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Deutsche Bahn verzeichnet Anstieg bei grenzüberschreitenden Fahrten

  • Nachhaltig reisen liegt im Trend
  • Deutsche Bahn verzeichnet Anstieg bei grenzüberschreitenden Fahrten

Die Deutsche Bahn (DB) verzeichnet einen deutlichen Anstieg an Reisenden auf grenzüberschreitenden Strecken. Mit 24 Millionen internationalen Fahrten im Jahr 2023 übertrifft das Unternehmen die Zahlen vor der Corona-Pandemie um 21 Prozent. Dieser Zuwachs ist insbesondere auf die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Reiseoptionen zurückzuführen. Die DB hat auf diesen Trend reagiert, indem sie neue Verbindungen eingeführt und die Kapazitäten bestehender Strecken erhöht hat. So wuchs die Zahl der Sitzplätze bei internationalen Fahrten um 13 Prozent im Vergleich zu 2019.

Besonders starke Zuwächse wurden auf den Verbindungen Berlin-Amsterdam, Berlin-Warschau und München-Verona verzeichnet. Im Zuge der Bemühungen, das Angebot weiter zu verbessern, wird noch diesen Monat ein neuer Hochgeschwindigkeitszug zwischen München und Italien in Betrieb genommen. Auch auf der Strecke Frankfurt-Brüssel sollen ab Mitte des Jahres mit dem neuen ICE 3 Neo weniger Störungen auftreten.

Trotz der Fortschritte in der Angebotsausweitung und der technischen Modernisierung ist die Pünktlichkeit internationaler Verbindungen vergleichbar mit der allgemeinen Situation im DB-Fernverkehr, wobei rund ein Drittel der Züge im letzten Jahr Verspätungen aufwies. Die Pünktlichkeitsrate variiert jedoch stark je nach Strecke.

Ein Meilenstein in der Entwicklung des internationalen Bahnverkehrs ist die geplante Einführung des OSDM-Standards bis Ende 2025, der eine vereinfachte Buchung grenzüberschreitender Reisen ermöglichen soll. DB-Vorstand Michael Peterson betont die Vision einer Zukunft, in der innereuropäische Flüge durch umweltfreundlichere Bahnreisen ersetzt werden.

Quelle: Eulerpool Research Systems