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Apple erlaubt Musikstreaming-Anbietern externe Abo-Abschlüsse außerhalb des App Stores

  • Apple erlaubt Musikstreaming-Anbietern externe Abo-Abschlüsse außerhalb des App Stores
  • Neuerung als Reaktion auf EU-Strafe und Spotify-Beschwerde

Apple führt eine Neuerung ein, die Musikstreaming-Anbietern erlaubt, ihre Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum zu Abo-Abschlüssen außerhalb des App Stores zu leiten. Diese Maßnahme reagiert auf eine milliardenschwere Strafe der EU-Kommission und eine Beschwerde von Spotify. Dennoch verlangt Apple für diese Umleitung eine Gebühr von bis zu 27 Prozent vom Kaufpreis. Die Entscheidung folgt der Forderung der EU, Möglichkeiten für externe Abo-Abschlüsse zu schaffen, wurde aber von Apple mit dem Hinweis ergänzt, dass der Konzern weiterhin Gebühren für die Nutzung seiner Technologien und Dienste erheben kann.

Bislang war es Diensten wie Spotify nicht gestattet, in ihrer App auf alternative Abo-Abschlüsse außerhalb von Apples Plattform hinzuweisen. Für Abo-Abschlüsse innerhalb des App Stores zieht Apple traditionell eine Gebühr von 30 Prozent im ersten Jahr und danach 15 Prozent ein. Spotify und andere Dienste hatten daraufhin angeboten, Abos nur noch außerhalb des App Stores abzuschließen, um diese Abgaben zu umgehen.

Die EU-Kommission hatte Apple wegen der Einschränkungen für Musikstreaming-Anbieter mit einer Strafe von 1,84 Milliarden Euro belegt. Die Strafe soll den Konzern dazu anhalten, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Von der Gesamtstrafe sind 40 Millionen Euro direkte wirtschaftliche Nachteile für Spotify, der Rest dient der Abschreckung. Apple plant, gegen die Entscheidung in Berufung zu gehen, muss jedoch die Anforderungen der Kommission umsetzen.

Infolge der Ankündigung dieser Neuerungen verzeichneten Apple-Aktien einen leichten Rückgang im NASDAQ-Handel. Die Entwicklung zeigt, dass regulatorische Entscheidungen direkte Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle großer Technologiekonzerne haben können, während sie gleichzeitig die Landschaft für Wettbewerber wie Spotify neu gestalten.

Quelle: Eulerpool Research Systems