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Lexikon

Buy-and-Hold-and-Check-Strategie

Die Buy-and-Hold-and-Check-Strategie ist eine Anlagestrategie, die die Prinzipien des Kaufen und Halten (Buy and Hold) und regelmäßiger Portfolio-Überprüfungen kombiniert. Die Strategie beinhaltet den Kauf von Aktien oder anderen Wertpapieren und das Halten über einen langen Zeitraum, während das Portfolio regelmäßig überprüft wird, um sicherzustellen, dass es mit den finanziellen Zielen und der Risikotoleranz des Anlegers übereinstimmt.

Überblick

Die Buy-and-Hold-and-Check-Strategie zielt darauf ab, das langfristige Wachstumspotenzial des Aktienmarktes zu nutzen und gleichzeitig eine gewisse Risikosteuerung durch regelmäßige Portfolio-Überprüfungen zu gewährleisten. Die Strategie eignet sich besonders gut für Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont, die mit Marktschwankungen umgehen können.

Die Buy-and-Hold-and-Check-Strategie ist auch mit den Prinzipien des passiven Investierens vereinbar, das auf kostengünstigen, langfristigen Anlagestrategien basiert. Durch die Kombination der Vorteile von Buy and Hold und regelmäßigen Portfolio-Überprüfungen können Anleger eine Balance zwischen langfristigem Wachstumspotenzial und Risikosteuerung erreichen.

Diese Strategie betont die Bedeutung eines langfristigen Anlagehorizonts, da kurzfristige Marktschwankungen weniger Einfluss auf die Gesamtperformance des Portfolios haben. Sie legt auch Wert auf regelmäßige Überprüfungen, um sicherzustellen, dass das Portfolio weiterhin den individuellen Zielen und der Risikotoleranz des Anlegers entspricht.

Die Buy-and-Hold-and-Check-Strategie bietet Anlegern die Möglichkeit, von langfristigem Wachstumspotenzial zu profitieren und gleichzeitig Risiken zu steuern. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass keine Anlagestrategie garantierte Renditen bietet und dass Marktbedingungen und individuelle Umstände die Performance beeinflussen können. Anleger sollten ihre individuellen Ziele, Risikobereitschaft und Zeitrahmen sorgfältig berücksichtigen und bei Bedarf professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

Vergleich mit der klassischen Buy-and-Hold Strategie

Die Buy-Hold-Check-Strategie baut auf der klassischen Buy-and-Hold-Strategie auf, erweitert sie jedoch um regelmäßige Überprüfungen des Portfolios. Während die klassische Buy-and-Hold-Strategie darauf abzielt, Aktien oder andere Wertpapiere über einen langen Zeitraum zu halten, ohne häufige Umschichtungen vorzunehmen, beinhaltet die Buy-Hold-Check-Strategie regelmäßige Überprüfungen des Portfolios, um sicherzustellen, dass es den Anlagezielen und der Risikotoleranz des Anlegers entspricht.

Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass die Buy-Hold-Check-Strategie eine proaktive Herangehensweise beinhaltet, bei der das Portfolio in bestimmten Intervallen überprüft wird, während die klassische Buy-and-Hold-Strategie eher eine passive Herangehensweise ist, bei der das Portfolio im Allgemeinen ohne regelmäßige Überprüfungen gehalten wird.

Die regelmäßigen Portfolio-Checks in der Buy-Hold-Check-Strategie dienen dazu, sicherzustellen, dass das Portfolio immer noch den individuellen Anlagezielen entspricht. Während dieser Überprüfungen kann eine Neugewichtung des Portfolios vorgenommen werden, um sicherzustellen, dass es ausgewogen bleibt und den sich ändernden Marktsituationen und Anlagezielen gerecht wird.

Die Buy-Hold-Check-Strategie bietet somit eine gewisse Flexibilität und die Möglichkeit, Anpassungen im Portfolio vorzunehmen, wenn sich die Bedingungen ändern oder wenn der Anlagehorizont oder die Risikotoleranz des Anlegers sich verändert.

Die klassische Buy-and-Hold-Strategie hingegen betont eher eine langfristige Perspektive, bei der das Portfolio im Allgemeinen nicht aktiv verwaltet wird und Umschichtungen seltener vorkommen. Das Ziel ist es, von langfristigem Wachstumspotenzial und möglichen Dividenden zu profitieren, während kurzfristige Marktschwankungen weniger berücksichtigt werden.

Beide Strategien haben ihre Vor- und Nachteile und sind für verschiedene Arten von Anlegern geeignet. Die Wahl zwischen der klassischen Buy-and-Hold-Strategie und der Buy-Hold-Check-Strategie hängt von den individuellen Anlagezielen, der Risikotoleranz und dem Anlagehorizont des Anlegers ab.

Wie oft sollte ein Investor den Check durchführen?

