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Air Liquide im Aufwind: Französischer Gasehersteller profitiert von starker Nachfrage

  • Air Liquide profitiert von starker Nachfrage und steigert Gewinn
  • CEO Jackow plant weiteres Wachstum und Investitionen in Höhe von 16 Milliarden Euro

Air Liquide, der französische Gasehersteller, konnte im vergangenen Jahr von einer starken Nachfrage profitieren. Dank Effizienzmaßnahmen und Preiserhöhungen in der Industriesparte konnte das Unternehmen seinen Gewinn steigern. CEO Francois Jackow ist optimistisch, dass die Profitabilität in den kommenden Jahren noch weiter steigen wird.

Wie das Unternehmen, das dem deutschen Konzern Linde Konkurrenz macht, am Dienstag in Paris bekannt gab, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro. Dies entspricht den Erwartungen der Analysten, wenngleich einige etwas mehr erhofft hatten. Unter Berücksichtigung des starken Rückgangs der Energiepreise und negativer Währungseffekte ging der Umsatz jedoch um 7,8 Prozent zurück. Daher ist Air Liquide gezwungen, Preisschwankungen an seine Kunden aus der Großindustrie weiterzugeben.

Der Nettogewinn lag im vergangenen Jahr bei rund 3,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg von knapp zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Dividende je Aktie wird auf 3,20 Euro angehoben, was einer Steigerung von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für das laufende Jahr hat CEO Jackow das Ziel, die Betriebsmarge weiter zu steigern und den bereinigten Nettogewinn bei konstanten Wechselkursen zu erhöhen. Im Jahr 2020 betrug der bereinigte Nettogewinn 3,3 Milliarden Euro.

Darüber hinaus hält Jackow am mittelfristigen Geschäftswachstum fest. In den nächsten fünf Jahren soll der Umsatz jährlich um durchschnittlich fünf bis sechs Prozent steigen. Die operative Marge soll im Zeitraum von 2022 bis 2025 um 3,2 Prozentpunkte verbessert werden, was doppelt so viel ist wie ursprünglich geplant. Insgesamt plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von 16 Milliarden Euro.

Die Analysten der UBS zeigten sich positiv überrascht von der Verbesserung der Marge ohne Berücksichtigung der Energiekosteneffekte. Die Analysten von JPMorgan bewerteten die Zahlen insgesamt als gut, betonten jedoch, dass die geplante Margenerhöhung für 2024 und 2025 entscheidend sei. Die Experten der UBS hoben auch das bessere als erwartete organische Wachstum hervor.

An der EURONEXT in Paris stiegen die Aktien von Air Liquide am Dienstag deutlich an. Zum Zeitpunkt dieses Artikels betrug der Wertzuwachs 6,03 Prozent und der Aktienkurs lag bei 118,28 Euro. Damit erreichten die Aktien von Air Liquide neue Allzeithochs.