Ad-hoc Meldung

Eine Ad-hoc-Meldung enthält Informationen die den Börsenkurs eines Unternehmens erheblich beeinflussen können. Unternehmen sind verpflichtet, beim Eintritt gewisser Situationen eine Ad-Hoc-Meldung zu veröffentlichen. Die Pflicht zur Veröffentlichung einer Ad-hoc-Meldung ergibt sich aus § 15 des Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).

Die Vorschrift wurde eingeführt um die Fairness der Kapitalmärkte zu erhöhen. Wenn alle Marktteilnehmer zum gleichen Zeitpunkt mit neuen Informationen versorgt werden, steigt die Transparenz des Kapitalmarktes. Die Maßnahme führt zu Vertrauensbildung.

Beispiel einer Ad-Hoc Meldung: Halbjahresbericht der Krones AG © Krones, Yumpu

Außerdem soll Insiderhandel unterbunden werden. Prinzipiell sind alle Informationen Ad-Hoc-pflichtig, die den Kurs einer Aktiengesellschaft beeinflussen können.

Beispiel: Unterzeichnet ein kleines Unternehmen einen großen, lang anhaltenden Vertrag zur Produktion eines bestimmten Produktes, der in den nächsten Jahren zu deutlichen Umsatz- und Gewinnsteigerungen führt, dann ist diese Information Ad-Hoc-pflichtig.

Denn Marktteilnehmer, die diese Information mitbekommen, könnten den Wert der Aktie nun anders einschätzen als noch zuvor. Um zu verhindern, dass einige Teilnehmer aufgrund guter Kontakte zum Management diese Information vorab erhalten und davon profitieren können, ist eine solche Information geheimhaltungspflichtig, bis diese im Rahmen einer Ad-Hoc-Meldung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Die Pflicht zur Ad-hoc-Publizität fordert Unternehmen dazu auf, Insiderinformationen so schnell wie möglich zu veröffentlichen, damit sie die Teilnehmer des Kapitalmarkts zur Kenntnis nehmen können.

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