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Nvidia verzeichnet Rekordumsatz und plant weiteres Wachstum trotz Herausforderungen

  • KI-Chip-Experte feiert Rekordumsatz und erwartet weiteres Wachstum
  • Nvidia verzeichnet beeindruckenden Umsatzsprung von 265 Prozent im Jahresvergleich auf 22,1 Milliarden Dollar

Der erfolgreiche Chipkonzern Nvidia verzeichnet erneut beeindruckende Quartalszahlen. CEO Jensen Huang präsentierte am Mittwoch einen Umsatzsprung von 265 Prozent im Jahresvergleich auf 22,1 Milliarden Dollar. Mit starker Präsenz im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) scheint Nvidias Erfolg keine Grenzen zu kennen. Dies bestätigen auch die aktuellen Zahlen, die das Unternehmen als führender Anbieter von KI-Chips ausweisen.

Hintergrund des enormen Wachstums sind die zahlreichen Anwendungen, die von Chips von Nvidia angetrieben werden. Vom Textroboter ChatGPT über den KI-Bildgenerator Firefly bis hin zu per Künstlicher Intelligenz erstellten Videos - all diese Innovationen werden durch Nvidias Chips ermöglicht. „Wir sind erst am Anfang einer Revolution“, verkündete Huang stolz und betonte die zunehmende Verwendung von KI in der Wirtschaft.

Das Unternehmen kämpft jedoch auch mit Herausforderungen, da die Nachfrage nach leistungsfähigen KI-Chips das Angebot bei weitem übersteigt. Dies spiegelte sich in den Quartalszahlen wider, die einen beeindruckenden Nettogewinn von 12,3 Milliarden Dollar oder 4,93 Dollar pro Aktie zeigten, ein Plus von 769 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Erfolg wird auch an der Börse deutlich, wo die Aktien von Nvidia um zehn Prozent stiegen und den Nikkei und den Dax zu neuen Rekordständen führten.

Besonders beachtlich war das Wachstum im Geschäftsbereich der Rechenzentren, in dem Nvidia einen Umsatzanstieg um 409 Prozent verzeichnete. Dies ist auf die stetig steigende Nachfrage nach dem H100-Chip zurückzuführen, der als einer der begehrtesten Chips für anspruchsvolle KI-Anwendungen gilt. Auch Meta-CEO Mark Zuckerberg gab im Januar bekannt, dass sein Unternehmen bis Ende des Jahres 350.000 H100-Grafikkarten nutzen wird, was bedeutet, dass KI-Chips von Nvidia im Wert von mehreren Milliarden Dollar allein an Meta verkauft werden.

Nvidia ist jedoch bereits dabei, einen verbesserten Chip, den B100, der die Leistung des H100 übertreffen soll, auf den Markt zu bringen. Dieser Halbleiter ist noch besser für anspruchsvolle KI-Anwendungen geeignet und soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden. In der Zwischenzeit wird eine verbesserte Version des H100, der H200, erscheinen, die im zweiten Quartal dieses Jahres ausgeliefert werden soll. „Wir sind auf Kurs und die Nachfrage nach den verbesserten Chips ist bereits jetzt sehr hoch“, erklärte Finanzchefin Colette Kress.

Nvidias Konkurrenz versucht zwar immer wieder, die Dominanz des Unternehmens auf dem KI-Chip-Markt zu brechen, doch CEO Huang bleibt gelassen. Mit einem beeindruckenden Umsatzanteil von 40 Prozent allein im Bereich des sogenannten Inferencing, also dem täglichen Betrieb von KI-Modellen, unterstreicht Huang die wichtige Rolle, die Nvidia in der gesamten KI-Branche einnimmt.

Neben den Erfolgen gab es jedoch auch Rückschläge, wie zum Beispiel im Bereich der Automobilbranche, wo Nvidia eng mit Mercedes zusammenarbeitet, um autonomes Fahren zu ermöglichen. Hier ging der Umsatz im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent zurück, was jedoch in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen auf dem KI-Chip-Markt nicht überraschend ist.

Ein weiteres Hindernis sind die von der US-Regierung verhängten Exportbeschränkungen von Hochleistungschips nach China. Diese Maßnahme dient dazu, China als Konkurrent im Wettrennen um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz einzudämmen. Für Nvidia bedeutet dies jedoch den Verlust eines lukrativen Geschäfts. Finanzchefin Kress betonte, dass der Umsatz aufgrund dieser Einschränkungen stark zurückgegangen sei. Eine genaue Zahl konnte jedoch nicht genannt werden, da der Umsatz mit China nicht separat in der Bilanz aufgeführt wird.

Abschließend gab CEO Huang angesichts der starken Quartalszahlen und der maximalen Auslastung des Unternehmens eine beeindruckende Umsatzprognose von rund 24 Milliarden Dollar für das laufende Quartal aus. Dies wäre im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg des Umsatzes um 233 Prozent und verdeutlicht Nvidias unangefochtene Stellung auf dem KI-Chip-Markt. Der Chipexperte des Marktforschers Gartner, Alan Priestley, bestätigte dies und betonte, dass die größte Herausforderung für das Unternehmen derzeit darin besteht, die Nachfrage zu befriedigen. Für Huang steht fest: „Nvidia hat die Konkurrenz hinter sich gelassen.“