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Google passt Internetsuche an: Reaktion auf EU-Regeln

  • Google passt Internetsuche an, um EU-Regeln zu entsprechen
  • Neue Anpassungen betreffen Preisvergleiche und Spezialsuchmaschinen

Google passt seine Internetsuche an, um den verschärften Auflagen der Europäischen Kommission (EE) gerecht zu werden. Dies wurde in einem Blogeintrag des Unternehmens am Dienstag bekannt gegeben.

Im Zuge des europäischen Digitalgesetzes DMA, das am 7. März in Kraft tritt, wird Google dazu verpflichtet, Suchergebnisse von Spezialsuchmaschinen ausführlicher darzustellen. Dies betrifft beispielsweise Vergleichsportale für Flüge, Hotels oder Shopping-Angebote.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, wird Google Preisvergleichsseiten nun prominenter platzieren und bestimmte eigene Funktionen entfernen, die Verbrauchern dabei halfen, Unternehmen direkt zu finden. Ein Beispiel dafür ist die Flugsuche, die nun nicht mehr bevorzugt dargestellt wird.

Stattdessen sollen in sogenannten Karussell-Galerien Informationen von Spezialsuchmaschinen angezeigt werden, wenn sie für die Suchanfrage relevant sind. Auch Mixtur aus verschiedenen Diensten können in einer Version dieses Features zu konkreten Anfragen erstellt werden, beispielsweise bei der Suche nach Restaurants in Paris. Dabei werden Daten von Google gleichberechtigt mit denen aus anderen Quellen angezeigt, unabhängig davon, von welchem Ort aus die Suche gestartet wurde.

Gemäß der strikten Vorgaben des DMA darf Google keine Bevorzugung seiner eigenen Angebote mehr vornehmen. Die Google-Suche zählt zu den 22 Diensten, die die EU-Kommission als 'Gatekeeper' ausgemacht hat. Dies sind Unternehmen, die durch ihre Größe und Marktmacht den Wettbewerb behindern. Das neue Gesetz hat zum Ziel, mehr Wettbewerb zu ermöglichen.

Google hat in den letzten Jahren regelmäßig Kritik von anderen Suchmaschinen erhalten, da das Unternehmen oft versucht, direkt Antworten auf Suchanfragen zu liefern. Dies wurde als unfaire Konkurrenz empfunden. Google argumentierte stets, dass der Dienst für Nutzer und nicht für andere Suchmaschinen gemacht sei.

Im Vergleich zu Google muss Apple größere Veränderungen im Zuge des DMA vornehmen. Bisher war es auf Android-Geräten bereits möglich, Apps aus verschiedenen Marktplätzen zu laden und alternative Zahlungsanbieter zu nutzen. Bei iPhones konnten dagegen nur Apps aus dem offiziellen App Store heruntergeladen werden. Mit dem DMA wird Apple dazu gezwungen, seine Richtlinien zu lockern, obwohl das Unternehmen Bedenken hinsichtlich potenziell betrügerischen Apps anführt.