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Mann scheffelt Millionen durch Lauschen bei Geschäftsanrufen seiner Frau

Im Homeoffice lauscht Tyler Loudon den BP-Geschäftsgesprächen seiner Frau und zockt erfolgreich mit Aktien – doch die Liebe zahlt den Preis.


Der Homeoffice-Trend hat in der heutigen Zeit zu einigen fragwürdigen Entscheidungen geführt. Tyler Loudon, Ehemann einer BP-Mitarbeiterin, nutzte seine Position im eigenen Zuhause, um von wichtigen Geschäftstelefonaten seiner Frau zu profitieren und Aktien zu kaufen. Eine Handlung, die nicht nur für die Liebe, sondern auch für seine Zukunft bittere Konsequenzen hatte.


Wie der britische Nachrichtensender BBC berichtet, ist Loudon in den USA wegen Insiderhandels angeklagt worden. Die US-Börsenaufsicht SEC behauptet, dass Loudon gezielt Telefonate seiner Ehefrau, einer Fusions- und Übernahmemanagerin bei BP, abhörte, um vertrauliche Informationen zu erhalten. Diese vertraulichen Informationen nutzte er dann, um Aktien des Unternehmens TravelCenters of America zu kaufen.


Diese Handlung ließ Loudon nicht nur von illegalen Gewinnen in Höhe von 1,76 Millionen Dollar profitieren, sondern führte auch zu ernsthaften Konsequenzen in seiner Ehe. Die Börsenaufsicht beschuldigt ihn, das Vertrauen und die Arbeitsbedingungen seiner Frau im Homeoffice ausgenutzt zu haben, um seine eigene finanzielle Situation zu verbessern.


Die dramatischen Ereignisse nehmen ihren Lauf, als BP die Übernahme von TravelCenters of America bekanntgibt. Laut Börsenaufsicht hat Loudon bereits im Februar letzten Jahres 46.450 Aktien von TravelCenters gekauft, ohne dass seine Frau davon wusste. Als der Deal schließlich öffentlich gemacht wurde, stieg der Aktienkurs von TravelCenters um 71 Prozent an. Zu diesem Zeitpunkt verkaufte Loudon alle seine Aktien mit hohem Profit.


Wie die Ermittlungen der Börsenaufsicht zeigen, haben Loudons Ehefrau und er während der Verhandlungen zwischen BP und TravelCenters eng miteinander zusammengearbeitet. Durch die enge räumliche Nähe im Homeoffice waren sie Zeugen der arbeitsbezogenen Gespräche und Videokonferenzen des jeweiligen Partners. Selbst als das Paar in einem kleinen Airbnb in Rom übernachtete, arbeitete die Frau weiterhin an dem Deal.


Die Konsequenzen für die Ehe des Paares waren katastrophal. Als die Financial Industry Regulatory Authority begann, Fragen zu stellen, gestand Loudon seiner Frau, dass er Aktien von TravelCenters gekauft hatte. Seine Begründung: Er wollte genug Geld verdienen, damit sie nicht mehr arbeiten muss. Seine schockierte Ehefrau meldete den Handel daraufhin ihrem Vorgesetzten bei BP. Obwohl keine Beweise für ihre Mitwisserschaft gefunden wurden, wurde sie von BP entlassen. Als Reaktion zog sie aus dem gemeinsamen Haus aus und beendete jeglichen Kontakt zu ihrem Ehemann. Im Juni reichte sie die Scheidung ein.


Loudon hat seine Schuld mittlerweile zugegeben und hat sich bereit erklärt, eine Strafe zu zahlen. Allerdings muss er sich auch möglichen strafrechtlichen Anklagen stellen, die mit einer Gefängnisstrafe einhergehen könnten. Tyler Loudon wird durch seine unbedachte Handlung nicht nur seiner zukünftigen Ehe beraubt, sondern auch seinem Ansehen als ernstzunehmender Investor. Eine erschreckende und tragische Geschichte über die Folgen von Insiderhandel im Homeoffice.