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Palo Alto kürzt Umsatzprognose: Zukunftsaussichten gedämpft

Palo Alto-Aktie unter Druck: Gesenkter Umsatzausblick zieht Mittwochshandel in den Bann der Anleger.


Die Aktie des renommierten Cybersecurity-Unternehmens Palo Alto Networks gerät im Mittwochshandel aufgrund eines gesenkten Umsatzausblicks in den Fokus der Anleger. Im NADSAQ-Handel verzeichnet das Papier zeitweise einen Massenverlust von 28,88 Prozent auf 260,45 US-Dollar.


Der Auslöser für den dramatischen Kursrückgang war die Präsentation der Quartalszahlen des Unternehmens, die nach Börsenschluss am Vortag veröffentlicht wurden. Besonders besorgniserregend war der gesenkte Umsatzausblick, der nun bei 7,95 bis 8 Milliarden US-Dollar liegt, während zuvor noch 8,2 Milliarden US-Dollar erwartet wurden. Analysten hatten sogar mit einem höheren Wert von 8,18 Milliarden US-Dollar gerechnet. Die Sorgen der Anleger gingen jedoch über diese konkrete Prognose hinaus und bezogen sich auf den übergeordneten Trend, der auf eine mögliche Senkung der Ausgaben von Kunden im Bereich der Netzwerksicherheit hindeutet.


Palo Alto-CEO Nikesh Arora bestätigte diese Befürchtungen im Earnings Call und erklärte gegenüber Analysten, dass Kunden derzeit eine "Ausgabenmüdigkeit" im Bereich der Sicherheit im Netz zeigten. In einem anschließenden Interview mit CNBC-Moderator Jim Cramer erläuterte Arora jedoch, dass dies keine Anzeichen für einen tatsächlichen Abschwung in der Nachfrage nach Cybersecurity-Produkten gebe, sondern vielmehr eine Umgestaltung der Nachfragekurve, die langfristig zu einem schnelleren Wachstum führen werde. So plane das Unternehmen, eine Plattform für Kunden zu schaffen, die ihren Bedürfnissen entspreche und somit das Geschäft in den kommenden Jahren weiter auszubauen.


Trotz des Kurssturzes blieb Palo Alto bei der Prognose für Gewinn und freien Barmittelfluss für das Geschäftsjahr 2024 unverändert, was CFO Dipak Golecha auf eine disziplinierte Umsetzung von profitablem Wachstum zurückführte. Die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2024, welches am 31. Januar endete, fielen insgesamt besser aus als erwartet. So stieg der Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahresquartal von 1,05 US-Dollar auf 1,46 US-Dollar und auch der Umsatz konnte mit 1,98 Milliarden US-Dollar die Vorabschätzung von 1,97 Milliarden US-Dollar übertreffen.


CEO Arora betonte in der Unternehmenspräsentation außerdem, dass Palo Alto zunehmend mit Unternehmen zusammenarbeite, die selbst von Cyberangriffen betroffen seien. Dies führe dazu, dass Kunden anspruchsvoller gegenüber Sicherheitsunternehmen werden, da auch die Bedrohung durch Hackerangriffe immer weiter zunimmt. Zudem profitiere das Unternehmen von der wachsenden Nachfrage nach künstlicher Intelligenz und helfe Kunden dabei, diese Technologie erfolgreich und verantwortungsvoll in ihre Infrastruktur zu integrieren.


Trotz des Kurssturzes zeigte sich CEO Arora im Gespräch mit Cramer zuversichtlich und betonte, dass das Unternehmen langfristig stark aufgestellt sei und die Nachfrage weiterhin hoch bleibt. Der Fokus solle daher weiterhin auf dem Kerngeschäft liegen und nicht auf kurzfristigen Marktbewegungen.