Synergien

Synergien bedeutet „sich gegenseitig fördern“ und bezeichnet die gemeinsamen Vorteile, die entstehen, wenn man zusammen arbeitet. In der Wirtschaftswelt wird der Begriff häufig bei Firmenübernahmen oder Firmenzusammenschlüssen (M&A, Merger and Acquisitions) gebraucht.

Synergien in der Wirtschaft entstehen durch Skaleneffekte (economies of scale), Verbundeffekte (economies of scope) und Dichtevorteile (economies of density). Sie können durch verschiedene Formen der Zusammenarbeit (z.B. durch Kooperation oder Kollusion) angestrebt werden, z.B. durch Joint Ventures durch die Fusion von zwei oder mehr Einzelunternehmen zu einem Unternehmen. Die zusammenarbeitenden Subjekte sind in der Regel bestrebt, ihren Nutzen zu maximieren. Das kann dazu führen, dass einer von ihnen mehr Nutzen hat als ein anderer.

Economies of scale Effizienzgewinne durch Massenproduktion. Wenn mehr von dem gleichen Produkt, z.B. einer Zahnbürste produziert wird, so kann diese günstiger produziert werden. Dies liegt zum Beispiel darin, dass das Unternehmen Rohstoffe (Kunststoff, Öl, Maschinen) bei Massenbestellungen zu einem niedrigeren Stückpreis erhält. Zusätzlich hat das Unternehmen hohe Fixkosten (Mitarbeiter, Firmengelände, Maschinen, Fabriken), die unabhängig von der produzierten Stückzahl anfallen.

Economies of scope Effizienzgewinne durch Variation. Beispielsweise kann ein Butterproduzent deutliche Kostenvorteile bei der Produktion von fettarmer Milch haben, da diese ohnehin entstehen würde. Auch Cross-Selling (Verkauf von verschiedenen, ähnlichen Produkten an die gleiche Zielgruppe) bei Einzelhändlern, z.B. Aldi Süd ist ein klassisches Beispiel für Economies of scope.

Economies of density Effizienzgewinne durch räumliche Dichte (von Objekten oder Personen). Ein Paketzusteller profitiert davon, wenn er möglichst viele Pakete in möglichst wenigen Straßen abliefern kann, da dieser nur pro ausgeliefertem Paket (jedoch nicht nach zurückgelegtem Weg) bezahlt wird.