Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur beschreibt die Struktur der Aktionäre einer Aktiengesellschaft. Sie  beschreibt, welcher Aktionär wie viel Prozent am jeweiligen Unternehmen hält. Die Aktionärsstruktur wird meist tabellarisch oder graphisch als Kuchendiagramm dargestellt. Aktionäre können Privatpersonen oder juristische Personen (z.B. andere Firmen) sein.

Welche Informationen können wir Aktionäre aus der Aktionärsstruktur lesen?

  1. Einfluss. Die Aktionäre mit einem großen Anteil der Stimmrechte haben einen großen Einfluss auf die Unternehmensstrategie. Folglich können wir überprüfen, welche Interessen die Großaktionäre des Unternehmens verfolgen und dann abgleichen, ob diese Interessen unseren eigenen Interessen entsprechen.
  2. Familienunternehmen. Hält eine Familie einen größeren Teil der ausstehenden Aktien (z.B. bei Henkel der Fall), dann liegt es meist im Interesse der Familie, eine langfristig wertsteigernde Strategie zu verfolgen. Folglich ist das Management des Unternehmens durch den langfristig orientierten Ankeraktionär vor kurzfristigen Interessen aktivistischer Aktionäre (z.B. von Hedgefonds) geschützt. Bei Familienstreitigkeiten kann es aber auch zu einer Lähmung des Unternehmens kommen.
  3. Übernahmewahrscheinlichkeit. Baut ein bestimmter Aktionär im Laufe der Zeit seinen Aktienbestand an einem Unternehmen immer weiter aus, könnte eine Übernahme bevorstehen. Schon der Versuch einer Übernahme kann zu deutlichen Kursanstiegen der Aktie führen.
  4. Managementinteressen. Aktienanteil des Managements: Gehören den Managern der Aktiengesellschaft selbst Aktien am Unternehmen, denken sie als Unternehmer und verfolgen die Interessen, die auch alle übrigen Aktionäre haben. Ein klarer Pluspunkt, der langfristig zu höheren Renditen führt.

Aktionärsstruktur von Volkswagen zum 31. Dezember 2016

 

AlleAktien kontaktieren