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HENSOLDT kurz vor Abschluss der Übernahme von ESG: Strategische Erweiterung in Sicht

  • HENSOLDT steht kurz vor Abschluss der Übernahme von ESG
  • Positive Entwicklung der HENSOLDT-Aktien nach Ankündigung der Übernahme

Der Rüstungselektronik-Hersteller HENSOLDT steht kurz vor dem Abschluss der Übernahme des Elektronikspezialisten ESG, einem wichtigen Schritt, der noch im ersten Quartal vollzogen werden soll. Diese strategische Erweiterung soll ab dem zweiten Quartal in die Finanzberichte von HENSOLDT einfließen, was zu einer Anpassung der Geschäftsprognose für das laufende Jahr führen wird. Nachdem das Bundeskartellamt bereits Anfang Februar grünes Licht für die Übernahme gegeben hat, blickt HENSOLDT optimistisch in die Zukunft.

CEO Thomas Müller hat bereits Umsatzziele für 2024 formuliert, die einen Anstieg auf etwa zwei Milliarden Euro vorsehen. Diese Prognose beinhaltet allerdings noch nicht das Geschäft von ESG. Die Ankündigung dieser Übernahme hat zu einer positiven Entwicklung der HENSOLDT-Aktien geführt, die am Freitag um 7,6 Prozent auf ein Jahreshoch von 37,28 Euro stiegen und damit eine frühere Schwächephase überwunden haben. Zum Handelsschluss notierten die Aktien bei einem Plus von 7,10 Prozent auf 37,10 Euro.

Im Vergleich zu Rheinmetall, dem derzeit besten DAX-Wert mit einem Jahresplus von 75 Prozent, hat HENSOLDT zwar Boden gutgemacht, liegt aber immer noch zurück. Dennoch hat sich der Wert der HENSOLDT-Aktien seit dem russischen Angriff auf die Ukraine und der damit einhergehenden Zeitenwende in der europäischen Rüstungspolitik mehr als verdreifacht. Seit dem Börsengang im Herbst 2020, als die Aktien für 12 Euro ausgegeben wurden, ist der Kurs kontinuierlich gestiegen.

Auch RENK, ein Börsenneuling und Hersteller von Panzergetrieben, verzeichnete am Freitag einen signifikanten Kursanstieg. Die Aktien haben sich seit ihrem Börsengang Anfang Februar um 86 Prozent verteuert. Dies zeigt die aktuelle Dynamik im Rüstungssektor, der von geopolitischen Entwicklungen und der Neuausrichtung der europäischen Sicherheitspolitik profitiert.