegeben.

  4. Hendrik Mildenberger sagt:

    Moin Jonathan, danke erstmal für eure tollen Analysen. Einfach nur genial 😉
    Kurze Frage zu dem aktuellen EON Kurs: dieser liegt jetzt bei 10€. Ist deiner Meinung nach immer noch ein Einstieg lohnenswert? Meine Rücklagen waren bei dem Kurs zwischen 8-9€ anders verplant…Danke dir und macht weiter so!

  5. Stephan Porz sagt:

    +1 für eine Vestas-Analyse

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