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Cyber-Attacke hält Varta weiter in Atem: Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts verschoben

  • Varta verschiebt Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts nach Cyber-Attacke
  • Aktienkurs unter Druck nach Absage der Hauptversammlung und Unsicherheit bei Anlegern

Nachdem Varta Mitte Februar Ziel eines Hackerangriffs wurde, steht der Batteriekonzern weiterhin vor Herausforderungen. Als direkte Konsequenz musste das Unternehmen aus Ellwangen die Veröffentlichung seines Jahresfinanzberichtes verschieben, ursprünglich geplant für den 28. März. Nun zielt Varta auf ein Veröffentlichungsdatum nach dem 30. April ab, das jedoch noch präzisiert werden muss. Auch die für den 23. Mai anberaumte Hauptversammlung muss auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, ein Schritt, der den Aktienkurs des Unternehmens deutlich unter Druck setzte.

Der Angriff im Februar zwang Varta dazu, seine IT-Systeme vorsorglich herunterzufahren, was einen erheblichen Einfluss auf den Abschluss und die Überprüfung der Finanzberichte hatte. Die Einschränkung beim Zugriff auf wichtige Finanzinformationen und Geschäftsunterlagen besteht weiterhin, auch wenn der Konzern mittlerweile teilweise wieder Zugang zu seinen IT-Systemen erlangt hat. Die Produktion konnte großenteils wieder aufgenommen werden, obwohl erhebliche Beeinträchtigungen fortbestehen.

Die Unsicherheit, die diese Cyberattacke unter den Anlegern von Varta hervorruft, spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Nach der Ankündigung der Verschiebung des Jahresberichts und der Absage der Hauptversammlung fiel die Aktie am Freitag zeitweise um 8,4 Prozent auf ein Rekordtief, bevor sich der Verlust auf zuletzt noch 3,19 Prozent bei 13,83 Euro relativierte.

Etwa einen Monat nach dem Cyberangriff ist der größte Teil der Produktion zwar wieder angelaufen, doch die genauen Auswirkungen der Attacke auf das Geschäft von Varta lassen sich noch nicht abschließend beurteilen. Varta arbeitet weiterhin mit Hochdruck an der schrittweisen Wiederherstellung seiner Systeme. Trotz erster Fortschritte bei der Wiederaufnahme der Produktion und dem teilweisen Zugang zu den IT-Systemen bleibt die Situation herausfordernd. Der eingeschränkte Zugang zu essentiellen Finanzdaten und Unterlagen verlangsamt die Finalisierung und Überprüfung der Finanzberichte und zeugt von den langanhaltenden Folgen, die eine Cyberattacke für Unternehmen haben kann.