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Jonathan Neuscheler | AlleAktien-Gründer, Value-Investor, Aktienanalyst, Betriebswirt

Mein Ziel ist es, jährlich steigende Dividendeneinnahmen zu erreichen. Dabei denke und agiere ich langfristig. Suche mir in Aktienanalysen systematisch unterbewertete Aktien mit einer hohen Renditeerwartung und gleichzeitig geringen Risiken aus. Dann bleibe ich meist viele Jahre investiert. Profitiere von der Wertsteigerung der Unternehmen. Ich schwimme gerne gegen den Strom. Schlage zu, wenn Aktien besonders preiswert sind.

Nachkaufalarm: General Electric/GE (WKN: 851144)

14 Antworten

  1. Gerrit sagt:

    Hallo Jonathan,
    vielen Dank für die detaillierte Analyse in den beiden Artikeln! Ich bin bei der Recherche noch auf folgenden Artikel gestoßen, in dem vor einem Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt gewarnt wird mit der Begründung, dass möglicherweise noch nicht alle Probleme von GE ans Tageslicht gekommen sind. So wird es für möglich gehalten, dass die Schulden nicht nur 50Mrd $ betragen könnten, sondern mehr als 100Mrd $. Dazu komme, dass das US Justizministerium damit begonnen habe, die Bilanzierungspraxis von GE unter die Lupe zu nehmen. Letzteres halte ich für das größte Problem, denn wenn sich herausstellen sollte, dass GE getrickst oder gar massiv betrogen hat, dann könnte die Bilanz plötzlich in sich zusammenbrechen und GE vor der Pleite stehen. Bilanzskandale a la Steinhoff et al. lassen grüßen. Man könnte sagen, dass das aktuell noch Spekulationen sind, aber allein der Fakt, dass das Ministerium prüft, muss eine Ursache haben und keiner weiß, was am Ende rauskommen wird. D.h. man hat hier ein nicht kalkulierbares Risiko an Board, und das gefällt mir als Investor gar nicht.
    Welche Informationen hast Du dazu bzw. wie schätzt Du dieses Risiko ein?
    Viele Grüße,
    Gerrit
    https://investorplace.com/2018/11/no-light-end-turbine-ge-stock/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+InvestorPlace+%28InvestorPlace%29

    • Hallo Gerrit,
      dieses Risiko kann kein Mensch seriös einschätzen, ohne Insiderinformationen zu haben. Insgesamt ist die Zuverlässigkeit der US-Bilanzen aber viel höher als die der deutschen Bilanzen. Als Folge der großen Skandale (Enron & Co.) wurden die Regeln und Vorschriften massiv verschärft. Bspw. muss in den USA der CEO persönlich unterschreiben, dass die Bilanz korrekt ist. Ein bereits sehr erfolgreicher und vermögender Manager wie Culp würde wohl kaum sein gesamtes, bereits akkumuliertes Vermögen aufs Spiel setzen, wenn es bei GE so düster aussehen würde. Ausschließen kann man dennoch nichts. Am Ende muss man sich halt die Frage stellen, welche Chancen und welche Risiken man sieht. Ich persönlich rechne mit rund 70% Wahrscheinlichkeit damit, dass GE binnen fünf Jahren zum Verdoppeln wird. Mit rund 20% Wahrscheinlichkeit rechne ich damit, dass gar nichts passiert, z.B. weil die Probleme größer als derzeit bekanntgegeben sind. Mit 10% und weniger rechne ich damit, dass sich GE tatsächlich nie mehr erholen wird und ggf. sogar in die Insolvenz schlittert. Daran glaube ich aber einfach nicht. Denn alleine die Flugzeugsparte ist rund 130 Mrd. USD wert und würde von Buffett wohl jederzeit abgekauft werden wollen, wenn er sie denn bekommen könnte. Damit wären auch Schulden von 100 Mrd. USD problemlos zu bezahlen…VG, Jonathan

  2. Janosch sagt:

    Hallo Jonathan,

    da der Kurs in letzter Zeit weiter gefallen ist, ist meine Frage, ob du dir vorstellen kannst jetzt in GE zu investieren, oder investtierst du aktuell andere Unternehmen und wenn ja welche?

    Viele Grüße
    Janosch
    (janosch @ laufuhr.net)

    • Hallo Janosch,

      natürlich kann ich mir vorstellen, in GE zu investieren. Aktuell macht die Aktie jeden Tag ein neues Tief auf. Da kaufe ich natürlich noch nicht. Wenn der Kurs ein paar Wochen seitwärts läuft und nicht mehr weiter fällt, dann kann ich mir gut vorstellen, zuzuschlagen.

      Allerdings gibt es ja immer eine Vielzahl von interessanten Aktien.

      LG, Jonathan

  3. Juliusjr sagt:

    Hallo! Kann man nicht Siemens ein wenig (ok – keine aviationsparte) mit GE vergleichen? ist dann nicht Siemens die bessere Wahl? Siemens hat zb obwohl auch die Kraftwerkssparte schlecht läuft ein gutes ev / ebitda ratio….

    • Hallo. Man kann die Unternehmen meiner Meinung nach nicht so gut vergleichen. Zwar überlappen sich gewisse Geschäftsbereiche (Medizintechnik, Kraftwerke…), andere unterscheiden sich hingegen komplett. Siemens baut keine Flugzeugtriebwerke, GE bietet keine Industriesoftware an. Dennoch muss man festhalten, dass Siemens deutlich besser geführt war/ist. Allerdings zahlt man deshalb auch ein deutlich höheres KUV als bei GE. Wenn es GE gelingt, die Probleme in den Griff zu bekommen, dann besteht da mehr Potential. Siemens ist dafür stabiler und solider aufgestellt. VG 🙂

  4. Joel Goersch sagt:

    Hallo Jonathan,

    Wie schätzt du den aktuellen Skandal bezüglich Bilanzfälschung bei GE ein?

    Lg

  5. Luitpold Kistler sagt:

    Wie siehst du GE aktuell. Hat sich an deiner Einschaetzung etwas geaendert bzw. würdest du nachkaufen?

  6. Finn Tenzer sagt:

    Hey Jonathan,

    in deiner Analyse hast du die GE Aktie bei 13,30 USD als unterbewertet angesehen. Heute steht sie bei 6,65 USD.
    Hälst du trotz der Corona Krise den Investment Case immernoch für intakt? In dem Fall wäre die Aktie aktuell ein echtes Schnäppchen.
    Ich persönlich bin damals bei 11 USD eingestiegen und überlege nachzukaufen. Jedoch tue ich mich schwer die Folgen der Krise in die Bewertung einfließen zu lassen.

    Vielen Dank im Vorraus!

    Viele Grüße

    • Was GE so wertoll gemacht hat, war die Triebwerkssparte. Ich rechne nicht damit, dass GE in den nächsten beiden Jahren viele Triebwerke produzieren können wird. Die Nachfrage ist einfach nicht da. Das sieht man auch an der Aktienkursentwicklung von Airbus, Boeing und MTU. Auch GE ist somit massiv von der Coronakrise getroffen.

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