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BMW erwartet Rückgang der EBIT-Marge auf 8%-10%

  • BMW erwartet Rückgang der EBIT-Marge von 11% im letzten Jahr auf 8%-10%
  • Nachfrage nach Gebrauchtwagen sinkt, Investitionen erreichen Höhepunkt, Abschreibungen im chinesischen Joint Venture dämpfen Gewinne

BMW Group rechnet für dieses Jahr mit einer stabilen Marge in seiner Schlüssel-Automobilsparte, erwartet jedoch eine niedrigere Gesamt-EBIT-Marge, da die Nachfrage nach Gebrauchtwagen sinkt und die Investitionen ihren Höhepunkt erreichen.

Der deutsche Luxusautohersteller gab bekannt, dass seine Automobilsparte – bestehend aus BMW, Mini und Rolls-Royce – in diesem Jahr einen leichten Anstieg der Nachfrage erleben wird, da neue Modelle auf den Markt kommen. Abschreibungen im Zusammenhang mit dem chinesischen Joint Venture Brilliance Automotive werden jedoch die Gewinne dämpfen.

Infolgedessen erwartet BMW, dass die Marge der Schlüsseldivision vor Zinsen und Steuern (EBIT) für 2024 zwischen 8% und 10% liegen wird, was den Ergebnissen des letzten Jahres von 9,8% entspricht. Die Gesamt-EBIT-Marge des Unternehmens wird voraussichtlich zwischen 8% und 10% liegen, im Vergleich zu 11% im Vorjahr. Der Gesamt-EBIT wird dieses Jahr leicht von 18,48 Milliarden Euro (20,18 Milliarden Dollar) fallen, da die Finanzdienstleistungssparte mit einer geringeren Nachfrage im Gebrauchtwagenmarkt zu kämpfen hat, was die Leasingeinnahmen schmälern wird. Investitionen in Elektrifizierung und Digitalisierung werden ebenfalls das Ergebnis belasten, sollen aber in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreichen.

Das Unternehmen erwartet für seine Automobilsparte einen freien Cashflow von über 6 Milliarden Euro, im Vergleich zu 6,94 Milliarden Euro im letzten Jahr. BMW äußerte jedoch eine Einschränkung der Erwartungen, da die EU chinesische Subventionen für Automobilhersteller untersucht, was zu Zöllen und Handelskriegen führen könnte. „Wachsende Unsicherheiten in Bezug auf makroökonomische und geopolitische Bedingungen könnten dazu führen, dass die wirtschaftliche Leistung in einigen Regionen von den erwarteten Trends und Entwicklungen abweicht“, sagte BMW. Dies betrifft Handels- und Zollpolitik, Sicherheitspolitik und eine mögliche Intensivierung internationaler Handelsstreitigkeiten. Als Gruppe werden vollständig elektrische Fahrzeuge in diesem Jahr einen größeren Anteil am Umsatz von BMW ausmachen, so das Unternehmen.