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    Psychologie der Märkte

    Um an der Börse dauerhaft erfolgreich zu sein, musst du deine Emotionen wahrnehmen, deuten und kontrollieren können. Daher findest du hier im Thread alle Artikel, die dir dabei helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren und dauerhaft erfolgreich zu bleiben. 

    Während die Schnäppchenjagd in Deutschland bei Gütern wie Bananen, Benzin oder Brezeln ein wahrer Volkssport ist, haben viele Anleger Schwierigkeiten mit tiefen Börsenkursen. Bei den meisten Gütern des täglichen Bedarfs gilt: Je billiger, desto besser. Wenn das Kilo Bananen mit derselben Qualität nur noch die Hälfte kostet, kaufen die Menschen als gäbe es kein Morgen. Ist ja auch logisch: Für die gleiche Menge an Nutzen zahlen wir nun nur noch die Hälfte. Oder anders gesagt: Wir bekommen für das gleiche Geld die doppelte Menge.

    Bei Aktien aber, oh weh oh weh. Gerade Anleger, die sich neu mit der Börse befassen und gerade erste Erfahrungen sammeln, tun sich mit Verlusten schwer. Wurde eine Aktie zum Preis von 100 Euro gekauft und steht ein Jahr später bei 50 Euro, so wird im Depot ein großer roter Balken mit 50 % Verlust und dem entsprechenden Vermögensverlust dargestellt. Diese Vorstellung, einen Fehler begangen zu haben, und Geld verloren zu haben, fühlt sich dann schlecht an. Solche im ersten Moment menschliche und scheinbar logische Denkschlüsse gilt es aber gerade an der Börse zu hinterfragen.

    Denn an der Börse gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Preis einer Aktie und dem Wert einer Aktie. Der Preis ist der aktuelle Börsenkurs. Er ist objektiv festzustellen und spiegelt stets die aktuelle Konsensmeinung aller Anleger wider. Der Wert hingegen ist der tatsächlich zu erwartende Nutzen der jeweiligen Aktie. Er ergibt sich, wie auf der Aktienbewertungs-Seite dargestellt, aus allen künftig zu erwartenden Dividenden und Kurssteigerungen.

    Aktionär zu sein, bedeutet Eigentümer eines kleinen Anteils eines großen Unternehmens zu sein. Und von allen zukünftigen Gewinnen und Dividenden zu profitieren. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir vereinfachend an, die Coca-Cola Aktiengesellschaft beschließt fortan alle Gewinne an ihre Aktionäre auszuschütten und kann aufgrund ihrer hervorragenden Marktstellung mit allen Supermärkten einen Deal auf exakt stabile Absatzmengen und Gewinne abschließen. Der Gewinn von sagen wir 2,50 Dollar je Aktie und und Jahr wird nun bis in die Unendlichkeit kontinuierlich in dieser Höhe an die Coca-Cola Aktionäre ausbezahlt. Wäre es unter diesen Annahmen für dich besser, für jede Aktie 25 Dollar oder 50 Dollar zu bezahlen?

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    Nehmen wir an, du hast 10.000 Dollar für deine Investition zur Verfügung. Bei einem Kurs von 50 Dollar je Aktie kannst du dir 200 Aktien leisten. Du bekommst fortan Jahr für Jahr 500 Dollar Dividende.

    Hättest du die Aktien hingegen zu einem Kurs von 25 Dollar erworben, könntest du dir 400 Aktien leisten und würdest bis in die Unendlichkeit 1.000 Dollar an Dividende bekommen. Deine Rendite hätte sich verdoppelt. Und genau deshalb sind tiefe Kurse gut. Sie erlauben es dir, viele Unternehmensanteile zu einem günstigen Preis einzusammeln. Auch an der Börse kann es sich lohnen, Schnäppchenjäger zu sein.

    Jedoch immer unter der Prämisse, dass die 2,50 Dollar an Dividende auch tatsächlich eintreffen, und sich die langfristige Unternehmenssituation nicht verschlechtert hat. Wenn sich bei einem Unternehmen die Gewinnaussichten nachhaltig eintrüben, dann sinkt natürlich auch der Wert des Unternehmens. Und ein geringerer Kurs ist gerechtfertigt.

    Da an der Börse aber Emotionen eine große Rolle spielen, gibt es eben keinen Gleichlauf zwischen Wert und Kurs. Meinen Erfahrungen zufolge tendieren viele Marktteilnehmer dazu, kurzfristig auftretende Ereignisse zu überschätzen und langfristige Risiken zugleich zu unterschätzen. Oder umgekehrt.

    Durch die Instrumente der Aktienbewertung kannst du einen kühlen Kopf bewahren und so bessere Entscheidungen treffen.

     

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