Die Häufigkeit der Überprüfung eines Portfolios in der Buy-Hold-Check-Strategie kann je nach den individuellen Präferenzen, Zielen und der Volatilität des Marktes variieren. Es gibt jedoch einige allgemeine Richtlinien, die als Ausgangspunkt dienen können.

Ein Investor kann beispielsweise den Check einmal im Quartal oder einmal im Jahr durchführen. Diese Zeiträume ermöglichen es dem Investor, regelmäßig den Zustand des Portfolios zu bewerten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass es den Anlagezielen und der Risikotoleranz entspricht.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Überprüfung nicht zwangsläufig zu Umschichtungen im Portfolio führen muss. Es kann auch bedeuten, dass der Investor lediglich den allgemeinen Zustand des Portfolios bewertet, seine Performance überprüft und prüft, ob Anpassungen erforderlich sind.

Die Wahl der Überprüfungshäufigkeit hängt auch vom Anlagehorizont des Investors ab. Wenn ein Anleger beispielsweise langfristig investiert ist und kurzfristige Marktschwankungen weniger berücksichtigt, könnte er sich für eine jährliche Überprüfung entscheiden. Ein Anleger mit einem kürzeren Anlagehorizont oder einem höheren Bedürfnis nach Aktualisierungen kann jedoch häufigere Überprüfungen in Betracht ziehen.

Es ist ratsam, bei der Wahl der Überprüfungshäufigkeit konsistent zu sein und nicht zu häufige Umschichtungen vorzunehmen, da dies zu übermäßigen Transaktionskosten und Steuerbelastungen führen kann.

Letztendlich sollte die Überprüfungshäufigkeit an die individuellen Präferenzen, Ziele und die Marktvolatilität angepasst werden. Eine regelmäßige Überprüfung ermöglicht es dem Investor, sein Portfolio im Einklang mit seinen Zielen zu halten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, um eine ausgewogene und angemessene Asset-Allokation beizubehalten.

Ausnahmen von der Regel

Während die Häufigkeit der Portfolio-Überprüfungen bei der Buy-and-Hold-and-Check-Strategie von der individuellen Präferenz und Anlagestrategie des Anlegers abhängt, gibt es bestimmte Situationen, die häufigere Überprüfungen rechtfertigen können. Hier sind einige Beispiele:

  • Bedeutende Lebensveränderungen: Bedeutende Lebensveränderungen wie Heirat, Scheidung, ein neuer Job oder der Ruhestand können eine Überprüfung des Portfolios rechtfertigen, um sicherzustellen, dass es den finanziellen Zielen und der Risikotoleranz des Anlegers entspricht.

  • Marktschwankungen: Während Zeiten erhöhter Marktschwankungen möchten Anleger möglicherweise ihr Portfolio häufiger überprüfen, um sicherzustellen, dass sie mit dem Risikolevel in ihrem Portfolio zufrieden sind und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen können.

  • Veränderungen der finanziellen Ziele: Wenn sich die finanziellen Ziele eines Anlegers ändern, beispielsweise ein erhöhter Bedarf an Einkommen oder der Wunsch, mehr Risiko einzugehen, kann eine Überprüfung des Portfolios sinnvoll sein, um sicherzustellen, dass es den neuen Zielen entspricht.

  • Veränderungen in der Wirtschaft oder Branche: Veränderungen in der Wirtschaft oder Branche können sich auf die Performance bestimmter Aktien oder Sektoren auswirken, was eine Überprüfung des Portfolios rechtfertigen kann, um sicherzustellen, dass es diversifiziert ist und den finanziellen Zielen des Anlegers entspricht.

  • Veränderungen in den Steuergesetzen: Änderungen in den Steuergesetzen können sich auf die Performance bestimmter Investments auswirken, was eine Überprüfung des Portfolios rechtfertigen kann, um sicherzustellen, dass es steuereffizient bleibt.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Situationen als Beispiele dienen und jeder Anleger seine individuellen Umstände berücksichtigen sollte. Eine regelmäßige Überprüfung des Portfolios, insbesondere in solchen besonderen Situationen, ermöglicht es dem Anleger, sicherzustellen, dass das Portfolio den aktuellen Zielen, Veränderungen in der Wirtschaft und den individuellen Bedürfnissen entspricht.

Fazit zur Strategie

Die Buy-Hold-Check-Strategie kombiniert die Prinzipien des langfristigen Haltens von Wertpapieren mit regelmäßigen Überprüfungen des Portfolios. Indem Anleger ihre Investitionen über einen langen Zeitraum halten und gleichzeitig regelmäßige Überprüfungen durchführen, können sie von langfristigem Wachstumspotenzial profitieren und ihr Portfolio an ihre sich ändernden Ziele und Risikotoleranz anpassen.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Buy-Hold-Check-Strategie nicht vor Risiken und Verlusten schützt und keine garantierte Rendite bietet. Anleger sollten ihre individuellen Umstände sorgfältig berücksichtigen, ihre Anlageziele klar definieren und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen, um eine angemessene Anlagestrategie zu entwickeln.

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