Jonathan Neuscheler AlleAktien-Gründer, Value-Investor, Aktienanalyst, Betriebswirt

Mein Ziel ist es, jährlich steigende Dividendeneinnahmen zu erreichen. Dabei denke und agiere ich langfristig. Suche mir in Aktienanalysen systematisch unterbewertete Aktien mit einer hohen Renditeerwartung und gleichzeitig geringen Risiken aus. Dann bleibe ich meist viele Jahre investiert. Profitiere von der Wertsteigerung der Unternehmen. Ich schwimme gerne gegen den Strom. Schlage zu, wenn Aktien besonders preiswert sind.

Fraport Aktienanalyse: Immobilien-Monopol Frankfurter Flughafen mit 56% Rabatt

Fraport ist der Eigentümer und Betreiber des Frankfurter Flughafens. Außerdem betreibt das Unternehmen weltweit noch 30 weitere Flughäfen. Wer von Frankfurt aus fliegen möchte, kommt an Fraport nicht vorbei. Diese Monopolstellung lässt sich das Unternehmen vergüten: Die Immobilien-Flächen im Flughafengebäude werden zu äußerst hohen Mieten vermietet. Eigentlich ein grundsolides Geschäftsmodell, das eine laufend steigende Dividende ermöglicht. Doch aufgrund der Coronakrise hat die Aktie 56% im Kurs abgegeben. Wird sich Fraport wieder erholen und gibt es die Aktie derzeit zum Schnäppchenpreis – oder droht hier gar die Pleite?

 

Aktienanalyse Fraport
ISIN DE0005773303
WKN 577330
Hauptsitz Deutschland
Preis 43 EUR
Ausstehende Aktien 92,4 Mio.
Marktkapitalisierung 3.970 Mio. USD
Nettoverschuldung 4.100 Mio. USD
Enterprise Value 8.070 Mio. USD
Free Cash Flow-Rendite 6,8% (zyklus-bereinigt)
Dividendenrendite 5,1% (2021e)
Datum 08.04.2020

Überblick: Fraport betreibt weltweit 31 Flughäfen

  • Immobilien-Monopol ein attraktives Geschäftsmodell: Fraport ist der Besitzer und Betreiber des Frankfurter Flughafens. Der deutschlandweit größte Flughafen wird jährlich von 70 Mio. Passagieren genutzt. Fraport erzielt über zwei Wege Einnahmen: Erstens müssen die Airlines für jeden Start und jede Landung bezahlen. Zweitens vermietet das Unternehmen Immobilien-Flächen im Flughafen (u.a. Duty Free-Shops, Restaurants), Werbeflächen sowie Parkhäuser und umliegende Logistikgebäude. Wer in der Nähe von Frankfurt wohnt und verreisen möchte, kommt um die Benutzung des Flughafens nicht herum. Daher verfügt Fraport über ein Monopol.
  • Hoher Cashflow: Während Airlines über ein sehr zyklisches Geschäftsmodell verfügen und zahlreichen Einflussfaktoren unterliegen, war die Geschäftsentwicklung von Fraport in vergangenen Krisen relativ stabil. Selbst während der Finanzkrise 2008/2009 gab der operative Gewinn nur um ca. 20% nach. Fraport verfügt gegenüber Airlines über ein viel profitableres und stabileres Geschäftsmodell. Das erklärt auch, warum die Dividende seit 2003 nicht ein einziges Mal gekürzt bzw. ausgesetzt wurde.
  • 95% weniger Passagiere: Vor wenigen Tagen meldete das Unternehmen, dass aufgrund der Corona-Krise die Zahl der Passagiere um 95% eingebrochen ist. Die Luftfahrt-Industrie befindet sich in einer nie dagewesenen Krise. Nahezu jede Airline weltweit ist auf staatliche Hilfe angewiesen. Und auch den Flugzeug-Herstellern Airbus und Boeing geht es überhaupt nicht mehr gut. Wer braucht in Zeiten wie dieser noch neue Flugzeuge? Auch für Fraport ist die Lage ernst. Der Umsatz bricht massiv ein.
  • Ein Schnäppchen oder ein Pleite-Kandidat? Die Aktie kommt von fast 100 EUR und notiert nur noch bei 43 EUR. Sollte es in den kommenden Jahren zur Erholung kommen, besteht ein sehr hohes Kurspotential und die Aktie könnte sich vervielfachen. Die große Frage lautet: Kann Fraport diese Krise unbeschadet überleben? Wir untersuchen es.
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