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HelloFresh revidiert mittelfristige Wachstumsziele - Aktienkurs bricht ein

  • Revidierung mittelfristiger Wachstumsziele
  • Aktienkurs bricht nach Ankündigung ein

Der Kochboxenlieferant HelloFresh sieht sich angesichts der anhaltenden Konsumzurückhaltung mit zunehmend schwierigen Marktbedingungen konfrontiert. Die ambitionierten Pläne, bis 2025 einen Umsatz von zehn Milliarden Euro zu generieren und eine Milliarde Euro als bereinigtes EBITDA zu erwirtschaften, scheinen in weite Ferne gerückt.

Die aktuelle Geschäftsentwicklung deutet darauf hin, dass der Konzern bereits im laufenden Jahr mit Herausforderungen zu kämpfen hat. Für 2024 wird ein Einbruch des bereinigten operativen Gewinns auf 350 bis 400 Millionen Euro erwartet, eine deutliche Reduzierung gegenüber dem vorläufigen Betriebsergebnis von 448 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

Die Umsatzerwartungen für das Jahr sind ebenfalls gedämpft, mit einem währungsbereinigten Wachstum von lediglich zwei bis acht Prozent. Schon der Jahresauftakt dürfte für HelloFresh schwach ausfallen, mit nur einem leichten Umsatzplus im ersten Quartal und einer operativen Marge, die im besten Fall bei Null liegt oder sogar leicht negativ ausfallen könnte.

Die Herausforderungen in den USA, dem wichtigsten Einzelmarkt des Unternehmens, verschärfen die Situation. Verzögerungen beim Hochfahren einer neuen Produktionsstätte in Arizona und Probleme in Illinois beeinträchtigen die Geschäfte. Zudem haben unerwartet niedrige Neukundenakquisitionen rund um das Erntedankfest die Unternehmensleitung alarmiert.

HelloFresh setzt große Hoffnungen auf seine Ready-To-Eat-Produktlinie, die bis 2025 zur größten des Unternehmens avancieren soll. Doch die aktuellen Entwicklungen signalisieren, dass das Unternehmen vor erheblichen Herausforderungen steht, um diesen ambitionierten Plan zu verwirklichen.