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Luftsicherheitskräfte streiken: Chaos an deutschen Flughäfen erwartet

  • Luftsicherheitskräfte streiken an deutschen Flughäfen
  • Massive Flugausfälle und Chaos für Passagiere erwartet

Die Gewerkschaft Ver.di möchte Druck auf die Arbeitgeber im Luftverkehr ausüben und erweitert daher ihren Arbeitskampf. Neben dem Bodenpersonal sollen nun auch Luftsicherheitskräfte an deutschen Flughäfen streiken. Dies hat weitreichende Folgen für die Passagiere, da sie möglicherweise nicht in den Sicherheitsbereich eintreten können.

Der nächste Warnstreik am Donnerstag wird voraussichtlich noch mehr Passagiere treffen als zunächst erwartet. Zusätzlich zum bereits angekündigten zweitägigen Ausstand des Lufthansa-Bodenpersonals, ruft Ver.di nun auch die Luftsicherheitskräfte an den Flughäfen in Frankfurt am Main und Hamburg zur Arbeitsniederlegung auf. Diese Mitarbeiter, die für Privatunternehmen arbeiten, kontrollieren im Auftrag der Bundespolizei Passagiere, Personal und Gepäck an den Zugängen zum Sicherheitsbereich.

Es wird erwartet, dass am Donnerstag massive Flugausfälle vor allem an den Drehkreuzen in Frankfurt am Main und München zu verzeichnen sein werden, aufgrund des Streiks des Bodenpersonals. Die Lufthansa geht davon aus, dass an beiden Tagen jeweils rund 1000 Flüge ausfallen werden und etwa 100.000 Passagiere betroffen sein werden. Besonders die Luftsicherheitskräfte haben eine hohe Streikmacht, wie sich bei der ersten Warnstreikwelle am 1. Februar zeigte, als an elf größeren Flughäfen rund 1100 Flüge ausfielen, da Passagiere nicht in den Sicherheitsbereich gelangen konnten.

Die Tarifverhandlungen für die Luftsicherheitskräfte sind bislang ergebnislos geblieben, trotz fünf Verhandlungsrunden. Eine sechste Verhandlung ist für den 20. März geplant. Kernpunkt der Verhandlungen sind die Arbeitsbedingungen für rund 25.000 Mitarbeiter privater Sicherheitsdienstleister. Ver.di fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 2,80 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, sowie schneller einsetzende Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde. Die Arbeitgeber vom Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) haben hingegen ein Angebot von 2,70 Euro in drei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten vorgelegt.

Nicht nur bei der Lufthansa, sondern auch bei der österreichischen Tochtergesellschaft Austrian Airlines kommt es zu Flugausfällen. Am Freitag werden aufgrund einer geplanten Betriebsversammlung rund 150 Flüge gestrichen. Obwohl die Betriebsversammlung verschoben wurde, hält die Fluggesellschaft aus logistischen Gründen an den geplanten Streichungen fest. Der Grund für die Versammlungen des AUA-Bordpersonals sind die stockenden Tarifverhandlungen für die insgesamt 3500 Beschäftigten in der Kabine und im Cockpit.