Skip to content

Lufthansa erleidet 849 Millionen Euro Verlust im ersten Quartal - Jahresprognose gesenkt

  • Lufthansa erleidet 849 Millionen Euro Verlust im ersten Quartal
  • Jahresprognose von fast 2,7 Milliarden Euro auf 2,2 Milliarden Euro nach unten korrigiert

Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben durch die jüngsten Tarifstreitigkeiten im ersten Quartal des Jahres einen beträchtlichen finanziellen Schaden erlitten. Der Konzern berichtet von einem Nettoverlust von 849 Millionen Euro – eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem das Minus bei 237 Millionen Euro lag. Die Tarifstreitigkeiten und die damit verbundenen Streiks haben das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 350 Millionen Euro gekostet.

Trotz einer Beilegung der Tarifstreitigkeiten warnt die Lufthansa vor weiteren finanziellen Belastungen im zweiten Quartal, mit erwarteten Verlusten von etwa 100 Millionen Euro, was das Betriebsergebnis unter das Niveau des Vorjahres drücken würde. Der Konzern rechnet aufgrund der Streiks auch mit einem verzögerten Kapazitätsaufbau, was die Pünktlichkeit der Flüge verbessern soll. Zudem verzögern sich die Auslieferungen neuer Flugzeuge.

Die Börse reagierte negativ auf diese Nachrichten: Die Aktie der Lufthansa fiel nach Bekanntgabe um mehr als vier Prozent und markierte damit einen der größten Verluste im MDax. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits rund 18 Prozent ihres Wertes verloren.

Für das Gesamtjahr hat die Lufthansa ihre Gewinnprognose von ursprünglich fast 2,7 Milliarden Euro auf jetzt 2,2 Milliarden Euro nach unten korrigiert. Diese Korrektur spiegelt die anhaltenden Herausforderungen und die potenziellen Auswirkungen weiterer globaler Unsicherheiten wider, einschließlich der Auswirkungen des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten, der bereits zu mehrfachen Flugstreichungen geführt hat.

Die Flugbuchungen, insbesondere für die Sommermonate, liegen zwar im Rahmen der Erwartungen, dennoch bleibt die finanzielle Aussicht für die Lufthansa herausfordernd. Der Vorstand wird am 14. Mai die vollständigen Quartalszahlen präsentieren und dabei auch detailliertere Einblicke in die Strategie zur Überwindung der aktuellen Krisen geben.

Quelle: Eulerpool Research Systems