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Amazon muss Werbearchiv offenlegen und investiert weiter in KI

  • Amazon muss Werbearchiv nach DSA offenlegen
  • Amazon investiert weiter in KI mit Anthropic

Amazon muss ein öffentliches Werbearchiv nach den Vorgaben des Digital Services Act (DSA) der Europäischen Union einrichten, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH). Diese Entscheidung markiert einen Rückschlag für den Internethändler, der gegen die Verpflichtung geklagt hatte, detaillierte Informationen über Online-Werbung auf seiner Plattform offenzulegen. Der DSA zielt darauf ab, Transparenz und Verantwortung großer Online-Plattformen zu erhöhen, indem Inhalte und Auftraggeber der Werbung sowie deren Reichweite und Auswahlkriterien bei zielgerichteter Werbung offenlegt werden müssen.

Amazon argumentierte, dass die Anforderungen des DSA die Grundrechte einschränken und dem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen könnten. Das Gericht wies diese Bedenken zurück, indem es betonte, die Notwendigkeit, ein Online-Umfeld zu schaffen, das die Grundrechte schützt, wiege schwerer als die kommerziellen Interessen Amazons.

Parallel dazu verstärkt Amazon seine Investitionen in die Künstliche Intelligenz (KI) und steckte weitere 2,75 Milliarden Dollar in das KI-Startup Anthropic, womit die Gesamtinvestition auf vier Milliarden Dollar anwächst. Anthropic entwickelt fortschrittliche KI-Software, darunter den Chatbot Claude. Die Kooperation schließt auch eine Partnerschaft mit Amazons Cloud-Dienst AWS ein, was Anthropic Zugang zu notwendiger Rechenleistung verschafft und Amazon ermöglicht, von Innovationen im Bereich der KI zu profitieren.

Die Entscheidung des EuGH und Amazons fortgesetzte Investition in KI unterstreichen die zunehmende Bedeutung von Transparenz und technologischer Innovation in der digitalen Wirtschaft. Während Amazon sich auf neue Geschäftsfelder ausdehnt, verdeutlicht die richterliche Anordnung die Notwendigkeit, grundlegende Rechte und den Schutz der Öffentlichkeit im digitalen Raum zu gewährleisten.