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Adidas verkauft Restbestände von Yeezy-Schuhen zum Selbstkostenpreis

  • Adidas verkauft Restbestände von „Yeezy“-Schuhen zum Selbstkostenpreis
  • Die Verkaufsaktion findet ausschließlich über die Online-Kanäle von Adidas statt

Adidas verkauft die letzten Restbestände der beliebten „Yeezy“-Schuhe von Rapper Kanye West zum Selbstkostenpreis. Am Montag hat der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach die dritte Verkaufsaktion gestartet, bei der die exklusiven Sneaker ausschließlich über die Online-Kanäle von Adidas verfügbar sein werden. Der Konzern hatte sich 2022 von Kanye West getrennt, nachdem dieser mit antisemitischen Äußerungen in die Schlagzeilen geraten war. Trotzdem waren bereits Millionen von Schuhen produziert worden.

Adidas-Chef Björn Gulden hat sich schließlich dazu entschieden, die Restbestände doch noch zu verkaufen. In zwei vorherigen Online-Verkaufsaktionen generierte der Sportartikelhersteller allein 700 Millionen Euro Umsatz und 300 Millionen Euro operativen Gewinn. Nun befinden sich noch Waren im Wert von rund 250 Millionen Euro im Bestand, die Adidas zumindest zum Selbstkostenpreis abstoßen will. Dabei hat das Unternehmen keinen Gewinn eingeplant. Analysten halten diese Planung allerdings für zu vorsichtig.

Im Zuge des „Yeezy“-Ausverkaufs hat Adidas einen Teil der Erlöse an Organisationen gespendet, die sich gegen Rassismus und Antisemitismus engagieren. Die Kooperation mit Kanye West hatte der Konzern aufgrund dessen skandalträchtiger Äußerungen beendet, dennoch erwirtschaftete er mit den limitierten Sneakern beachtliche Umsätze. Insgesamt hat Adidas allein durch den Verkauf von „Yeezy“-Schuhen nach der Trennung vom Rapper rund eine Milliarde Euro umgesetzt.

Nun sollen die letzten Restbestände der begehrten Schuhe endgültig veräußert werden. Die Verkaufsaktion findet ausschließlich über die Online-Kanäle von Adidas statt, um eine geordnete und effiziente Abwicklung zu gewährleisten. Die Sneaker waren in der Vergangenheit immer wieder innerhalb weniger Minuten ausverkauft, was die gesellschaftliche Relevanz des umstrittenen Rappers verdeutlicht. Die limitierte Verfügbarkeit der Produkte und die hohe Nachfrage bei Sneaker-Fans haben den Hype um „Yeezy“ zusätzlich befeuert.

Angesichts der Beliebtheit der Marke und der begrenzten Verfügbarkeit der Schuhe wird erwartet, dass die restlichen Bestände schnell vergriffen sein werden. Analysten gehen davon aus, dass Adidas durch den finalen Ausverkauf nochmals beträchtliche Umsätze generieren wird. Die Kooperation mit Kanye West mag zwar ein kontroverses Ende genommen haben, doch für Adidas zahlte sie sich letztendlich aus. Die Marke „Yeezy“ hat der Sportartikelhersteller erfolgreich am Markt etabliert und wird sich auch ohne die Zusammenarbeit mit Kanye West weiterhin großer Beliebtheit erfreuen.