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Brenntag unter Preisdruck: Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal rückläufig

  • Preisdruck belastet Brenntag im ersten Quartal
  • Umsatz und Ergebnis des Chemikalienhändlers rückläufig

Der Chemikalienhändler Brenntag hat im ersten Quartal unter dem Preisdruck und einer geringeren Nachfrage in bestimmten Märkten und Branchen gelitten. Besonders betroffen war der Geschäftsbereich Brenntag Specialties. Umsatz und Ergebnis des DAX-Konzerns gingen stärker zurück als von Analysten erwartet. Für 2024 sieht das Unternehmen nun ein operatives EBITA am unteren Ende der im März genannten Bandbreite von 1,23 bis 1,43 Milliarden Euro.

Im ersten Quartal erzielte Brenntag einen Umsatz von rund 4 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Der Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf niedrigere Verkaufspreise zurückzuführen, die nicht vollständig durch gestiegene Absatzmengen kompensiert werden konnten. Der operative Rohertrag sank um 5,1 Prozent auf 984,4 Millionen Euro, während das operative EBITA um 24 Prozent auf 259,7 Millionen Euro zurückging. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,97 Euro im Vergleich zu 1,40 Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern und Dritten sank auf 141,4 Millionen Euro von 216 Millionen Euro im Vorjahr.

Analysten hatten im Konsens einen Umsatz von 4,27 Milliarden Euro, ein Ergebnis je Aktie von 1,07 Euro und ein Ergebnis nach Steuern und Dritten von 157 Millionen Euro erwartet. "Obwohl wir aufgrund unseres robusten Geschäftsmodells mit seiner globalen Reichweite und seinem breiten Portfolio Geschäftschancen nutzen konnten, sind wir mit unserer Leistung im ersten Quartal 2024 nicht zufrieden", sagte Christian Kohlpaintner, Vorstandsvorsitzender der Brenntag SE.

Am Dienstagmorgen zeichnete sich ein deutlicher Kursrutsch bei Brenntag ab. Die Aktien des Chemikalienhändlers sackten auf der Handelsplattform Tradegate um gut 6 Prozent auf 73,04 Euro ab, das tiefste XETRA-Niveau seit November.

Analystin Suhasini Varanasi von Goldman Sachs beobachtete bei Brenntag zum Jahresstart ähnliche schwache Trends wie bei den Branchenkollegen IMCD und Azelis. Der an das untere Ende der Zielspanne verlagerte Ausblick impliziere eine Konsens-Korrektur von vier Prozent. Experte Chetan Udeshi von JPMorgan findet auch die neuen Ziele noch optimistisch.

Quelle: Eulerpool Research Systems